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Montag, 30 Juni 2014
Vertreter von FSC und der Papierindustrie finden Übereinstimmung für Prüfung von FSC-Aussagen.

Darüber hinaus für das weitere Vorgehen die OCP umzusetzen. Zusammenfassung des 2. OCP-Treffens mit Industriepartnern (Übersetzung)
Kopenhagen, 18. Juni 2014


Hinweis zur Übersetzung: Dieses Dokument wurde von FSC Deutschland übersetzt. Dies bedeutet nicht, dass FSC Deutschland den Inhalt verantwortet. Das Originaldokument hat den Titel „ FSC and paper industry representatives find common ground on need for claim verification and ways to implement the OCP - Summary of 2nd OCP Meeting with Industry Partners, Copenhagen, 18th June 2014“.(siehe Download unten)

Am Mittwoch, 18. Juni 2014, haben sich der FSC-Generaldirektor sowie FSC-Personal mit Partnern der Papierindustrie aus Europa (SCA, Stora, Enso, BillerudKorsnäs, Smurfit Kappa, und CEPI, als Beobachter) getroffen. Dies war ein Folgetreffen eines ähnlichen Treffens, das im April stattgefunden hat und Teil einer Reihe von Treffen war, in denen sich der FSC mit Vertretern aller Kammern berät, um das weitere Vorgehen in Bezug auf OCP zu entwerfen.
Die Gruppe hat sich darauf geeinigt, dass es eine Lücke im aktuellen FSC-COC-System gibt, bei der die Transaktionsdaten zwischen Handelspartnern nicht verglichen werden. Die Lücke erlaubt es, Falschaussagen innerhalb des FSC Systems - zufällig oder absichtlich - weiterzugeben. Die Gruppe hat sich auf darauf geeinigt, dass diese Lücke geschlossen werden muss.
Die Gruppe hat deshalb empfohlen, allgemeine Indikatoren zu entwickeln, die in einer Entwurfsfassung des COC-Standards (Anm. des. Übersetzers: FSC-STD-40-004) eingebracht werden können. Der Standard wird in Kürze öffentlich konsultiert.
Die Gruppe hat sich weiterhin darauf geeinigt, dass die OCP eines der Werkzeuge sein kann, um das Problem anzugehen und Firmen zu helfen, den FSC-Anforderungen zu entsprechen.
Jedoch haben die Industriepartner auch andere Methoden gesehen, um die FSC-Anforderungen zu erfüllten und die Lücke zu schließen. Sie haben deshalb den FSC aufgefordert, weitere der Dimension des Problems entsprechende Belege zu liefern und zertifizierten Betrieben die Flexibilität zu gewährleisten, ihre eigenen Methoden zu entwickeln, um den Kriterien zu entsprechen.
Das würde den Vergleich der Daten zu FSC-Transaktionen zwischen den Firmen und ihren Lieferanten ermöglichen, solange es durch unabhängige Zertifizierungsstellen auditierbar ist. Dies könnte auf Basis von auf einer Risikoeinschätzung basierenden Stichprobenstattfinden. Folgende Merkmale für die Risikoeinschätzung sind denkbar: Geographie, Sektor, risikoreiche Produkte, Komplexität der Herstellung und/oder vorherige Erfüllung der Regeln. Der FSC hat sich verpflichtet, diese Möglichkeiten detailliert als Teil eines Versuchs zu erforschen, um flexiblere Wege für die Problemlösung von Falschaussagen zu finden.
Kim Carstensen, FSC-Generaldirektor und Hans Djurberg, internationales Vorstandsmitglied von FSC, haben zugestimmt, die Anerkennung des Problems der Falschaussagen dem internationalen Vorstand zur Beratung auf seiner Sitzung im Juli vorzulegen. Die Idee, nach flexibleren Möglichkeiten für die Problemlösung neben der OCP soll hierbei auch beraten werden. Die folgenden nächsten Schritte dienen dazu, den Prozess weiter voranzubringen:

  • Der FSC muss das Ausmaß des Problems der Falschaussagen und die aktuellen Schwierigkeiten bei deren Feststellung genauer kommunizieren. Dies soll sicherstellen, dass Zertifikatshalter ein besseres Verständnis darüber bekommen können, warum der FSC die Lücke im COC-Standard kurzfristig schließen möchte.
  • Des Weiteren wird der FSC einen Vorschlag für einen risiko- und stichprobenbasierten Umsetzungsplan entwickeln.
  • Außerdem will der FSC den Entwurf der COC-Standardregeln weiterentwickeln, um spezifische Durchführungsmethoden zu zulassen, die die bestehende Prüflücke zwischen Handelspartnern auf eine kostengünstige und wirksame Weise adressieren und bei denen keine vertrauliche Firmeninformationen in zentralen Datenbanken erfasst werden.
  • Die Industriepartner werden sich mit ihren Kollegen in Verbindung setzen und dafür werben die risiko-basierte Methode zu testen.
  • Die Teilnehmer haben sich darauf geeinigt, dass diese Treffen ihren Zweck erfüllt haben und sich diese Gruppe deshalb nicht noch einmal treffen wird. Unabhängig ist, dass Mitglieder an anderen Beratungen teilnehmen und dass der internationale Vorstand erwägt einen formalen Beratungsausschuss für die weitere Entwicklung einzusetzen.
  • Der FSC wird den Beratungsprozess fortsetzen und erweitern. Er wird die Einsetzung eines formalen Beratungsgremiums in Erwägung ziehen, wenn dies von interessierten Kreise als hilfreich erachtet wird.


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