So hilft der FSC

EUTR

FSC erfüllt die Anforderungen der EUTR. (© Christian Nutsch/Transfair e.V.)© Christian Nutsch/Transfair e.V.Der Vorschlag, Zertifizierungssysteme wie die FSC-Zertifizierung formal als Nachweis für die EUTR anzuerkennen wurde zwar im Gesetzgebungsverfahren diskutiert, aber von der EU Kommission letztlich nicht umgesetzt. Allerdings hat die EU festgelegt, dass Zertifizierungssysteme, die bestimmte Kriterien erfüllen, durchaus belastbare Unterstützung für das geforderte betriebliche Sorgfaltsplichtverfahren (engl. Due Diligence Systems = DDS) liefern.

Nach eigener Analyse erfüllt das FSC-System die Anforderungen der EU-Verordnung und somit gilt, dass bei FSC-zertifiziertem und kontrolliertem Holz die nötigen Informationen und Elemente für das DDS einfach beschafft und genutzt werden können.

Damit der FSC alle Anforderungen der EU erfüllt, musste das FSC-Regelwerk an einigen Punkte angepasst und ergänzt werden. Seither gilt beispielsweise eine generelle Auskunftspflicht für COC-Unternehmen zu Holzarten und Herkunft. Auf der Webseite des FSC International kann nachgelesen werden, welche Regelungen sich im Detail geändert haben.


Der FSC im DDS System:

Für alle drei Schritte eines DDS liefert der FSC umfangreichen Input. Ein Unternehmen muss die entsprechenden FSC-Informationen im Rahmen seines betrieblichen Sorgfaltspflichtverfahrens heranziehen und verarbeiten.

Schauen Sie sich hier ein Beispielschema "FSC gestütztes DDS im betrieblichen Ablauf" an, das zeigt, wie die Forderungen der Holzhandelsverordnung in den betrieblichen Ablauf eingebunden werden können.

Unsere Empfehlungen für den Holzhandel sind:

  • Ein zwei-zyklisches DDS: Stellen Sie vor einer Produktbestellung sicher, dass die nötigen Informationen vorgelegt werden können und prüfen Sie beim Wareneingang erneut.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie ein Risikobewertungsverfahren für Holzherkünfte von außerhalb der EU haben, und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung umsetzen können.
  • Fragen Sie bei Ihren Lieferanten nach FSC-zertifiziertem oder FSC-kontrolliertem Holz. Ein Nachweis kann nur über FSC-COC-Zertifizierung konkreter Produkte erfolgen. Ein Zertifikat des Lieferbetriebes allein reicht nicht aus.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie über ausreichende Verfahren für Material außerhalb des FSC-Systems verfügen.
  • Verlangen Sie FSC-zertifziertes oder -kontrolliertes Holz auch bei Lieferungen, die nicht unter die Europäische Holzhandelsverordnung fallen oder aus Gebieten mit vernachlässigbarem Risiko stammen, denn dies stellt einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit sicher.

Noch Fragen offen?

Ihr Ansprechpartner
Ulrich Malessa
Telefon: 0761-386 5363
Email: ulrich.malessa at fsc-deutschland point de


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