Social impacts of the Forest Stewardship Council certification
Eine Bewertung im Kongobecken

Autoren der Studie: Cerutti, P.O.; Lescuyer, G.; Tsanga, R.; Kassa, S.N.; Mapangou, P.R.; Mendoula, E.E.; Missamba-Lola, A.P.; Nasi, R.; Eckebil, P.P.T.; Yembe, R.Y.
Jahr: 2014
Veröffentlichung: CIFOR

Link zur Studie: https://www.cifor.org/library/4487

Zusammenfassung von FSC Deutschland:
Die Studie untersucht die sozialen Auswirkungen der FSC-Zertifizierung unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung der lokalen Bevölkerung in Kamerun, der Republik Kongo und Gabun. Die Autoren bewerten die Beziehungen zwischen Eigentümer der FSC-zertifizierten Konzessionen in Kamerun und den lokalen Gemeinschaften. Seit Beginn der 90er Jahre wird Forstzertifizierung als Mittel zur Bekämpfung der globalen Entwaldung und Waldschädigung gefördert. Unter den bestehenden Initiativen ist das vom Forest Stewardship Council (FSC) angebotene freiwillige, marktbasierte Zertifizierungssystem am erfolgreichsten.
Eine klare positive Wirkung der FSC-Zertifizierung ergibt sich aus der Förderung von Multi-Stakeholder-Plattformen für eine bessere Kommunikation zur Konfliktlösung. Ein gerechteres Kräfteverhältnis bei der Kommunikation zwischen Stakeholdern muss allerdings noch verbessert und umgesetzt werden.
Im Detail bewertet diese Studie zahlreiche soziale Aspekte einer Reihe von FSC-zertifizierten Konzessionen und vergleicht sie mit der Leistung ähnlicher nicht zertifizierter FMUs in Kamerun, in der Republik Kongo und in Gabun (den einzigen drei Ländern im Kongobecken, in denen FSC-zertifizierte Konzessionen arbeiten). Insgesamt wurden Flächen im Umfang von 5.3 Millionen ha bewertet.
Die Ergebnisse der Studie belegen, dass je länger ein Unternehmen an einem Ort verblieb, desto intensiver wurden die sozialen Beziehungen zur benachbarten Bevölkerung. Es kann belegt werden, dass mit der FSC-Zertifizierung die Anzahl von Konflikten zwischen der lokalen Bevölkerung und den Holzunternehmen abnimmt.

  • bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Arbeitnehmer und ihre Familien

Indikatoren wo es Signifikante Unterschieden gibt zwischen Zertifizierte und nicht-Zertifizierte Konzessionen sind z.B. individuelle Duschen und Toilette Systemen, Krankenversicherung für Mitarbeiter, Sicherungsmaßnahmen auf dem Arbeitsplatz, lokalem Hospitale, aktive soziale Gewerkschaften.

  • integrativere und besser geregelte Institutionen für Verhandlungen zwischen der lokalen Bevölkerung und Holzfällerunternehmen

Indikatoren wo es Signifikante Unterschieden gibt zwischen Zertifizierte und nicht-Zertifizierte Konzessionen sind z.B. Anwesenheit von Institutionen, aktive Institutionen initiiert durch Holzunternehmen, demokratische Wahl von Vertreter, Mechanismen für den Schadensausgleich für die Landbevölkerung.

  • besser verwaltete und effektivere Mechanismen zur Aufteilung der Vorteile; und innovative Methoden zur Bewältigung von Problemen im Zusammenhang mit der Verletzung von Nutzungsrechten zu finden sind

Indikatoren wo es Signifikante Unterschieden gibt zwischen Zertifizierte und nicht-Zertifizierte Konzessionen sind z.B. Private Vorteilsaufteilmechanismen, jährliche neu Aufteilung von Ressourcen an alle Dörfer


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