Michael Hundt, Leiter der städtischen Forstverwaltung Köln (mitte) nahm die Jubiläumsurkunde entgegen. Rechts: Dr. Subhra Bhattacharjee, Generaldirektorin FSC International; Links: Lars Hoffmann, Pressesprecher FSC Deutschland © Christoph Söldner
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Großes Publikum – Die Jubiläumsfeier fand auf dem Gut Leidenhausen im Rahmen des International Staff Meeting von FSC International statt, © Christoph Söldner
Die Stadt Köln feiert nachhaltiges Waldmanagement
25 Jahre FSC-Zertifizierung
Köln, 22.04.2026 – Die Stadt Köln blickt auf 25 Jahre FSC-Zertifizierung zurück und unterstreicht damit ihr langjähriges Engagement für nachhaltige und klimaangepasste Waldwirtschaft. Die Übergabe der Jubiläumsurkunde fand am 21.04.2026 auf dem Gut Leidenhausen im Rahmen des International Staff Meeting von FSC International statt.
Dr. Subhra Bhattacharjee, Generaldirektorin von FSC International, sagte bei der Übergabe: Kölns 25-jährige Erfahrung mit FSC-zertifiziertem Waldmanagement zeigt, dass Städte eine wichtige Rolle bei verantwortungsvoller Waldwirtschaft übernehmen können. Damit wird ein praktisches Modell geschaffen, das sich auf andere städtische Kontexte weltweit übertragen lässt – in einer Zeit, in der Wälder zunehmend unter Druck stehen.“
Freiwilliges Engagement über die Vorgaben hinaus
Besonders für die städtische Waldwirtschaft ist das sogenannte „Kölner Verfahren“, ein Holzernteverfahren, bei dem Abschnitte mit Pferden vorgefördert und in einem Abstand von mindestens 40 Metern gerückt werden. Das dient nicht nur der Waldbodenschonung und der Effizienz der Holzernte, sondern geht sogar über die anspruchsvollen Anforderungen von FSC hinaus.
Mit für dieses Engagement verantwortlich ist Herr Hundt, Leiter der städtischen Forstverwaltung und langjähriger Begleiter der städtischen FSC-Zertifizierung. Er nahm die Urkunde entgegen und sagte, dass „uns die FSC- Zertifizierung von Beginn an als Beleg für eine ökologische Waldbewirtschaftung wertvolle Dienste geleistet hat. Durch die Möglichkeit für diese Form der Bewirtschaftung auch noch Fördermittel zu erhalten, z.B. für klimaangepasstes Waldmanagement, lohnt sich das Ganze auch wirtschaftlich.“
Zentrale Rolle für Umwelt, Klima und Lebensqualität
Mit einer Gesamtwaldfläche von rund 6.000 Hektar – das entspricht etwa 15 % der Stadtfläche – spielt der städtische Wald eine zentrale Rolle für Umwelt, Klima und Lebensqualität in Köln. Auf 520 Hektar wird die natürliche Entwicklung bewusst sich selbst überlassen. Besondere Einrichtungen wie der Forstbotanische Garten, der Friedenswald, das Waldlabor, der Lindenthaler Tierpark, der Wildpark Dünnwald, das Wildgehege Brück und das Gut Leidenhausen unterstreichen die Vielfalt der städtischen Wälder.
Wald als Lernort für die nächsten Generationen
Darüber hinaus fördert die Stadt Köln Bildung und Umweltbewusstsein durch Einrichtungen wie das Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen und die Kölner Waldschule. Hier lernen Kinder und Jugendliche praktisch und handlungsorientiert, wie sie Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen können. Mit der 25-jährigen FSC-Zertifizierung setzt die Stadt Köln ein deutliches Zeichen für nachhaltige Waldwirtschaft und Biodiversität – ein Engagement, das auch durch Fördermittel des Bundes für klimaangepasste Waldwirtschaft unterstützt wird.
