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Donnerstag, 27 März 2014
Holznachweissystem: eine sehr aktuelle Debatte

FSC OCP - Herkunftsnachweis für Holz, eine Frage der Glaubwürdigkeit (© FSC Deutschland)© FSC Deutschland

FSC sieht Debatte um OCP als Indikator für die hohe Relevanz des Themas Glaubwürdigkeit bei der Holzherkunft


FSC Deutschland zeigt sich erfreut über die Resonanz zum Start der freiwilligen Test-Phase seiner Plattform für FSC-Aussagen, der Online-Claims-Platform (OCP). Insbesondere die Debatte in der Fachöffentlichkeit sowie die umfangreiche Kommunikation durch Vertreter der Holzindustrie zeigen die Aktualität des Themas. Dies bestätigt, dass der FSC beim Thema „Glaubwürdigkeit bei der Holzherkunft“ am Ball ist, die Qualität seines Systems kontinuierlich steigert und hier erneut eine Vorreiterrolle übernimmt. Nach Überzeugung des FSC Deutschland ist die Frage der Glaubwürdigkeit ein Thema, dem sich die gesamte Holz-Branche stellen muss.

Seit einigen Monaten wird das Thema der geplanten Nachweisplattform für FSC-Aussagen (OCP) innerhalb des FSC sowie in Fachkreisen intensiv diskutiert. Die kürzlich begonnene Testphase bei einigen Unternehmen, die freiwillig die OCP nutzen, wird derzeit auch seitens der Holzindustrieverbände intensiv begleitet. Der FSC Deutschland begrüßt diese aktive Auseinandersetzung mit der FSC-Zertifizierung. Dies zeigt die herausragende Bedeutung von FSC und die Notwendigkeit einer unabhängigen Nachweisführung für die Holzindustrie sowie das holzverarbeitende Gewerbe.

Die vom Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) durchgeführte, nicht repräsentative Umfrage zum Thema OCP bei europäischen Unternehmen in der Holzverarbeitung unterstreicht nach Auffassung des FSC Deutschland, wie wichtig de Frage der Glaubwürdigkeit im Holzhandel heute ist. Insbesondere in Zeiten massiv fortschreitender Waldverluste, häufig angetrieben durch international operierende kriminelle Netzwerke, können Qualitäts- und Legalitätssicherungssysteme nicht mehr alleine auf Vertrauen und wenigen Dokumenten basieren. Einkäufer und Verbraucher benötigen ein Mehr an Sicherheit. Ein elektronisches System zur Überprüfung von Aussagen zur Holzherkunft birgt die Chance, in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts diese Sicherheit zu gewährleisten. Damit ergibt sich für die gesamte Holzbranche endlich die Möglichkeit sich glaubwürdig, erkennbar und nachvollziehbar von den „schwarzen Schafen“ der Branche abzusetzen. Der Wettbewerb mit Holz aus unerlaubter Herkunft würde entfallen.

Nach eigener Angabe möchte der DHWR mit den Ergebnissen aus seiner in dieser Woche auslaufenden Umfrage zwischen FSC und Zertifikatshaltern vermitteln. Dies unterstützt auch die Bestrebungen des FSC, alle Beteiligten mit ihren Erfahrungen, aber auch Meinungen in den Standardsetzungsprozess einzubinden. Die Organisation verfolgt dieses Prinzip der Stakeholder-Beteiligung mit öffentlichen Konsultationen in nahezu allen Bereichen. Hier wird das Umfrage-Ergebnis bei europäischen Unternehmen sicher neben anderen Erkenntnissen, wie zum Beispiel den Erfahrungen von Unternehmen aus der ganzen Welt, die die Online-Claims-Platform bereits in der Praxis testen, einfließen.

Bisher gibt es bei FSC noch keine Entscheidung, ob, wann und mit welchen Modifikationen es zur verbindlichen Einführung der OCP für alle zertifizierten Betriebe kommen wird. Nach einer Test-, Dialog- und Weiterentwicklungsphase wird darüber entschieden. Allein auf freiwilliger Basis können Unternehmen die OCP bereits nutzen.
 
Bei der Wichtigkeit der Glaubwürdigkeitsfrage für die gesamte Holzindustrie erhofft sich der FSC bei der Interpretation und der folgenden Debatte insgesamt mehr Sachlichkeit im Sinne des Waldes und für die Zukunft des kostbaren und schönen Rohstoffs Holz.

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Aktuelle informationen zur OCP finden Sie unter (englisch): http://ocp-info.fsc.org/
Die aktuellen Informationen zu OCP auf Deutsch finden Sie unter: http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.5 […]



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