Die Marktnachfrage nach unabhängig und integer zertifiziertem Holz und Holzprodukten wie Produkte mit dem FSC-Label wächst stetig an. Für viele Waldbesitzer und Unternehmen, insbesondere in den Tropen sowie Entwicklungsländern, bietet sich mit der FSC-Zertifizierung erstmal die Möglichkeit am internationalen Marktgeschehen teilzunehmen. Allerdings sind viele Waldbesitzer in solchen Regionen weit davon entfernt, die Anforderungen für die Zertifizierung erfüllen zu können. Auch für viele Konzessionäre, die in Entwicklungsländern tätig sind, ist es nicht sofort möglich, ihre Waldbewirtschaftung gemäß den Ansprüchen der FSC-Zertifizierung anzupassen. Ebenso stehen multinationale Unternehmen vor der Herausforderung, mit einer Vielzahl von Zulieferern, Verarbeitern etc. zusammenzuarbeiten, die in unterschiedliche gesetzliche, politische und soziale Rahmenbedingungen eingebunden sind. Ihren Kunden gegenüber stehen Sie in der Verantwortung, verlässliche Aussagen über die Herkunft ihrer Hölzer und Holzprodukte zu machen. Elemente dieses schrittweisen Vorgehens wurden vom Unternehmen DLH in einer Broschüre zusammengestellt. Schritte zu einer nachhaltigen und zertifizierten Waldbewirtschaftung sind dabei zunächst der Ausschluss und die Verifizierung von illegelem Holz, die Einführung von Mindesstandards bis hin zur Umsetzung eines nachhaltigen Managements, das von unabhängigen Dritten überprüft werden kann.
 © FSC Arbeitsgruppe Deutschland
Was zunächst einmal sehr theoretisch klingt, findet in der Praxis durchaus Anwendung. So bereitet die Beratungsfirma Tropical Forest Trust Unternehmen schrittweise auf eine FSC-Zertifizierung vor. Auch das Unternehmen DLH hat versucht, seinen Umgang mit einer schrittweisen Umsetzung auf dem Weg zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung in einer Broschüre darzustellen. Mit Hintergrundinformationen und anschaulichen Grafiken werden die einzelnen Levels der Zertifizierung und Verifizierung erläutert, angefangen von unbekannter Holzherkunft über eine geprüfte legale Herkunft bis zu einer Zertifizierung für verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung. Es wird deutlich, welche rechtlichen, ökologischen und sozialen Aspekte für die jeweiligen Levels relevant sind. Mit dieser Broschüre möchte DLH u.a. die bestehenden Vorbehalte gegen den Kauf von Tropenholz abbauen und zeigen, dass es möglich ist, auch für Tropenholz verlässliche Nachweise erbringen zu können. Die Entscheidung liegt beim Käufer, welche Garantie er für die Herkunft und Umweltverträglichkeit seines Holz haben möchte. Er kann aktiv entscheiden, ob er einen minimal ausreichenden Beleg haben möchte oder ob er einen umfangreichen Nachweis wie FSC haben möchte.
Die FSC Arbeitsgruppe begrüßt solche Initiativen, übernimmt für den Inhalt der Broschüre jedoch keine Verantwortung.
Hier können Sie die Informationsbroschüre von DLH abrufen. |
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