FSC-Vollversammlung am 16./17.Juni 2010 
im Grugapark Essen

FSC ist der Front-Runner für nachhaltige Waldbewirtschaftung

 



Freiburg, 18.06.2010: Der nachhaltige Umgang mit Wald und die Herstellung von Produkten aus verantwortungsvoll gewonnenen Rohstoffen ist kein Randthema mehr, sondern längst gesellschaftliche Querschnittsaufgabe. Verlässliche Zertifikate spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, sowohl für den Endverbraucher als auch für produzierende Unternehmen. Das Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) ist in diesem Bereich der Front-Runner und gilt branchenübergreifend als wichtiges Instrument für Corporate Social Responsibility.

Das Engagement des FSC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene war Motto der diesjährigen FSC-Vollversammlung am 16./17.06. in Essen, der zentralen FSC-Veranstaltung des Jahres in Deutschland. Über 100 Akteure aus (Forst-) Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften sowie der NGO- und Nachhaltigkeitsszene folgten der Einladung der Stadt Essen und diskutierten in der Orangerie im Grugapark über wegweisende Themen, die den FSC weiterhin als Zugpferd im Bereich Waldzertifizierung stärken sollen. Diskutiert wurde u.a. über die internationale Verantwortung bei der Nutzung von Tropenwäldern, aber auch über Entwicklungspotentiale der regionalen Holzversorgung mit FSC-Holz, Lösungen mit dem FSC-Siegel im Drucksektor sowie über die Sicherung sozialer Standards bei der Waldarbeit.

Bürgermeister Ralf Fliss, der gelegentlich als „Baum-Pflanzer von Essen“ tituliert wird, unterstrich die Bedeutung des FSC für den seit 2003 nach FSC-Standard bewirtschafteten Wald in Essen. Gerade in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet sei es von besonderer Bedeutung, dass Waldbewirtschaftung zusammen mit dem Bürger und nicht gegen ihn betrieben werde. Nur wenn Vertrauen in das Handeln der Kommune geschaffen werde, seien Politiker glaubwürdig. Die FSC-Zertifizierung sei hierfür ein wichtiges Instrument. Johannes Remmel, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen im Landtag von NRW, unterstrich, dass sich die Grünen in NRW für eine FSC-Zertifizierung der Staatswälder in NRW einsetzen werden. Auch Thomas Baur, Geschäftsführer der Holzland GmbH, einer der wichtigsten Holzfachhandels-Kooperationen mit Sitz in Düsseldorf, stellte die Bedeutung des FSC für sein Unternehmen und seine Mitglieder heraus und machte deutlich, dass Holzland seinen Teil dazu beitragen wolle, dass mehr FSC-Produkte für Verbraucher im Fachhandel verfügbar werden. Der Holzfachhandel hat inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf das FSC-Siegel, was sich durch die Mitgliedschaft aller großen Holzfachhandelskooperationen im FSC Deutschland dokumentiert.

Auch die Hornbach Baumarkt AG unterstrich ihr FSC-Commitment mit der feierlichen Übergabe eines Spendenschecks an den FSC Deutschland. Der Erlös in Höhe von 7000 € stammen aus einem beispielhaften Projekt von Hornbach, welches die Herstellung industriell gefertigter Produkte aus heimischer Herkunft mit FSC-Zertifizierung vorantreiben soll.

Ein weiterer Grund zum Feiern für die FSC-Mitglieder war der im letzten Jahr verliehene Nachhaltigkeitspreis der Utopia-Stiftung zu dem Dr. Daniel Dahm, Vertreter der Utopia-Stiftung, gratulierte. Zudem konnte ein zentraler Meilenstein für die Arbeit des FSC Deutschland gefeiert werden: Der Deutsche FSC-Standard, der die Regeln für eine zertifizierte Waldbewirtschaftung vorgibt und während der letzten zwei Jahre überarbeitet wurde, erhielt nach einer mehrjährigen Revision erneut vom FSC International akkreditiert und ist damit in seiner neuen Fassung die Grundlage für FSC-Zertifikate in Deutschland. Andre de Freitas, Geschäftsführer des FSC International gratulierte und bestätigte die offizielle Anerkennung. Mit diesem Standard sichere der FSC in Deutschland eine Forstwirtschaft, die in höchstem Maße ökologische und soziale Kriterien berücksichtige und aktuelle Fragestellungen zur Waldbewirtschaftung aufgreift und transparent umsetze.

Wie im letzten Jahr wurde die FSC-Vollversammlung durch CO2OL - einer Marke der ForestFinance Gruppe klimaneutral gestellt. Die entstandenen CO2-Emissionen werden durch ein Wiederaufforstungsprojekt in Panama kompensiert.

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