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Montag, 19 Juli 2021
Zweite Konsultation „FSC-Weihnachtsbaumstandard“

FSC-zertifizierter Weihnachtsbaum (© FSC Deutschland)© FSC Deutschland


Im Rahmen der FSC-Zertifizierung ist grundsätzlich auch die Zertifizierung von sog. „Nichtholzwaldprodukten“ möglich. Hierzu zählen z.B. Pilze, Beeren, Honig, Samen, Wildbret aber auch Weihnachtsbäume und Schmuckreisig. Um entsprechende Produkte als „FSC-zertifiziert“ vermarkten und kennzeichnen zu können, bedarf es eines zusätzlichen Standards für „Nichtholzwaldprodukte“. Grundlage ist immer eine Zertifizierung nach dem „normalen“ Deutschen FSC Standard. Damit können FSC-zertifizierte Nichtholzwaldprodukte wie Weihnachtsbäume ausschließlich auf Waldflächen erzeugt werden. Der aktuelle Entwurf für den „FSC-Nichtholzwaldprodukte-Standard“ sieht z.B. für Weihnachtsbaumkulturen im Wald vor, dass hier Waldinnenränder mit heimischen Straucharten angelegt werden, bei Aufgabe der Kulturen nicht-heimische Baumarten vor der ersten Blühphase entnommen werden, auf den Einsatz von Torf verzichtet wird, Neem-Präparate und Naturpyrethrum nur sprühend ausgebracht werden und bei der Neuanlage von Kulturen zu Flächen, die mit heimischen Baumarten botanisch eng verwandter Arten bestockt sind, ein Mindestabstand von 200m eingehalten wird. Ein erster Entwurf für einen Nichtholzwaldprodukte-Standard wurde bereits konsultiert und zwischenzeitlich die eingegangenen Kommentare in einen zweiten Entwurf integriert. Vor allem all´ jene die ein Interesse an FSC-zertifizierten Weihnachtsbäumen haben, sind dringend aufgerufen die Vorschläge zu kommentieren um sicherzustellen, dass praxisnahe und angemessen anspruchsvolle Indikatoren entstehen. Der zweite Standardentwurf kann HIER bis 30.09.2021 kommentiert werden.


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