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Mittwoch, 09 Januar 2019
Bericht zu Schutzrechtsverletzungen der FSC®-Warenzeichen 2018

FSC geht gegen Missbrauch vor


Zwischen dem 20. Februar und dem 31. Dezember 2018 sind Anfragen zu 47 Fällen im Trademark-Team eingegangen. Alle Fälle wurden bereits bearbeitet oder sind in der Bearbeitung.

- 8 Fälle wurden an Kollegen (FSC International oder Network Partner) abgegeben.
- 11 Anfragen sind noch in der Bearbeitung. Einige stehen kurz vor dem Abschluss, bei anderen erfolgte der Erstkontakt.
- 28 Fälle sind zu einem Ergebnis gekommen. Zum Beispiel wurden die FSC-Warenzeichen auf Webseiten und Katalogen entfernt, oder die Nutzung der Warenzeichen mit einer Werbelizenz rückwirkend ermöglicht. Bei einem Fall wurde entschieden, dass keine Maßnahmen ergriffen werden.

Absicherung der Holzkohlelieferkette: FSC Deutschland hat 39 Produkte mit FSC-Kennzeichen gekauft und deren Holzarten in Laboren getestet. Dabei wurden bei 4% der Proben durch weitere Nachforschungen festgestellt, dass das Produkt die FSC-Warenzeichen fälschlicherweise trug. Dies führte dazu, dass die Lebensmittelhändler Lidl und Aldi FSC-Produkte aus den Regalen nahmen. 2 Zertifikate in der Holzkohlelieferkette mit hoher Relevanz für den deutschen Markt wurden suspendiert. Weitere Nachforschungen sind noch in Arbeit.

Im Grundsatz gehen wir jeder Anfrage und jeder Entdeckung nach. Dabei steht für uns der Verbraucherschutz an erster Stelle, gefolgt von Fairness im Wettbewerb und dem Schutz unserer Glaubwürdigkeit und Marke. Zunächst werden die Informationen zusammengetragen, die zu dem Fall zu finden sind. Z.B. Anzahl der Druckeinheiten mit der falschen FSC®-Warenzeichen Verwendung, deren Verbreitung und deren Verbleib (z.B. noch auf Lager, in der Verteilung oder bereits ausgeliefert) und damit, ob ein Schaden für die Marke entstanden ist oder dieser noch abgewendet werden kann. Dazu nehmen wir Kontakt mit dem Verursacher auf und arbeiten uns dann, falls nötig, entlang der Lieferkette zu weiteren Parteien.

Die folgenden Optionen für weitere Schritte stehen u.a. zur Verfügung:
- Nach Information und Aufklärung der Akteure den Fall beilegen.
- Begleitung der Akteure bei zukünftigen, korrekten Umsetzungen, z.B. durch Zertifizierung.
- Juristische Schritte einleiten, wie eine einstweilige Verfügung oder eine Entkennzeichnung, Korrektur oder Vernichtung des Lagerbestandes.

In den meisten Fällen entsteht die Schutzrechtsverletzung jedoch aus Unwissenheit. Nach einer Aufklärung und schriftlichen Zusicherungen können viele Fälle abgeschlossen werden.

Ein besonderer Fokus lag im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit den internationalen Kollegen auf dem Thema Holzkohle.

Hinweise bitte jederzeit an service at fsc-logo point de.
Vielen Dank an die zahlreichen Unterstützer und Hinweise!


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