PDF-Dokument  Leitfaden für Waldbesitzer und Forstbetriebe



FSC Tademark © 1996 Forest Stewardship Council A.C. (FSC-SECR-0012)

nach unten  1. Bedeutung der Waldzertifizierung

nach unten  2. Bestimmungen der Deutschen FSC-Standards

nach unten  3. Gruppenzertifizierung von kleinen Forstbetrieben

nach unten  4. Ratgeber zur Vorbereitung

nach unten  5. 8 Schritte zur FSC-Zertifizierung

nach unten  6. Kosten der Waldzertifizierung

nach unten  7. Anschriften von Zertifizierungsorganisationen

nach unten  8. Anschriften von Gruppenvertretern


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Bedeutung der Waldzertifizierung


Mit der Zertifizierung von Forstbetrieben nach FSC-Richtlinien wird diesen von unabhängigen Gutachtern bescheinigt, daß bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder bestimmte ökologische, soziale und wirtschaftliche Standards eingehalten werden.


Die Waldzertifizierung soll die Nachfrage nach anerkannt nachhaltig erzeugtem Holz steigern und auf diese Weise eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft honorieren. Sie ist also in erster Linie ein marktwirtschaftliches Instrument, das Anreize schaffen soll, Wälder nachhaltig zu bewirtschaften.

Der Prozeß der Zertifizierung wird jeweils auf Initiative des Waldbesitzers eingeleitet. Den Rahmen der Zertifizierung setzen die FSC Prinzipien und Kriterien, die für alle Wälder der Erde gelten. In Deutschland sind sie durch die "FSC-Richtlinien Nachhaltiger Forstwirtschaft" in einem breiten Beteiligungsprozeß an unsere ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten angepaßt und konkretisiert worden.

Durch Anerkennung dieser Prinzipien und Kriterien können Forstbetriebe und nachfolgende Unternehmen der Holzverarbeitung freiwillig an einem Zertifizierungssystem teilnehmen. Der FSC verwaltet dazu ein als Warenzeichen geschütztes Prüfsiegel und autorisiert unabhängige Zertifizierungsorganisationen.

Der interessierte Forstbetrieb kann sich an einen vom FSC anerkannten Zertifizie-rer wenden und ihn beauftragen, den Forstbetrieb, die Wirtschaftsmaßnahmen und den Zustand der Wälder zu begutachten. Entsprechen sie den deutschen FSC-Standards und dem Bewertungsverfahren des Zertifizierers, so wird dem Forstbetrieb die Verwendung des FSC-Siegels vertraglich zugesichert.*

Das Holz aus dem jeweiligen Forstbe-trieb kann nun mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet werden. Durch die Kennzeichnung des Holzes und seiner Folgeprodukte haben Holzkäufer und Verbraucher die Möglichkeit, sich gezielt für Produkte einer nachhaltigen Waldbewirt-schaftung zu entscheiden.

Erzielbare Mehrerlöse und das höhere Vermarktungspotential für zertifiziertes Holz sowie der geringere betriebliche Aufwand durch die Einbindung natürlicher Prozesse versprechen, die Kosten der Zertifizierung sowie der etwaigen Umstellung des Betriebes auf eine solche Wirtschaftsweise zu decken.



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Bestimmungen der Deutschen FSC-Standards

Die folgenden Bestimmungen stellen Kernelemente der Deutschen FSC-Standards dar. Die vollständigen "Richtlinien Nachhaltiger Forstwirtschaft" können von der Geschäftsstelle angefordert oder über das Internet bezogen werden.


  • Naturnahe Waldwirtschaft
    • Kahlschläge (größer 0.3 ha) werden grundsätzlich unterlassen*; die Nutzung erfolgt einzelstamm- bis gruppenweise. Vollbaummethoden werden nicht durchgeführt.
    • Die Baumartenwahl orientiert sich an den natürlichen Waldgesellschaften. Die natürliche Verjüngung hat Vorrang.
    • Chemische Biozide (Herbizide, Pestizide) und Düngemittel werden grundsätzlich nicht eingesetzt**.
    • Die Wildbestände werden so reguliert, dass die Verjüngung der Baumarten natürlicher Waldgesellschaften ohne Hilfsmittel möglich wird.
    • Naturferne gleichaltrige Reinbestände werden nicht aufgebaut. Bestände mit standortwidriger Bestockung werden langfristig in naturnahe Waldbestände überführt.
    • Auf den Einsatz gentechnisch manipulierter Organismen wird verzichtet.
    • Referenzflächen werden eingerichtet in öffentlichen Wäldern über 1.000 Hektar.
  • Schonende Holzernte
    • Bei der Holzernte und Waldpflege werden Fäll- und Rückeschäden sowie Schäden am gefällten Stamm minimiert.
    • Die Befahrung ist auf Waldwege und Rückegassen beschränkt. Der Waldboden wird nicht flächig befahren.
  • Sozial ausgerichtete Waldarbeit
    • Der Forstbetrieb berücksichtigt das Angebot lokaler Arbeitskräfte und Unternehmer.
    • Forstpersonal und Unternehmer, die im Forstbetrieb zum Einsatz kommen, sind angemessen qualifiziert.
    • Das Personal wird nach Möglichkeit ganzjährig beschäftigt.
    • Die Arbeit im Wald wird so gestaltet und ausgeführt, daß umfassender Unfall- und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.

*) Im Kleinstwaldbesitz (maximal 5 Hektar) sind aus außerordentlichen Gründen Hiebsgrößen bis 1 Hektar zulässig.

**) Ausnahmen stellen behördliche Anordnungen einer Schädlingsbekämpfung dar.


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Gruppenzertifizierung von kleinen Forstbetrieben

Neben der einzelbetrieblichen Zertifizierung, die für selbständige Marktteilnehmer angemessen ist, wurde vom FSC das Instrument der Gruppenzertifizierung entwickelt. Damit können auch kleinere Privat- und Kommunalforstbetriebe kostengünstig zertifiziert werden.

Gruppenzertifizierung bedeutet, daß nicht jeder einzelne Betrieb zertifiziert wird, sondern eine Gruppe von Forstbetrieben, die von einer Gruppenvertretung repräsentiert werden. Solche Gruppen sollten zumindest aus drei Mitgliedern bestehen.

Kleinere Forstbetriebe können sich zu einer Gruppe zusammenschließen und eine verantwortliche Gruppenvertretung benennen. Ebenso können bestehende forstliche Organisationsstrukturen als Gruppenvertretungen genutzt werden.

Die Forstbetriebe übertragen der Gruppenvertretung gewisse Aufgaben bei der Dokumentation und Überprüfung ihrer Waldbewirtschaftung und halten diese vertraglich fest. Bei Verstößen kann die Gruppenvertretung Mitglieder so aus dem Gruppensystem ausschließen. Die Vertretung wiederum verpflichtet sich dem Zertifizierer gegenüber zur Einhaltung der Richtlinien und wird der Zertifikatsinhaber.

Der Zertifizierer kontrolliert alljährlich nur einen gewissen Teil der Gruppenmitglieder, wodurch die Kosten erheblich gesenkt werden können. Dies setzt eine relativ einheitliche Bewirtschaftung und deren Dokumentation voraus.

Die Gruppenvertretung kann sehr unterschiedliche organisatorische Formen haben:

  • Forstliche Zusammenschlüsse (z.B. Forstbetriebsgemeinschaften)
  • Forstämter (können für mehrere Waldbesitzarten als Vertretung die Zertifizierung beantragen)
  • Forst-Consulting (Einzelpersonen oder Unternehmen, die für die Bewirtschaftung mehrerer Wälder verantwortlich sind, können als juristische Person die Zertifizierung für ihre Klienten beantragen.)
  • Naturland Verband (Der Verband bietet seinen Mitgliedern die Teilnahme an einem Programm zur FSC-Gruppenzertifizierung an. Dies erfordert die zusätzliche Einhaltung der Naturland-Kriterien zur Waldbewirtschaftung.)
  • Zertifizierungs-Zusammenschlüsse (mehrere Einzelbetriebe kooperieren zum Zweck der gemeinsamen Zertifizierung)

Gruppenvertretungen oder bestehende forstliche Organisationen müssen nicht die Zertifizierung all ihrer Mitglieder beantragen.


Eine Forstbetriebsgemeinschaft kann z.B. mit den Waldbesitzern, die eine Zertifizierung wünschen, Einzelverträge abschließen. Das Zertifikat gilt für die Forstbetriebsgemeinschaft, wird aber nur wirksam für die Mitglieder, die sich vertraglich gebunden haben. Eine nachträgliche Erweiterung auf weitere Mitglieder ist jederzeit möglich.

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Ratgeber zur Vorbereitung

Eine von unabhängiger Seite durchgeführte Zertifizierung stellt einen bedeutsamen Schritt für Ihren Betrieb dar, der gründlich überlegt sein sollte. Die folgenden Punkte sollen Ihnen helfen, zu einer Entscheidung zu gelangen und die notwendigen Vorbereitungen zu treffen.


1 Legen Sie Ihre Ziele fest
  Zunächst sollten Sie sich im Klaren darüber werden, welche Ziele Sie mit einer Zertifizierung Ihres Betriebes verfolgen. Fragen Sie sich, ob Sie diese Ziele auch auf anderem Wege erreichen können. Eine Zertifizierung kann z.B. angestrebt werden, um
  • Holzkäufern und Kunden eine Gewährleistung zu bieten, dass hohe Bewirtschaftungsstandards eingehalten werden.
  • Produkte besser zu verkaufen bzw. Zugang zu neuen Märkten zu erhalten.
  • Waldbesuchern die verantwortliche Waldbewirtschaftung zu demonstrieren.
2 Analysieren Sie Ihren Markt
  Wenn Sie vorrangig betriebswirtschaftliche Ziele verfolgen, sollten Sie folgende Fragen in einer Weise beantworten können, die eine Zertifizierung rechtfertigt:
  • Wird Ihnen ein höherer Preis für zertifizierte Produkte geboten?
  • Welche Schritte unternehmen Ihre Wettbewerber hinsichtlich Zertifizierung?
  • Erhalten Sie Unterstützung von Ihren Kunden, um die Zertifizierung zu finanzieren?
  • Erhalten Sie durch eine Zertifizierung Zugang zu neuen Märkten oder können Sie dadurch bestehende Marktanteile sichern?
3 Machen Sie sich mit den Anforderungen vertraut
  Fordern Sie eine Kopie der deutschen FSC-Standards bei der FSC Geschäftsstelle an oder beziehen Sie diese über das Internet. Notieren Sie sich Punkte, die Ihnen nicht klar sind oder deren Einhaltung für Sie schwierig sein könnte. Beachten Sie dabei, dass der Standard sämtlichen Situationen in Deutschland gerecht werden muss und viele Anforderungen bei kleineren Forstbetrieben verschieden gehandhabt werden.
4 Reden Sie mit anderen Waldbesitzern
  Waldzertifizierung ist etwas völlig Neues. Nehmen Sie Kontakt zu anderen Waldbesitzern oder Forstbetrieben auf, die bereits den Prozess durchlaufen haben. Eine Liste der zertifizierten Forstbetriebe erhalten Sie bei der FSC Geschäftsstelle.
5 Schließen Sie sich einer Gruppe an
  Klären Sie, ob Sie sich mit anderen Forstbetrieben zu einer Gruppe zusammenschließen können, um gemeinsam eine Zertifizierung durchzuführen. Durch Gruppenzertifizierungen können die Kosten für kleinere Forstbetriebe erheblich gesenkt werden.
6 Wählen Sie eine vom FSC anerkannte Zertifizierungsorganisation aus
  Die vom FSC anerkannten Zertifizierer sind unabhängige Organisationen und weisen leicht unterschiedliche Verfahren auf. Informieren Sie sich über die jeweiligen Schwerpunkte und Besonderheiten der Organisation und lassen Sie sich ggfls. ein Angebot erstellen.

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8 Schritte zur FSC-Zertifizierung
Im folgenden werden acht Schritte dargestellt, die zur Erteilung eines FSC-Zertifikats für Ihren Forstbetrieb in der Regel durchlaufen werden.

Kontaktaufnahme mit einer Zertifizierungsorganisation
Beim ersten Kontakt mit einem Zertifizierer werden Sie zunächst um einige Grundinformationen zu Ihrem Forstbetrieb gebeten. Die Informationen werden in der Regel über ein entsprechendes Formular abgefragt. Die Zertifizierungsorganisation erteilt im Gegenzug Auskunft über das wei-tere Verfahren und über die Zertifizierungskosten für einen Erstbesuch bzw. das Voraudit.
Erstbesuch / Voraudit
Ein Voraudit ist in der Regel sehr sinnvoll und wird daher empfohlen. Es erfolgt auf Grundlage der Dokumentation zur Betriebsplanung und in Form einer Kurzprüfung Ihrer Waldfläche. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von möglichen Schwachstellen im Hinblick auf die einzuhaltenden Richtlinien. Entsprechende Bereiche können so vor der eigentlichen Betriebsprüfung verbessert werden.
Formale Antragstellung
Zum formalen Beginn der Zertifizierung werden Sie vom Zertifizierer gebeten, ein vollständiges Antragsformular auszufüllen. In diesem Schritt werden auch die Kosten für die Betriebsprüfung vereinbart. Die Gebühren sind in der Regel abhängig vom damit verbundenen Zeitaufwand und variieren daher mit der Betriebsgröße und Komplexität des Betriebes bzw. der Betriebsgruppe.
Konsultation von Interessenparteien
Vor der eigentlichen Zertifizierung wird eine Information und Befragung von Personen, Organisationen und Unternehmen durchgeführt, welche ein Interesse an der Bewirtschaftungsweise Ihres Waldes besitzen. Dies können z.B. Forstunternehmer, benachbarte Waldbesitzer, örtliche Vereine und Forstämter sein.
Betriebsprüfung / Zertifizierungsaudit Ein forstlicher Gutachter überprüft die Bewirtschaftung Ihres Waldes und die vorhandene Dokumentation auf Übereinstimmung mit den deutschen FSC-Standards. Der Gutachter verfügt über Erfahrung im Bereich der betreffenden Waldbesitzart und weist in der Regel örtliche Kenntnisse auf. Durch Überprüfung Ihres Systems des Holzverkaufs wird die ordnungsgemäße Verwendung des FSC-Logos und die Weitergabe der erforderlichen Daten an den Holzkäufer sichergestellt.
Erstellung des Zertifizierungsberichts
Im Anschluss an die Betriebsprüfung wird ein Bericht erstellt. Der Bericht enthält als Ergebnis Empfehlungen für die vom Forstbetrieb zu verbessernden Bereiche oder gewisse Auflagen zur jeweiligen Waldbewirtschaftung. Auch Sie als Waldbesitzer erhalten eine Ausfertigung des Zertifizierungsberichtes und haben Gelegenheit, die Inhalte vor der endgültigen Beurteilung zu kommentieren.
Expertengutachten
Ein Team unabhängiger Experten überprüft den Zertifizierungsbericht, um sicherzustellen, dass er professionell erstellt wurde und die beinhalteten Empfehlungen angemessen sind. Die Experten sind weder Angestellte der Zertifizierungsorganisation noch mögliche Wettbewerber Ihres Forstbetriebes.
Zertifikatserteilung
Entspricht Ihre Waldbewirtschaftung den zugrundegelegten Richtlinien, so wird Ihrem Forstbetrieb ein Zertifikat ausgestellt und die Verwendung des FSC-Siegels vertraglich zugesichert. Mit der Ausstellung des Zertifikates sind in der Regel gewisse Auflagen hinsichtlich zu verbessernder Betriebsbereiche verbunden. In jährlichen Kurzbesuchen (Folgeaudits) wird die Einhaltung der FSC-Standards sichergestellt und geprüft, inwieweit etwaig erteilte Auflagen erfüllt wurden. Das Zertifikat wird für die Dauer von 5 Jahren ausgestellt.

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Kosten der Waldzertifizierung

Zertifizierungskosten entstehen für die aufgewandte Zeit der Betriebsprüfung, für Ausgaben (z.B. Reisekosten), Verwaltung und Steuern. Sie werden in der Regel getrennt nach Kosten für die Erstüberprüfung und jährliche Folgeprüfungen.

Das internationale Verfahren des FSC unterscheidet zwischen zwei Möglichkeiten, nach denen sich Forstbetriebe zertifizieren lassen können:

1) Einzelbetriebliche Zertifizierung

Die Zertifizierung von einzelnen Betrieben ist für diejenigen Waldbesitzer geeignet, die ihr Holz eigenständig vermarkten und als Zertifikatsinhaber nicht von anderen Waldbe-sitzern oder vertretenden Organisationen abhängig sein möchten. Der jeweilige Betrieb weist hierbei alljährlich die Erfüllung sämtlicher Anforderungen nach und sollte daher über ein gutes Inventur- und Planungsinstrumentarium verfügen.


Die Kosten einzelbetrieblicher Zertifizierungen sind abhängig von der Betriebsgröße sowie der Dokumentation der vollzogenen Waldbewirtschaftung.

2) Gruppenzertifizierung

Forstbetriebe können sich zu einer Gruppe zusammenschließen und eine verant-wortliche Gruppenvertretung benennen. Die Betriebe übertragen hierfür der Grup-penvertretung gewisse Aufgaben bei der Dokumentation und Überprüfung ihrer Waldbewirtschaftung und halten diese vertraglich fest. Der Zertifizierer kontrolliert alljährlich nur einen gewissen Teil der Gruppenmitglieder, wodurch die durchschnittlichen Kosten erheblich gesenkt werden können.


Für die Kosten von Gruppenzertifizierungen ist neben der eingeschlossenen Waldfläche und Teilnehmerzahl ausschlaggebend, inwieweit Maßnahmen zur Waldbewirtschaf-tung gemeinschaftlich vollzogen, dokumentiert und überprüft werden.

Jährliche Durchschnittskosten

Die folgenden Kostenangaben stellen Richtwerte der per Hektar zu erwartenden jährlichen Durchschnittskosten (Mittel aus Erstzertifizierung und jährlichen Folgeprüfungen) in Abhängigkeit von der Betriebs- bzw. Gruppengröße dar:


Hektar 500 1000 5000 20.000 über 20.000
2,50 1,25 0,50 0,25 unter 0,25

Durch das Instrument der Gruppenzertifizierung können Kleinprivatwälder zu vergleichbaren Kosten zertifiziert werden wie einzelne größere Forstbetriebe.


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Anschriften von Zertifizierungsorganisationen

Der FSC prüft nicht selber die einzelnen Waldbestände und Forstbetriebe, sondern akkreditiert, d.h. bevollmächtigt und kontrolliert hierfür unabhängige Zertifizierer. Durch ein jährliches Monitoring garantiert der FSC mit seinem Prüfsiegel die Wahrhaftigkeit der Aussagen der Zertifizierungsorganisationen.

Die Zertifizierungsorganisationen sind vom Forest Stewardship Council akkreditiert, Forstbetriebe zu zertifizieren, welche die FSC Prinzipien und Kriterien erfüllen. Diese Akkreditierung umfaßt die Zertifizierung von Naturwäldern und Plantagen. Die Zertifizierungsunternehmen sind außerdem berechtigt, die Verarbeitungskette zertifizierter Forstprodukte zu überprüfen. Sie können Lizenzen erteilen, die den Gebrauch der FSC-Warenzeichen auf zertifizierten Produkten erlauben.

Daten, Ansprechpartner, Kontaktadressen, ...


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Anschriften von Gruppenvertretern


Für kleinere Forstbetriebe kann es zweckmäßig und kostengünstiger sein, sich einer zertifizierten Gruppe anzuschließen. Der Forstbetrieb schließt einen Vertrag mit der Gruppenvertretung ab, welche die interne Kontrollfunktion übernimmt sowie Vertragspartner des FSC-Zertifizierers ist. Die Gruppe wird regelmäßig von dem Zertifizierer überprüft. Bei der folgenden Aufzählung handelt es sich teilweise um Gruppen, die nur Forstbetriebe mit bestimmten Merkmalen, wie beispielsweise Besitzart, aufnehmen. Beachten Sie die Angaben zu der jeweiligen Gruppe.

 

Daten, Ansprechpartner, Kontaktadressen, ...

 

 

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