Seite drucken FSC Impressum FSC Startseite FSC
FSC
FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V. FSC FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V. FSC
FSC
FSC
Guter Wald FSC Was ist FSC? FSC Was macht der FSC? FSC Mitmachen FSC FSC im Detail FSC Kontakt
FSC
Newsletter Archiv
Newsletter Archiv
Newsletter Archiv
Newsletter abonnieren Newsletter abonnieren
Newsletter Archiv
Suche Ausgaben Archiv:




Suche Artikel Archiv:




Newsletter Archiv
FSC
FSC
Wegweiser
Wegweiser
Wegweiser
Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden! Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden! FSC-News
Wegweiser
Hier finden Sie eine Auflistung aller nationalen und internationalen Zertifizierungsstellen. Hier finden Sie eine Auflistung aller nationalen und internationalen Zertifizierungsstellen. Zertifizierer finden
Wegweiser
Hier finden Sie eine Datenbank und weitere Hilfen, um FSC-Produkte oder FSC-Unternehmen zu finden. Hier finden Sie eine Datenbank und weitere Hilfen, um FSC-Produkte oder FSC-Unternehmen zu finden. FSC-Produkte finden
Wegweiser
Unser Profibereich, für alle, die mehr wissen wollen Unser Profibereich, für alle, die mehr wissen wollen FSC im Detail
Wegweiser
Über die Seite des FSC International finden Sie den richtigen Weg durch das weltweite Netzwerk des FSC Über die Seite des FSC International finden Sie den richtigen Weg durch das weltweite Netzwerk des FSC FSC International
Wegweiser
Unsere Förderer - durch Sie wird unsere Arbeit möglich! Unsere Förderer - durch Sie wird unsere Arbeit möglich! Unsere Förderer
Wegweiser
Unsere Förderer - durch Sie wird unsere Arbeit möglich! Unsere Förderer - durch Sie wird unsere Arbeit möglich!
Wegweiser
FSC
FSC



FSC FSC
Ausgabe 2009-15 - 06. November 2009


HTML-Version
FSC Schweiz erarbeitet nationales Risk Assessment für Controlled Wood
Datum: 06. November 2009
Quelle: FSC International, FSC Schweiz
Kategorie:    Hintergrund
Autor: Erika Müller

Ein großer Teil der FSC-zertifizierten Produkte auf dem Markt sind sogenannte FSC-Mixed-Produkte. Das bedeutet, dass nicht-zertifzierte Anteile in FSC-Produkten enthalten sind. Für diese unzertifizierten Anteile hat der FSC Regelungen entwickelt, um Holz aus kritischen Quellen zu vermeiden.

Im Einzelnen will dieser Standard für Holz aus kontrollierten Herkünften (Controlled Wood) folgendes ausschließen:
- illegal geerntetes Holz,
- Holz aus Gebieten mit Verstößen gegen traditionelle und Bürgerrechte,
- Holz aus nicht zertifizierten Wäldern mit besonders hohen Schutzwerten,
- Holz aus der Umwandlung von Naturwäldern in Plantagen,
- Holz aus gentechnisch veränderten Bäumen.

Für die Herstellung von Produkten mit dem Mixed-Label müssen also bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, damit die unzertifizierten Anteile den FSC-Standard für Controlled Wood erfüllen. Der FSC Controlled Wood Standard soll Verarbeitungsbetrieben und Händlern als Hilfe dienen, die Beschaffung von Holz aus zweifelhaften Quellen auszuschließen. Es gibt verschiedene Optionen, wie ein Unternehmen dies erreichen kann:
1. Beschaffung des Holzes aus Forstbetrieben, welche durch eine FSC-akkreditierte Zertifizierungsstelle für Controlled Wood geprüft wurden.
2. Beschaffung des Holzes von Lieferanten, welche über ein gültiges Chain-of-Custody-Zertifikat verfügen, in dessen Bereich auch das Angebot von Controlled Wood eingeschlossen ist.
3. Bei der Beschaffung von unzertifiziertem Holz muss das Unternehmen seine Lieferanten durch ein Verifizierungsprogramm selbst einer Risikobeurteilung unterziehen.

Trifft in einem Land keine der obigen fünf Kategorien zu, gilt das Land als „Niedrig-Risiko-Herkunft“. In diesem Fall genügt der genaue Ursprung des Holzes als Nachweis, damit dieses als „Controlled Wood“ gelten und somit ohne weitere Nachweise in FSC-Produkten beigemischt werden kann. Bei Unsicherheit, ob alle Kategorien ausgeschlossen werden können, gilt für ein Land ein „unspezifiziertes Risiko“. In diesem Fall müssen „Distrikt-bezogene“ weitere Abklärungen zu jener Kategorie, die unsicher ist, gemacht werden. Als „Distrikt“ kann eine Verwaltungseinheit (z.B. Forstkreis oder Forstrevier) aber auch eine geografisch abgrenzbare Region (z.B. Alpen) verstanden
werden.

Der FSC arbeitet daran eine Risikobeurteilung auf Ebene einzelner Länder durchzuführen, die dann verpflichtend für diese Länder oder Distrikte gilt. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass alle Unternehmen, die Holz aus einem bestimmten Distrikt beziehen, die gleiche Risikobeurteilung verwenden und keine individuelle Analyse durchführen müssen, was Zeit und Geld spart. Dazu kommt, dass im Falle einer "Niedrig-Risiko-Herkunft" nur noch der Herkunftsnachweis geführt werden muss.
Zusätzlich erhöht es die Glaubwürdigkeit des Controlled Wood Standards, wenn die Umsetzung und Prüfung einheitlich geschieht.

Seit Anfang Oktober gibt es eine durch den FSC anerkannte nationale Risikobeurteilung für die Schweiz. Die Analyse bestätigt, dass in der Schweiz lediglich die dritte (besonders schützenswerte Wälder) der fünf Risikokategorien- und auch diese nur regional begrenzt auf den Alpenraum - ein potentielles Risiko birgt. Entscheidendes Kriterium ist die Ausscheidung des gesamten Alpenraums als „Ecoregion 200“ des WWF. Eine Untersuchung des WWF brachte jedoch zu Tage, dass diese Ecoregion durch forstwirtschaftliche Aktivitäten nicht gefährdet ist und in der Schweiz ein ausreichender Schutz für diese Egoregion durch gesetzliche Regelungen gegeben ist. Unzertifiziertes Material aus der Schweiz kommt somit aus einer "Niedrig-Risiko-Herkunft" und kann ohne weitere Nachweise in FSC-Mix-Produkten verarbeitet werden.

Für Deutschland existiert bislang noch keine flächendeckende Risikobeurteilung. Die Argumentation der Schweizer Analyse lässt sich jedoch höchstwahrscheinlich auf Deutschland relativ einfach übertragen. Die deutsche FSC Arbeitsgruppe ist bemüht eine entsprechende Analyse zeitnah durchzuführen. Wir halten Sie dazu informiert.



Zum Inhalt dieser Ausgabe Zum Inhalt dieser Ausgabe

nach oben
FSC
© 1997-2005 FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.