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Donnerstag, 01 April 2021
Nachhaltig Freude mit Holz-Gartenmöbeln

Gartenmöbel (© Dehner Gartencenter)© Dehner Gartencenter

Laut Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) sind in etwa 35 Prozent der Outdoor-Möbel in Deutschland aus Holz (Tendenz steigend), 30 Prozent bestehen aus Kunststoff wie beispielsweise Polyrattan und 25 Prozent sind aus Metall gefertigt.


Beim Kauf von Holzmöbeln – besonders den beliebten Tropenhölzern - sollte auf das FSC-Siegel geachtet werden. Denn nur so ist sichergestellt, dass das Material der gekauften Produkte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Die gute Nachricht: Laut Einschätzung des Marktteams von FSC Deutschland ist das deutlich überwiegende Angebot für Endverbraucher am Markt FSC-zertifiziert. Eigentlich alle großen Anbieter und Handelsketten, sowie die relevanten Internet-Handelshäuser, bieten FSC-zertifizierte Gartenmöbel ab Lager und standardmäßig an. Gartenmöbel aus Holz mit FSC-Zertifizierung geben dem Konsumenten somit Sicherheit, dass sie mit dem Kauf nachhaltige Entwicklung, Verbesserung sozialer Standards und den Erhalt der ökologischen Vielfalt fördern. Beim Kauf von nicht FSC-zertifizierten Holzprodukten besteht – gerade bei Tropenholz - die Gefahr, dass Holz illegal geschlagen wurde und zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt unterlassen oder soziale Standards und faire Arbeitsbedingungen für die Waldarbeiter*innen nicht eingehalten wurden.

„Holz ist aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Qualitätseigenschaften, seiner Optik und Haptik allen alternativen Trends zum Trotz weiterhin unangefochten das bevorzugte Material der Deutschen, wenn es um Gartenmöbel geht. Mit der richtigen Pflege und mit dem guten Gewissen, Möbel aus Holz aus verantwortungsvoller Bewirtschaftung zu erwerben, hat man besonders nachhaltig im doppelten Sinne Freude an seinen Outdoor-Möbelstücken.“, so Ulrich Malessa, Leiter Markt bei FSC Deutschland.

Plädoyer für Holz im Außenmöbel-Einsatz

Gartenmöbel (© Dehner Gartencenter)© Dehner GartencenterHolz fügt sich nicht nur optimal in die Optik des Gartens ein, es kann zudem auch mit Haltbarkeit und Qualität punkten. Denn qualitativ hochwertig verarbeitetes Holz ist nicht nur robust, es erweist sich auch als äußerst langlebig und Holzmöbel können gut repariert werden. Möbel aus Holz wirken sehr natürlich und selbst bei heißen oder kühleren Temperaturen hinterlassen sie ein angenehmes Körpergefühl. Ausgewählte Holzarten haben eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen den Befall mit Pilzen, darunter auch Schimmel, sowie Insekten und gegenüber wechselnder Witterung. Besonders witterungsbeständig, UV- Nässe- und Fäulnisresistent und pflegeleicht sind Harthölzer. Neben Eukalyptus und Robinie ist Teakholz besonders beliebt. Bei Holzterrassen im Außenbereich kommen überwiegend Douglasie, Lärche oder auch thermisch behandelte Kiefer zum Einsatz.

Die Pflege ist wenig aufwendig: Ein feuchtes Tuch reicht zur Reinigung - von Zeit zu Zeit sollte man die Möbelstücke einölen und auch hin und wieder mal abschleifen, wenn die Oberfläche zu rau wird. Wer die ursprünglichen Brauntöne erhalten will, muss gelegentlich mit Öl nachbehandeln. Im Winter sollten Holzmöbel überdacht oder auf trockenem Untergrund unter einer Schutzhülle gelagert werden.

Die richtige Material-Wahl

Teakholz ist als Gartenmöbelholz sehr beliebt, denn es bleibt ohne Behandlung mit Holzschutz lange haltbar und ist unbehandelt nahezu konkurrenzlos in seiner Witterungsbeständigkeit. Pilze und Insekten können Teakholz nichts anhaben. Hinzu kommt seine Wasserwiderstandskraft. Der große Vorteil: Gartenmöbel aus Teakholz brauchen kaum Pflege.

Das handelsübliche Akazienholz ist ebenfalls sehr gefragt. Hier gibt es eine tropische Art, die häufiger anzutreffen ist, und die Robinie, die Pseudo-Akazie. Diese stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird aber zumeist in Südosteuropa geerntet. Diese bringt eine Holzoptik mit, die dem der echten Akazie sehr ähnelt. Gartenmöbel aus Robinienholz sind wie Teakholz sehr witterungsbeständig und widerstandsfähig gegenüber Pilzen und Insekten.

Ursprünglich stammt der Eukalyptus aus Australien, wird aber in allen warmen Ländern angebaut und damit in großen Mengen verfügbar. Es handelt sich um ein Hartholz mit ebenfalls guten Eigenschaften bei Widerstandskraft gegenüber Schädlingen und Witterungseinflüssen.

Tropenholz – ja, aber nur mit FSC-Siegel!

Gartenmöbel (© Dehner Gartencenter)© Dehner Gartencenter„Tropenholz ist inzwischen fast zu einem „Unwort“ geworden. Wenn es allerdings aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt, ist es aus ästhetischer und technischer Sicht oft die beste Lösung,“ erklärt Ulrich Malessa Leiter Marktbereich bei FSC Deutschland. Schließlich gäbe es auch Wege, Schutz und Nutzung tropischer Wälder in Einklang zu bringen. Verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nach den Grundsätzen des FSC soll sowohl zu nachhaltiger Entwicklung als auch zur Verbesserung sozialer Standards und zur Aufrechterhaltung der ökologischen Vielfalt beitragen, um auch nachfolgenden Generationen intakte Waldsysteme zu garantieren. Zusätzlich punkten Harthölzer aus den Tropen damit, dass sie deutlich langlebiger sind als Produkte aus Kunststoff oder vielen europäischen Holzarten. Sie müssen nicht so schnell erneuert werden und schonen damit das Klima und den Wald.

Die weltweit gültigen FSC-Standards zur Waldbewirtschaftung basieren auf zehn Prinzipien Diese, um nationale Anforderungen ergänzt, bilden die Basis für die Arbeit der Förster im Wald. Jährliche Kontrollen aller zertifizierten Betriebe sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien, transportieren das Versprechen einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung über Verarbeitung und Handel bis zum Verbraucher. Deswegen wird der FSC als einziges Waldzertifizierungs-System von großen unabhängigen Umwelt- und Sozialverbänden ebenso unterstützt wie von der Forst- und Holzindustrie.


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