Pallisco, das kamerunische Tochterunternehmen der französischen Forstunternehmensgruppe PASQUET Group hat eine FSC-Zertifizierung für seine Waldbewirtschaftungskonzessionen in Kamerun erhalten. In einem Land, das voll ist von illegaler Abholzung und hohen Entwaldungsraten, steht das neue FSC-Zertifikat für einen positiven Trend zu verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Darüber hinaus kann das Unternehmen sein FSC-Holz erfolgreich an seine ebenfalls jüngst zertifizierten Holzhandelsgesellschaften in Frankreich liefern, wo sie dann auf die internationalen Absatzmärkte gelangen einschließlich Spanien, Frankreich und Großbritannien. Mit der Zertifizierung im Oktober letzten Jahres hält Pallisco das vierte FSC-Waldzertifikat in Kamerun im ökologisch wertvollen Kongobecken. “Der Prozess der Zertifizierung verlangte eine Mentalitätsänderung bei jedem einzelnen im Unternehmen,” sagte Mr. Vincent Pelé, Communications Manager by Pallisco-CIFM. „ Wir alle mussten uns auf eine neue Vision und einen neuen Weg des Betriebs einstellen.”
 © Vincent Pelé / Pallisco-CIFM
Nach vier Jahren harter Arbeit erhält das Unternehmen nun die FSC-Zertifizierung, die sechs Waldbewirtchaftungseinheiten beinhaltet und eine Fläche von 341 708 Hektar umfasst. Damit hält Pallisco das derzeit größte Zertifikat in Kamerun.
“Wir sind stolz darauf, das größte FSC-Zertifikat Kameruns zu bewirtschaften und aktiv zum Erhalt des Regenwaldes im Kongobecken beizutragen“, sagte Herr Pelé.
Nach der Untersuchung der sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Holzerntetätigkeiten setzte Pallisco eine Reihe von Maßnahmen zur Minderung möglicher Auswirkungen. Dies beinhaltete u.a. das Vorantreiben sogenannter „Reduced Impact Logging practices“, die Durchführung ökologischer Untersuchungen und Gespräche mit lokalen NGOs und Stakeholdern über verschiedene Nutzungen besonders wertvoller Arten wie dem Moabi-Baum.
„Unser Engagement für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung beinhaltet die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, insbesondere der Pygmäen, in unsere Entscheidungsprozesse”, erklärt Pelé. In Folge werden die Waldnutzungsrechte der indigenen Bevölkerung respektiert und die Pygmäen können Nicht-Holzprodukte für ihren Eigenbedarf in den Konzessionsgebieten sammeln. „Wir haben ein ernstes Bekenntnis abgegeben, transparent zu arbeiten und die konstruktiven Beiträge aller Stakeholder zu berücksichtigen,” sagt Pelé.
Gemäß der Chain-of-Custody-Zertifizierung von Pallisco in Kamerun und weiterer Tochterfirmen von PASQUET in Frankreich bietet das Unternehmen 26 verschiedene FSC-zertifizierte Produktarten u.a. Sapelli, Avous und Moabi. „Das FSC-Label bietet uns eine internationale Anerkennung und unseren Kunden die Möglichkeit, sich verantwortlich hinsichtlich der eigenen Lieferquellen zu verhalten, so Pelé. |
|