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Freitag, 01 Februar 2019
arte/SWR Film - jetzt hat der echte Häuptling das Wort

Im Film "Die Ausbeutung der Urwälder" von Manfred Ladwig und Thomas Reutter (arte, 16.10.18) war manches wohl nicht so wie es von den Journalsiten dargestellt wurde.


In Brasilien wurden indigene Gemeinschaften gefilmt und Menschen interviewt, die nicht für das Dorf Nova Esperanca sprechen. Die gezeigte Frau ist nicht indigener Abstammung und wohnt lediglich auf dem Land. Der gezeigte Häuptling Nailton der Pataxó, gehört zu einem anderen Stamm der Pataxó Indianer, der viel weiter im Norden sein Gebiet hat und in dem es auch keinen Eukalyptus und kein FSC-zertifiziertes Unternehmen gibt. Trotzdem erhebt dieser (in den örtlichen Medien sehr bekannte) Häuptling schwere Vorwürfe gegen FSC und die Arbeit eines FSC-zertifizierten Betriebes.

Jetzt spricht der echte Häuptling von Nove Esperanca:
In diesem Video geht der Häuptling Cacique Ubiratan des Dorfes Nova Esperanca auf die falsch dargestellten Inhalte in der ARD-Reportage ein. Der APRUNVE-Präsident Ronilson Rodriguez da Silva betont ebenso die verzerrte Darstellung durch den arte Film und zeigt den Alltag, der aber in der Reportage keine Darstellung fand.

Häuptling Cacique Ubiratan bat nun den FSC darum sein Video zu verbreiten, da sein Brief an die Verantwortlichen des SWR bisher unbeantwortet blieb.

Im Anschluss berichtet der APRUNVE-Präsident Ronilson Rodriguez da Silva, von einer kleinen lokalen Initiative im Süden Bahias von seinem Leben und der Arbeit mit FSC-zertifizierten Plantagen in der Nachbarschaft. Er betont ebenso die verzerrte Darstellung und zeigt den Alltag, der aber in der Reportage unerwähnt blieb, da offensichtlich nur negative Berichte zur Geschichte der Filmemacher passten.


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