Waldpartner

Im FSC-zertifizierten Wald werden die Ökosystemleistungen gegenüber konventioneller Forstwirtschaft deutlich positiver beeinflusst. Mit einer erweiterten FSC-Wald-Zertifizierung können Waldbesitzende die in ihrem Wald geförderten Leistungen verifiziert nachweisen. Der mit diesem Engagement verbundene Aufwand geht jedoch mitunter zu Lasten des wirtschaftlichen Ertrags. Deshalb brauchen FSC-Forstbetriebe starke Partner an ihrer Seite, die sie in ihrer Mission für die Erhaltung von Ökosystemen unterstützen und nachhaltige Waldwirtschaft sponsorn. Dieses Invest in die Zukunft zahlt sich aus – für den Investor, den Waldbesitzenden, den Wald und damit schließlich zum Wohle von uns allen.

Vielleicht haben Sie noch nie von Ökosystemleistungen gehört, obwohl diese einen großen Einfluss auf unser Leben haben und wir täglich von ihnen profitieren. Als Ökosystemleistungen werden alle Dienstleistungen der Natur für den Menschen bezeichnet, die er durch die Lebensräume und Lebewesen wie Tiere und Pflanzen bezieht, nutzt und von denen er letztlich abhängt. Solche Leistungen sind beispielsweise die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Rohstoffen. Aber auch die Regulation des Klimas vor Ort, oder die Bestäubung von Nutzpflanzen zählen zu den Ökosystemleistungen. Und schließlich ziehen wir Menschen auch einen kulturellen Nutzen aus den Ökosystemen – durch ästhetisches Erleben und Erholungsmöglichkeiten in der Natur oder Traditionen und Riten, die in ihr verankert sind.

Warum gerade jetzt?

Ein Blick in die Nachrichten von heute genügt: Die globale Gesellschaft steht vor enormen Herausforderungen. Unser Planet leidet unter den Auswirkungen der Klimakrise. Es gibt Armut,Hunger, Kriege …

2015 hat die UN deshalb mit den 17 Sustainable Development Goals (SDG) konkrete Nachhaltigkeitsziele verabschiedet. Mit der sogenannten Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft globalein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren.

Warum gerade Sie?

Bei der Erreichung der SDG-Ziele geht es nicht allein um die Kooperation zwischen Staaten, sondern auch um den Einsatz und die Zusammenarbeit von Unternehmen und Organisationen. Als Unternehmer sind auch Sie von der globalen Krise betroffen – und zunehmend gefragt, wenn es darum geht, umweltpolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen.

Das Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit ist gewachsen, Konsumenten fordern nachhaltig und fair produzierte Produkte. Die schon heute spürbaren Auswirkungen der Klimakrise wie die Zerstörung der Artenvielfalt, die Wasserknappheit oder die Ausbeutung in den globalen Lieferketten sind Themen, die  erbraucher zu Recht beschäftigen. Längst hat das Thema Nachhaltigkeit auch die Vorstandsetagen durchdrungen: In einer weltweiten Studie von UN Global Compact und Accenture sagten rund 99 Prozent der darin befragten CEOs, dass Nachhaltigkeit „entscheidend“ für den zukünftigen Erfolg ihres Unternehmens sei. Die selben Führungskräfte waren sich zugleich einig, dass dieses Bewusstsein zwar vorhanden sei, dass aber im eigenen Unternehmen noch immer nicht genug getan werde.

Weil CSR mehr ist als eine Frage der Moral

Dabei profitieren Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen (CSR = Corporate Social Responsibility) und nachhaltig Wirtschaften, in vielerlei Hinsicht, z.B. durch Image- und Reputationssteigerung, durch eine höhere Innovationskraft, durch Kostenreduktion und Effizienzsteigerung oder durch ein positives Betriebsklima und motiviertes Personal. Zeit zu handeln also! Jetzt und in Zukunft wird es darauf ankommen, Nachhaltigkeitsaspekte auszuloten und in die eigene Unternehmenspraxis zu integrieren, um sich entscheidende Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Langfristige Strategien sind dabei ebenso gefragt wie konkrete Aktivitäten und Maßnahmen.

Waldpartner werden in 3 Schritten

FSC-Ökosystemleistungen: Sie bestimmen Umfang, Zweck und Dauer Ihrer Investition

  1. Welches Ziel passt zu meinem Unternehmen? Wählen Sie die Ökosystemleistung/en, die zu Ihren Unternehmenszielen, den Wünschen Ihrer Kunden oder Ihrer Kommunikationsstrategie passt/passen.
  2. Teilen Sie uns Ihre Wünsche mit: Gibt es ein Wunschregion für Ihr Projekt? Wir helfen Ihnen, den passenden Wald zu finden, der FSC-zertifiziert ist oder zukünftig sein kann und anhand dessen die positiven Auswirkungen auf eine oder mehrere Ökosystemleistungen deutlich werden.
  3. Sie unterstützen mit Ihrer Investition Waldbesitzer dabei, die erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt oder sogar zur Verbesserung der Ökosystemleistungen ihres Waldes zu leisten. Unabhängig und effizient: mit geprüften Daten, die eine positive Wirkung bestätigen und öffentlich verfügbar sind.

Die FSC-Ökosystemleistungen im Überblick

Kohlenstoff

Wälder binden Kohlenstoff und deren Abholzung ist weltweit einer der Hauptverursacher der Klima-Änderung. Im Deutschen Wald sind knapp
1,2 Mrd Tonnen Kohlenstoff gebunden. Diese Bindung erfolgt vor allem im Waldholz, aber auch der Waldboden selbst bindet CO2. Die Art der Bewirtschaftung hat maßgeblichen Einfluss auf die Senkenleistung des Waldes. Wälder spielen eine wichtige Rolle, um die Pariser Klimaziele zu
erreichen (maximal +1.5° bis 2050).

FSC und CO2:

Bis zu 10% der Waldfläche entwickeln sich natürlich – hier wächst immer mehr Holz zu, ohne dass es genutzt wird. Damit wird immer mehr
Kohlenstoff gebunden. In den bewirtschafteten Wäldern ist die Möglichkeit, Wald zu roden stark eingeschränkt. Boden und Humus, in dem viel Kohlenstoff gebunden ist, werden geschont.

Praxisbeispiel:

Es lässt sich gut herleiten, wie viele Tonnen Kohlenstoff oder CO2 in einem bestimmten Wald dauerhaft gebunden werden. Sprechen Sie genau darüber:
„Durch unser Engagement im Wald werden in den nächsten Jahren … Tonnen CO2 gebunden.“

Biodiversität

In Deutschland gibt es keine Urwälder mehr. Die Wälder von heute sind Nutzwälder und dennoch viel naturnaher als z.B. landwirtschaft­lich genutzte Flächen. In Wäldern kommen viele gesetzlich geschützte Tier- und Pflanzenarten vor. Hinsichtlich der Wertigkeit unserer Wälder für den Naturschutz gibt es aber große Unterschiede: konventionelle Forstwirtschaft auf der einen Seite, nachhaltiges Waldmanagement auf der anderen.

FSC und Biodiversität:

Im FSC-Wald wird naturnahe Waldwirtschaft umgesetzt. Die Befahrung des empfindlichen Waldbodens ist streng limitiert, Biotop- und Totholz werden gefördert, die Bewirtschaftung wird an die Bedürfnisse von gefähr­deten Arten angepasst und Schutzgebiete sind ausgewiesen. Bis zu 10% der Waldfläche werden einer natürlichen Entwicklung überlassen.

Praxisbeispiel für Ihre Unternehmenskommunikation:

Entscheiden Sie sich für eine Art, z.B.  Buntspecht, Auerhahn oder Haselmaus, die besonders gut zu Ihrem Unternehmen passt. Rund um dieses Tier können Sie dann Ihre Kommunikation zu Ihrem Engagement aufbauen. Tiere emotionalisieren Ihre Botschaften und sorgen für eine größere Bekanntheit.

Wasserschutz

Der Wald leistet einen erheblichen Beitrag zum Wasserhaushalt. Der Waldboden reinigt das Regenwasser, so dass vor allem unter na¬turnahen Wäldern besonders gutes Trinkwasser gewonnen werden kann. Die Waldbewirtschaftung hat un¬mittelbar Einfluss auf die Wasserqualität, so wird generell unter Laub¬bäumen hochwertigeres Trinkwasser produziert als unter Nadelbäumen.

FSC und Wasserschutz:

Im FSC-Wald werden vor allem heimische Laubbäume gefördert, Kahl¬schläge sind nur in Ausnahmefällen zulässig und Pestizide können nur auf Grundlage einer gesetzlichen Verpflichtung eingesetzt werden.

Praxisbeispiel:

Wasser ist Leben! Unsere Marke leistet einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung mit frischem Trinkwasser an 10 Trinkwasserbrunnen in Deutschland.

Erholung

Der Wald als Erholungsraum spielt eine große Rolle. 60% der Bevölkerung gehen regelmäßig in den Wald. Etwas mehr als die Hälfte des Waldes in Deutschland gehört Bund, Land und Kommunen und damit den Bürgern/Erholungssuchenden selber.

FSC und Erholung:

Die Einbindung interessierter Bürger (Stakeholder) in die Waldbewirtschaftung spielt im FSC-Wald eine große Rolle. Forstbetriebe beziehen Bürger und Verbände aktiv mit ein, wenn es darum geht, Bewirtschaftungskonzepte zu erarbeiten. Der Wald als Erholungsraum steht somit im Fokus der Überlegungen eines guten, sanften Waldmanagements.

Praxisbeispiel:

Im entsprechenden Wald könnte ein Schild mit folgendem Hinweis stehen: „In diesem Wald genießen Sie dank der freundlichen Unterstützung der Firma … den 50 km langen augewiese Mountainbikestrecke“.

Mehr Infos hier auch als Download

 

 Informationsbroschüre WALD SUCHT PARTNER

 

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WALD SUCHT PARTNER
Zeichen setzen – Ökosystemleistungen fördern

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