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Freitag, 12 April 2019
Neue Hoffnung für eine Dorfgemeinschaft in Uganda

cattle in the forest (© ©FSC Africa / Janette Bennett)© ©FSC Africa / Janette Bennett

In Uganda hilft ein Forstunternehmen Landwirten ihren Lebensstandard zu verbessern und gleich-zeitig gegen Landübergriffe vorzugehen.


Als Rogers Kutesa in das Dorf Kyabajojo in Zentraluganda zog, suchte er nach Land, um Landwirtschaft zu betreiben und seine Rinder weiden zu lassen.
Das Land, wo er zuvor lebte, musste er verlassen, weil dort Menschen eindrangen und das Gebiet unter sich aufteilten. Wäre er dortgeblieben, hätte er um sein Überleben kämpfen müssen, denn das Land, wo er zuvor lebte, wurde zerteilt. Trotz positiver Erwartungen verbesserte sich seine Situation zunächst nicht …bis er auf die Forstfirma Global-woods traf, die dort ansässig ist.

„Global-woods hat uns in vielerlei Hinsicht unterstützt, damit wir uns als moderne Bauern durch Schulungen zu verbessertem Anbau und dem Einsatz von Düngemitteln weiterentwickeln können."
2012 bekam Rogers von Global-woods Düngemittel für seine Kaffee- und Bananenplantagen und eine Kuh, die ihm half, sich und seine Familie zu ernähren. Kurze Zeit später brachte die Kuh ein Kalb zur Welt, das Rogers Kent nannte. Rogers beschloss, die Kuh an eine andere Familie zu verkaufen, um mehr Geld zu bekommen und das Kälbchen Kent für sich zu behalten. Als ausgewachsene Kuh brachte Kent kürzlich ihr eigenes Kalb zur Welt. Rogers nannte das neugeborene Kalb "Hope." Für Roger ist es Symbol dafür, wie sich sein Leben verbessert hat.

Rogers' Plantagen versorgen jetzt seine Familie und es gibt einen Überschuss, den sie verkaufen können. Die Einnahmen aus diesen Verkäufen decken das Schulgeld für seine fünf Kinder und er kaufte sich einen Wassertank. „Alles kommt von hier," sagt er und spaziert stolz auf seine grünen Bananenbäume zu.

In Menschen investieren

villagers use the roads through the forest (© ©FSC Africa / Janette Bennett)© ©FSC Africa / Janette BennettRogers und andere Bauern in der Region haben in einem längeren Prozess ein Abkommen mit global-woods unterzeichnet, um das Waldreservat Kikonda rund um Kyabajojo zu schützen. Als global-woods im Waldreservat Kikonda eine Bewirtschaftungslizenz für mehr als 12.000 ha erhielt, wurden sie schnell mit einer großen Herausforderung konfrontiert: illegale Landübergriffe, denn das Land ist in diesem Gebiet ist nicht klar abgegrenzt und deshalb wird Landbesitz der lokalen Bevölkerung nicht immer anerkannt.

Global-woods versuchte gemeinsam mit verschiedenen Gemeinden herauszufinden, warum Familien, die um das Konzessionsgebiet herum leben, in die Reservate einbrechen. Das Ergebnis war, dass diese Familien auf die Erträge aus den Reservaten angewiesen sind. Als Folge ergriff das Unternehmen Maßnahmen, um Menschen zu unterstützen, wie sie es bei Rogers Kutesa vormachten.

Global-woods hat ein eigenes CSR-Programm entwickelt, das dazu beiträgt, nachhaltige Lebensgrundlagen für Viehhalter und -züchter zu schaffen. Dieses Programm adressiert in erster Linie die Menschen, die zuvor in das Kikonda-Reservat einbrachen und soll ihnen eine sichere Lebensgrundlage bieten, damit sie keinen Landraub mehr begehen.

Heute werden die Landwirte von global-woods dabei unterstützt, die Bodenfruchtbarkeit und Produktivität in den von ihnen bewirtschafteten Regionen zu verbessern. Außerdem erhalten Klein-bauern Unterstützung bei der Zucht, Fütterung, Produktion und um die Gesundheit der Tiere zu verbessern. Bislang hat Global-woods 1.012 Landwirte und 367 Viehhalter unterstützt.

Landwirte unterstützen sich selbst

eucalyptus (© ©FSC Africa / Janette Bennett)© ©FSC Africa / Janette BennettFred Muwalampya baute für seinen eigenen Bedarf im Kikonda-Waldreservat an, weil sein eigenes Land in der Kazo-Region von Unkraut befallen wurde. „Ich wusste, dass es illegal ist, im Wald zu pflanzen", sagt er. „Aber ich bin das Risiko eingegangen, weil der Boden dort besser ist."

Als er 2012 mit der Arbeit bei der Forstfirma global-woods begann, änderte sich seine Situation.
„Ich habe gelernt, dass mein eigener Boden so fruchtbar sein kann wie der Wald, wenn ich ihn besser bewirtschafte." Er begann, seinen Mais in Reihen mit dem empfohlenen Abstand zu pflanzen. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich sein Grundstück zum am besten bewirtschafteten Grundstück innerhalb zwei von Landkreisen.

Fred bekommt jetzt 2,8 Tonnen Mais pro Hektar in einer Saison und beschäftigt 10 weitere Personen in Saisonarbeit. Um seine Landwirtschaft zu vergrößern, vergrößert es nach und nach seinen Viehbestand. Mit den Gewinnen aus seiner Ernte kann er das Darlehen von global-woods zurückzahlen, mit dem er eine Anlage zur Lagerung von Mais finanzierte. Fred bezahlt jetzt das Schulgeld für 10 Kinder. Er baut ein Backsteinhaus, kauft zusätzliches Land von seinen Nachbarn und plant ein Auto zu kaufen. „Mein Land ist gut", sagt er und bückt sich, um ein Unkraut aus dem gemulchten Boden zu pflücken. Global-woods sponserte ihn auch für eine Studienreise zu einem führen-den Bananenbauer in Süduganda und er steht ständig in Kontakt mit den Landwirtschaftsverantwortlichen des Unternehmens.

Zusammenarbeit

eucalyptus.2 (© ©FSC Africa / Janette Bennett)© ©FSC Africa / Janette BennettDas Unternehmen hat rund 6.000 Erwachsene und 3.000 Schulkinder aus den umliegenden Dörfern in den Bereichen Umweltschutz und nachhaltige Forstwirtschaft geschult.

Die FSC-Zertifizierung ist ein zentraler Bestandteil des Ansatzes des Unternehmens. Ihr Programm bezieht sich auf das 4. FSC-Prinzip, das Unternehmen anweist, zum Erhalt oder zur Verbesserung des sozialen und wirtschaftlichen Wohlergehens der Gemeinden beizutragen.

„Wir mussten uns an unser Umfeld anpassen", sagt der global-woods-Nachhaltigkeitsmanager JohnMary Kisembo. „Durch unsere soziale Unternehmensverantwortung und unsere Managementprozesse, die in den FSC-Prinzipien und Kriterien verankert ist, sind wir in der Lage, die Herausforderungen des Landes zu meistern. Wenn wir auf andere gewartet hätten, um die Probleme zu lösen, hätten wir diesen Wald so wie er ist heute nicht."


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