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Warum FSC-Zertifizierung im Holzbau unverzichtbar ist
FSC Deutschland Geschäftsführer Alfred Schumm spricht am 25. März 2026 auf der „Build in Wood“ in Hamburg
Holz gilt als das Material der Stunde. Architekten, Planer und Bauherren setzen zunehmend auf den nachwachsenden Rohstoff – als Antwort auf die Klimakrise, als ästhetisches Element neben Beton und Stahl und als Beleg für gelebte Nachhaltigkeit. Der Holzbau boomt. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest: Nicht jedes Holz ist gleich.
Genau hier setzt FSC Deutschland an. Als weltweit führendes Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Forstwirtschaft stellt FSC sicher, dass Holzprodukte aus Wäldern stammen, die sozial verträglich und ökologisch bewirtschaftet werden. Im Bauwesen kommt dieser Nachweis einer Schlüsselrolle zu – sowohl für den Klimaschutz als auch für die langfristige Verfügbarkeit des Rohstoffs.
Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftsbereichen überhaupt. Ein Großteil des weltweit geernteten Holzes fließt in den Bau – als Konstruktionsholz, für Türen, Fenster, Böden und Fassaden. Wer heute nachhaltig baut, gestaltet damit unmittelbar die Zukunft unserer Wälder. Das macht die Wahl des Holzes zur Gewissensfrage.
FSC-zertifiziertes Holz bietet hier die zuverlässigste Antwort: Es schützt biologische Vielfalt und Gebiete mit hohem Naturschutzwert, garantiert eine lückenlose und transparente Produktkette – von der Quelle bis zum fertigen Bauwerk – und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen renommierter Bewertungsstandards wie DGNB, LEED und BREEAM.
„Der Holzbau-Boom ist eine große Chance – nun ist es wichtig diesen gut zu gestalten. FSC ist nicht nur ein Kennzeichen auf einem Produkt, sondern eine Garantie dafür, dass die Nachfrage nach Holz gesunde und resiliente Wälder fördert, deren Ökosystemleistungen wir erhalten wollen. Wer mit Holz baut und Nachhaltigkeit anstrebt, darf auf die FSC Zertifizierung mit dem Motto „Wälder für immer für alle“ zählen, so Alfred Schumm, Geschäftsführer von FSC Deutschland.
FSC-Projektzertifizierung ermöglicht Zertifizierung ganzer Gebäude
Das FSC-System bietet für den Holzbau ein durchdachtes Instrumentarium. Neben der Produktkettenzertifizierung, die die Herkunft aller verbauten Hölzer aus verantwortungsvollen Quellen nachweisbar macht, ermöglicht die FSC-Projektzertifizierung, ein einzelnes Bauvorhaben als Ganzes zertifizieren zu lassen. Beispiele belegen, dass dies in der Praxis funktioniert: Das Hochhaus Mjøstårnet in Norwegen – mit 85 Metern das höchste Holzhochhaus der Welt – wurde vollständig aus FSC-zertifiziertem Holz errichtet und trägt die erste FSC-Projektzertifizierung weltweit. In Deutschland ist das achtgeschossige BUGGI 52 in Freiburg das erste FSC-projektzertifizierte Gebäude – ein urbanes Mehrzweckhaus, das zeigt, wie Holzbau auch im verdichteten Stadtgefüge verantwortungsvoll funktioniert.
Debatte auf der Build in Wood: Ist Holz eine knappe Ressource?
Wie die wachsende Holznachfrage im Bauwesen mit den Grenzen einer verantwortungsvollen Forstwirtschaft in Einklang gebracht werden kann, ist eine der drängenden Fragen der Branche. Dieser Frage stellt sich Alfred Schumm am 25. März 2026 auf der Build in Wood in Hamburg. Im Rahmen einer Podiumsdebatte – „Ist Holz eine knappe Ressource?“ von 9:40 bis 10:30 Uhr – diskutiert er gemeinsam mit Architekt Kasimir Altzweig von Störmer Murphy and Partners, Dr. Björn Seintsch, Arbeitsbereichsleiter Waldwirtschaft in Deutschland am Thünen-Institut sowie Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie, welche Rolle Zertifizierungssysteme wie FSC spielen, damit Holz nicht nur kurzfristiger Bau-Trend bleibt, sondern langfristiger Beitrag zum Klimaschutz wird.
