Das vom Bundesamt für Naturschutz unterstützte Modellprojekt in Mecklenburg-Vorpommern zielte darauf ab, das Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung aufzugreifen und durch Beteiligung von Akteuren einen konstruktiven Dialog herzustellen. Zweites Ziel des Projektes war, das FSC-Zertifikat in einer Gruppe verschiedener Waldbesitzer zu realisisieren. Das Konzept der FSC-Gruppenzertifizierung wurde geschaffen, um die Zertifizierungskosten für die einzelnen Waldbesitzer zu senken und trotzdem die Glaubwürdigkeit des FSC beizubehalten.
Gruppenzertifikate erhöhen die Efektivität der Waldbewirtschaftung und verstärken die Identifikation des Eigentüers mit seinem Wald.
Das Modellprojekt bestand aus zwei verschiedenen Teilen bzw. Regionen. Im Verlauf des Jahres 2004 konnte eine Zertifizierung im Umfeld des Biosphärenreservates Schaalsee gestartet werden. Neben dem Landesforstamt Radelübbe sind die Staädte Gadebusch, Hagenow, Wittenburg, der Zweckverbandk Schaalsee sowie ein privater Waldbesitzer in einer Gruppe organisiert. Ende 2004 gab der Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Wolfgang Methling, den Startschusss für ein weiteres Projekt: eine Bewirtschaftungsgruppe bestehend aus den Städten Waren, Schwerin, Malchin, Plau am See und Usedom sowie der vier Privatwaldbesitzern.
Das Projekt versteht sich als wichtige Initialzündung in der Region. Durch die geschaffenen Strukturen wid es in den nächsten Jahren für Kommunal- und Privatwäder sowie für weitere Waldflächen in und um Gro&szig;schutzgebiete einfacher sein, sich nach FSC zertifizieren zu lassen.