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Montag, 24 Juni 2019
TV-Tipp: Gorillaschutz im Kongo

Die meisten Gorillas leben nicht in Nationalparks, sondern in forstwirtschaftlich genutzten Wäldern. (© Längengrad Filmproduktion)© Längengrad Filmproduktion

Am Beispiel der FSC-zertifizierten IFO Konzession in der Republik Kongo zeigt eine arte Dokumentation (Erstausstrahlung 24.6.19 um 18.35 Uhr), wie bedrohte Tierarten wie z.B. der Flachlandgorilla durch verantwortungsvolle Waldwirtschaft geschützt werden. Darüber hinaus beleuchtet die Dokumentation eindrucksvoll die schwierige Lage für die Wälder in dieser Region und Lösungen, wie FSC-zertifizierte Unternehmen soziale und ökologische Werte schützen.


Das Forstunternehmen IFO erhielt 1999 eine Waldkonzession vom Staat der Rep. Kongo, über die Bewirtschaftung einer Fläche halb so groß ist wie die Fläche von Mecklenburg-Vorpommerns.
Dort hat sich das Unternehmen an nach den FSC-Standards zertififizieren lassen. Unter anderem besagen die FSC-Regeln dort, dass auf Gebieten, wo viele Gorillas oder Waldelefanten leben, kein Baum gefällt werden darf.

Den Rest ihres Konzessionsgebiets musste IFO nach Managementplan in 30 Zonen einteilen, wobei jedes Jahr nur in einer dieser Zonen gearbeitet werden darf. Statt Kahlschlag findet selektive Fällung statt, denn je Fläche, die so groß ist wie zwei Fußballfelder, darf nur maximal ein Baum entnommen werden.
Unter diesen Bedingungen sind bedrohte Tiere, wie der Flachlandgorilla gut geschützt und die Population ist stabil.

Nach Zählungen unabhängiger Experten sind die Affenbestände auf der Konzession nicht nur stabil geblieben, dort leben sogar mehr Affen als beispielsweise im benachbarten Nationalpark.

Dieses Beispiel aus dem Congo zeigt: Nachhaltige Nutzung der Regenwälder kann ihre Zerstörung verhindern und damit den Lebensraum einer faszinierenden Tiere und Pflanzenwelt bewahren. Die Alternativen zu der FSC-zertifizierten Waldnutzung in diesem aufstrebenden Land sind vielfach trostlos, Minenfirmen aus Ostasien schwemmen in anderen Waldgebieten, wertvolle Edelmetalle aus dem Waldboden und hinterlassen ein Bild der Verwüstung.

Auch sozialen Fragen, wie z.B. die Beteiligung von Dorfbewohnern und indigenen Gruppen in den riesigen Gebieten der Konzessionsfirma, stellten sich die FSC-zertifizierten Betriebe und leisten damit Pionierarbeit.

Dokumentation in voller Länge auf arte am 24. Juni 2019 um 18.35 Uhr
Am 24. Juni 2019 um 18.35 Uhr strahlt der Fernsehsender arte eine 45minütigen Dokumentation über die FSC-zertifizierten Konzessionsgebiete, sowie den angrenzenden Nationalpark im Norden der Rep. Kongo aus. Dabei geht es u.a. um Fragen des Artenschutzes, alternative Ressourcennutzung durch Minen, soie um soziale Fragen mit Blick auf die lokale Bevölkerung, indigene Völker und die Waldarbeiter.


Zur Sendung und der Dokumentation (Nur für begrenzte Zeit abrufbar):
https://www.arte.tv/de/videos/073107-002-A/naturpa […]


Hier finden Sie den kurzen Beitrag von ARD, W wie Wissen:

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ […]


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