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Montag, 04 Februar 2019
Indigene Vertreter wehren sich gegen Dokumentarfilm

Häuptlinge erheben schwere Vorwürfe gegen "Die Ausbeutung der Urwälder", gezeigt am 16.10.2018 in arte: Tatsachen seien falsch dargestellt, fingierte und falsche Interviewpartner, kein Respekt vor indigener Tradition und Kultur, Ignoranz gegenüber FPIC


Nach der Ausstrahlung des kritischen Films "Die Ausbeutung der Urwälder", der Filmemacher Reutter & Ladwig in arte am 16.10.2018, meldeten sich betroffene Personen der indigenen Gemeinschaft der Pataxó aus dem Süden der Brasilianischen Provinz Bahia. Dort hatte der Film u.a. mit mehreren Interviews behauptet, die indigenen Gruppen seinen dort in ihrer Existenz bedroht, durch das FSC-zertifizierte Unternehmen Veracel.

In der Darstellung der offiziellen Häuptlinge der gezeigten Dörfer und der Region liest sich dies nun deutlich anders als es die Journalisten in ihrem Film behaupten.

Die Dokumente wurden durch einen unabhängigen Übersetzer möglichst nah am Original aus dem portugiesisch übersetzt. Die Originaldokumente haben wir hier ebenfalls beigefügt.

Nach Aussage der indigen Vertreter, die dieses Schreiben ursprünglich als öffentliche Beschwerde an die verantwortliche Sendeanstalt SWR bereits im November 2018 geschickt hatten, blieb nach unserer Kenntnis bisher durch den Sender unbeantwortet.

Kenner der Situation der indigenen Völker in Brasilien von unabhängigen NGOs haben die Echtheit der Dokumente und die geschilderten Themen als zutreffend bewertet.



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