Baumartenwahl im Klimawandel:

Sollten in FSC-zertifizierten Wäldern künftig mehr nicht-heimische Baumarten eine Rolle spielen?

„Wir sollten viel mehr ausprobieren“

Klaus Echle sieht mit einem weiteren Anstieg der Durchschnittstemperaturen um nur einen halben Grad erhebliche Probleme auf heimische Baumarten zukommen. In diesem Zusammenhang hält er es für notwendig, die derzeitige FSC-Vorgabe von max. 20 % nicht-heimischer Baumarten zu überdenken und gegebenenfalls zu lockern. Zudem plädiert er dafür, bislang wenig beachteten einheimischen Baumarten wie der Aspe mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Über die Bewirtschaftung nicht-heimischer Baumarten am Beispiel der Douglasie und Roteiche im Stadtwald Freiburg
>> zur Reportage mit Klaus Echle

„Wir sollten das Kleingedruckte lesen“

Prof. Hussendörfer sieht in der vermehrten Einbringung nicht-heimischer Baumarten keine Lösung. Sie bergen Risiken für die Ökosystemverträglichkeit, die man nicht im Griff habe. Für eine Deckelung wie im Waldstandard sieht er die Notwendigkeit, sie mit Mindestvorkommen anderer, kompensierender Baumarten zu verknüpfen. Sein Ansatz: sich von der Betrachtung einzelner Baumarten lösen und stattdessen in Waldlebensgemeinschaften denken.

Vermehrte Einbringung nicht-heimischer Baumarten – ein nicht kontrollierbares Risiko
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