Aktuelles

Nachrichten und Themen rund um unsere Aktivitäten


Donnerstag, 19 November 2020
Der Weg(gang) des Plastiks

Einweg-Plastik (© Unsplash (Brian Yurasits))© Unsplash (Brian Yurasits)

und die Bedeutung der verantwortungsvollen Waldwirtschaft


Nächstes Jahr wird die Herstellung von Einweg-Plastikprodukten EU-weit verboten und viele Produkte, wie beispielsweise Einwegbesteck aus Plastik, werden nicht mehr verfügbar sein. Um den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent zu Ende zu denken, sollten Alternativen auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus dem Wald, dann jedoch auch unbedingt aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammen und mindestens FSC-zertifiziert sein.

Das Plastik-Problem

Stündlich verbrauchen wir in Deutschland im Schnitt 320.000 Einwegbecher und produzieren jährlich durch Einweggeschirr und Take-Away Verpackungen mehr als 346.000 Tonnen Müll. Die Gesamtmenge der Kunststoffabfälle lag 2017 bei etwa 6,15 Millionen Tonnen - Tendenz steigend . Diese Zahlen sind in mehrerlei Hinsicht alarmierend: Kunststoffprodukte werden in der Regel aus nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Erdöl hergestellt. Die Förderung von Erdöl und Verarbeitung zu Kunststoffverpackungen hat fatale negative ökologische und soziale Folgen. Laut dem WWF gelangen außerdem weltweit jährlich 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik in die Meere, wo Meerestiere und Vögel die Plastikteile mit Nahrung verwechseln oder sich darin verfangen können.

Um auf die steigenden Mengen an Plastikmüll und die damit verbundene Umweltbelastung zu reagieren, hat die Europäische Union ein Gesetz auf den Weg gebracht, nach dem ab Juli 2021 die Herstellung von Einweg-Plastikprodukten, für die es schon nachhaltigere Alternativen gibt, verboten ist. Dazu gehören u.a. Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und auch Luftballonstäbe aus Kunststoff. Das bedeutet, dass für solche Produkte, die von dem Verbot betroffen sind, Alternativen gefunden werden müssen: Optimalerweise geschieht das durch den Einsatz von Mehrwegprodukten, wodurch Abfall vermieden wird, wie z.B. bei Trinkhalmen aus Glas oder Edelstahl. Wenn das nicht möglich ist, werden nachhaltigere Materialien für Einwegprodukte benötigt - und diese findet man häufig in Form von nachwachsenden Rohstoffen aus dem Wald.

Die Priorität sollte, unabhängig vom benutzten Material, immer auf der Vermeidung von Abfall liegen. Doch obwohl auch Einwegprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Karton oder Holz nur eine kurze Lebensdauer haben, bieten Produkte auf Basis von Holz und dessen Folgerohstoffen (u.a. Zellstoff) häufig Vorteile gegenüber Kunststoff: Da sie auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, ist ihre Verfügbarkeit nachhaltig langfristig gesichert, die Gewinnung ist weniger riskant als die des Erdöls und sie enthalten weniger Schadstoffe. Außerdem sind Produkte aus Holz oder Karton in der Regel biologisch abbaubar bzw. effizient zu recyclen und schonen dadurch die Umwelt.

Waldbasierte Alternativen und die Bedeutung von verantwortungsvoller Forstwirtschaft

Zuletzt haben zahlreiche Unternehmen in allen Branchen Alternativen aus Holz, Bambus oder anderen waldbasierten Materialien für ihre aus Kunststoff hergestellten Einwegprodukte gefunden. Doch diese Umstellung und die damit einhergehenden Nachfrage nach waldbasierten Produkten erfordert, dass negative Auswirkungen sich nicht auf andere Bereiche verlagern. Probleme wie Entwaldung oder illegaler Holzeinschlag, die in diesem Zusammenhang auftreten können, würden dem ursprünglichen Nachhaltigkeitsziel widersprechen.

Als verlässlichste Lösung für verantwortungsvolle und nachhaltige Waldwirtschaft setzen viele Unternehmen bereits auf FSC-zertifizierte Alternativen. Bei Papstar, einem Hersteller von Einweggeschirr, gehören nachhaltiges Material und dessen verantwortungsvolle Herkunft alternativlos zusammen: „Unsere PAPSTAR pure Serviceverpackungen aus FSC-zertifiziertem Karton sind ideal zum Verpacken und Transportieren von Food To Go aller Art. Damit man auch unterwegs mit gutem Gewissen zugreifen kann, kommt bei der Produktion aller Pappartikel von PAPSTAR ausschließlich Holz aus nachhaltiger, FSC®-zertifizierter Forstwirtschaft zum Einsatz.“, so schreibt das Unternehmen in seiner PAPSTAR pure Broschüre.

Durch den Kauf von FSC-zertifizierten Produkten werden die Wälder der Welt geschützt, eine moderne nachhaltige Forstwirtschaft gefördert und eine verantwortungsvolle Herkunft der Materialien aus dem Wald gesichert.

Quellennachweise:
[1] https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/einwegplastik-wird-verboten-1763390
[2] https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell


© Forest Stewardship Council® · FSC® F000213