FSC Newsletter Oktober 2014

Termine, Bericht, Informationen u.v.m.

FSC Newsletter (© Lupo / PIXELIO.de)© Lupo / PIXELIO.de

FSC Newsletter Oktober 2014


Liebe Leserinnen und Leser,

wieder einmal herzlich Willkommen und vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. Nach dem schönen Spätsommer hat mittlerweile auch im letzten Winkel der Republik der Herbst einzuggehalten. Aber der Herbst ist nun einmal nicht nur die Zeit der fallenden Blätter, Stürme und des grauen Himmels, sondern auch die der Holzernte, womit wir mitten im Thema FSC und Forstwirtschaft wären.

In diesem Monat finden Sie im Newsletter u.a. die Vorstellung der neuen Hilfen für den Umgang mit der europäischen Holzhandelsverordnung in FSC-zertifizierten Betrieben. Wir halten sie wie immer über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden und auch die neuen Termine für FSC-Produktkettenschulungen sind ganz neu herausgekommen. Außerdem berichten wir noch von einer kürzlich veröffentlichten Bekanntheitsumfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid, deren Ergebnisse einen erfreulichen Quantensprung bei der FSC-Bekanntheit beschreiben und auf die wir zugegebenermaßen ein bisschen stolz sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und viele neue Erkenntnisse und verbleiben mit herzlichen Grüßen,

Ihr FSC Deutschland-Team


Inhalt:

  1. FSC Bekanntheitsumfrage
  2. Umgang mit EUTR
  3. FSC-zertifizierte Baustoffhändler
  4. Engagiert für den Wald
  5. Fristverlängerung im Controlled Wood System
  6. Warenzeichenschutzmaßnahme
  7. Frankfurter Stadtwald jetzt mit FSC Zertifikat
  8. Pflanzaktion im Boppard
  9. Living Planet Report des WWF
  10. Neue Termine Chain of Custody Workshops
  11. FSC Handbuch Seminar

Terminübersicht:
13.-14.11.2014 FSC Handbuchschulung für COC-Unternehmen in Würzburg
13.11.2014 FSC Chain of Custody Schulung in Würzburg
18.11.2014 FSC Chain of Custody Schulung in Bielefeld
25.11.2014 Wirtschaftskammertreffen in Frankfurt
03.12.2014 FSC Chain of Custody Schulung in Hannover
16.12.2014 FSC Chain of Custody Schulung in Karlsruhe
19. bis 24. Jan. 2015 BAU 2015 München
27.01.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Berlin
03.02.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Frankfurt (Paperworld)
25.02.2015 FSC CoC-Schulung, Rosenheim ( Holzrahmenbautagen)
27.03.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Köln (Anuga Foodtec)


1. Quantensprung bei FSC Bekanntheit

Jeder Zweite kennt das FSC-Logo für verantwortungsvolle Forstwirtschaft

Freiburg, 28. Oktober 2014 – 50 Prozent der Befragten in Deutschland haben bei einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des FSC angegeben, dass sie das FSC-Logo zumindest dem Namen nach kennen. Dies stellt allein bei der gestützten Bekanntheit eine Steigerung von 17 Prozent innerhalb von zwei Jahren dar.

Auf Tischen, Stühlen, Prospekten, Druckerpapier, Bahnfahrkarten, Taschentüchern, Kartons, Verpackungen, Getränkeverpackungen und auf vielen anderen Produkten ist das FSC-Logo heute bereits als verlässliches Zeichen für ein Produkt aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern zu finden. Die in den letzten Jahren steigende Präsenz des FSC-Logos auf unterschiedlichen Produkten sowie ein verstärktes Engagement des FSC in der Öffentlichkeit haben die Bekanntheit des FSC-Zeichens beflügelt.

Im Vergleich zu den aktuellen Zahlen, gaben bei der letzten Umfrage 2012 noch 33 Prozent der Befragten an, das FSC-Logo zumindest vom Sehen zu kennen. Dieser Zuwachs von 17 Prozent in der gestützten Bekanntheit stellt für den FSC einen wichtigen Quantensprung dar. Das Ergebnis unterstreicht die starke Position des FSC-Zertifikats in der Gesellschaft als unabhängiges Siegel für Holz- und Papierprodukte.
„Ich bin positiv überrascht von der rasant steigenden Bekanntheit des FSC beim Verbraucher. Hier zeigt sich, dass das Engagement für nachhaltige FSC-Forstwirtschaft von FSC-zertifizierten Waldbesitzern und Verarbeitungsunternehmen durch den Verbraucher wahrgenommen und gewürdigt wird“, erklärt Dirk Riestenpatt Vorsitzender FSC Deutschland.

Auch bei der ungestützten Bekanntheit stieg der Anteil der Befragten, die bei der Frage nach einem Qualitätssiegel für nachhaltige Holz- und Papierprodukte spontan den FSC anführten. Vor zwei Jahren nannten sechs Prozent den FSC, in diesem Jahr waren es bereits neun Prozent. Hier zeigte sich, dass FSC bei dieser Fragestellung das mit Abstand bekannteste Qualitätssiegel für Holz- und Papierprodukte ist.
Immer wieder wird öffentlich behauptet, dass Qualitätssiegel und Logos auf Produkten die Verbraucher verwirren und damit das Vertrauen in diese Qualitätszeichen sinke. Daher wurden die Verbraucher auch gefragt, ob sie dem FSC-Zeichen vertrauen. Hier gaben 72 Prozent der Befragten, die das FSC-Logo zumindest vom Sehen her kannten an, dass sie dem FSC-Logo vertrauen.

FSC Vorsitzender Riestenpatt betont: „Eine Bekanntheitssteigerung in derartigem Umfang ist nicht nur eine sehr gute Nachricht für die vielen engagierten Akteure, die sich als Mitglieder oder zertifizierte Unternehmen seit Jahren mutig für FSC stark machen. Diese Zahlen sind der Erfolg derer, die unermüdlich für und mit FSC werben, die sich für glaubwürdig und unabhängig zertifizierte Waldbewirtschaftung nach FSC engagieren sowie derer, die einfach konsequent Produkte zertifizieren und das FSC-Zeichen aktiv nutzen.“

Wenn Sie genaue Zahlen oder die Grafische Darstellung des Ergebnisses interessiert, dann finden Sie diese unter: http://www.fsc-deutschland.de/aktuelles.143.103.htm oder fragen Sie einfach bei unserer Geschäftsstelle.

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2. FSC und EUTR - Neuer Leitfaden

Seit 2012 gilt in der EU die Holzhandelsverordnung (EUTR) zur Bekämpfung des illegalen Holzhandels. Auch in Deutschland müssen Unternehmen die erstmalig Holz in den EU-Binnenmarkt einführen besondere Sorgfaltspflichten erfüllen, um eine illegale Herkunft des Holzes ausschließen zu können. Werden die Sorgfaltspflichten missachtet oder wird illegales Holz entdeckt, drohen empfindliche Strafen sowie die Beschlagnahme des Holzes. FSC als Zertifikat für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft hilft maßgeblich bei der Erfüllung der Sorgfaltspflichten.

Die Umsetzung der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) hält uns und viele Unternehmen in Deutschland in Atem, zumal in den vergangenen Monaten die Überprüfungsbehörden ihre Arbeit aufgenommen haben. Wir möchten Ihnen helfen Licht ins Dunkel zu bringen und alles richtig zu machen, aus diesem Grund hat der FSC International einen Leitfaden geschrieben, der die Schnittstellen zwischen EUTR und den FSC-Regeln erläutert und Hinweise gibt, wie der FSC im Rahmen der Anforderungen der EUTR genutzt werden kann. FSC Deutschland hat diesen

Leitfaden nun übersetzt und stellt Ihnen das Dokument unter folgendem Link zur Verfügung:
http://www.fsc-deutschland.de/eutr.42.htm

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3.FSC-zertifizierte Baustoffhändler-Nachfrage nach Bauholz kann gestillt werden

Die Zahl der Unternehmen die sich in der Baustoffbranche haben zertifizieren lassen wird immer größer, es ist also kein Problem mehr FSC-zertifiziertes Bauholz zu bekommen, solange die Anfrage rechtzeitig angestoßen wird. Sind auch sie auf der Suche nach einem zertifizierten Händler in Ihrer Nähe? In unserer FSC Datenbank  http://info.fsc.org/index.php können sie fündig werden. Einfach Holzart eingeben und einen Händler in Ihrer Nähe finden.

Beispiele von großen Unternehmen die mittlerweile zertifiziert sind: Eurobaustoff, Saint Gobain, RWZ, Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG, Hagebau, Holzland, Mitglieder des HOLZRING, Mitglieder der Gruppenzertifizierung GD, sowie viele Einzelstandorte des Holzfachhandels.

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4. Engagiert für den Wald

Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser engagiert sich persönlich für verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Deutschland. Am weltweiten FSC Friday 2014, dem 26. September 2014 unterzeichnete Frau Staatssekretärin Dr. Tappeser ihren Antrag für die Mitgliedschaft im FSC Deutschland.

Heidenrod, 26.09.2014 – Es ist ein besonderer Tag für den FSC, die Organisation die sich weltweit für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft und damit für den Erhalt naturnaher Wälder einsetzt, an dem die hessische Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, im 1. FSC zertifizierten Schulungswald im hessischen Heidenrod, ihren persönlichen Beitritt zum FSC Deutschland erklärt. Am 26. September 2014 feierten der FSC, seine Mitglieder, zahlreiche Unternehmen mit FSC Produkten sowie die im FSC Aktiven Organisationen den FSC Friday. Für ihren Schritt zur persönlichen Mitgliedschaft im deutschen Ableger des FSC wählte sich Frau Dr. Tappeser daher auch diesen besonderen Tag und Ort, um damit ihre besondere Unterstützung für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft zu unterstreichen.

Im Beisein des FSC Vorstandsmitgliedes und Heidenrodter Bürgermeisters Volker Diefenbach sowie des stellvertretenden FSC Geschäftsführers Elmar Seizinger, erklärte die Staatssekretärin ihre Mitgliedschaft und besuchte dabei den 1. FSC zertifizierten Schulungswald in Heidenrod.

„Ich freue mich, dass ich mit meiner Mitgliedschaft als Einzelperson die Ziele des FSC ganz unmittelbar unterstützen kann. Gerne werde ich mich künftig auch inhaltlich einbringen. Die Mitgliedschaft in der Umweltkammer des FSC kommt mir persönlich und meinem Werdegang dabei am Nächsten“, erläutert Frau Staatssekretärin Dr. Tappeser bei der Unterzeichnung der Mitgliedschaft. Beim FSC Deutschland sind sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen und Unternehmen Mitglied. Die Mitgliedschaft des in Freiburg ansässigen Vereins gliedert sich in drei gleichberechtigte Kammern, Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftskammer.

FSC Vorstand Diefenbach begrüßte das prominente Neumitglied: „Der Besuch von Frau Dr. Tappeser am FSC-Friday hier bei uns in Heidenrod im 1. FSC-zertifizierten Schulungswald ist mir eine besondere Ehre. Die Gemeinde Heidenrod ist seit langem FSC-zertifiziert und ich freue mich als Vorstand der Sozialkammer im FSC-Deutschland über die Mitgliedschaft von Frau Staatssekretärin.“

Auch der stellvertretende Geschäftsführer des FSC Deutschland Elmar Seizinger zeigte sich äußerst erfreut, dass die Staatssekretärin in ihrem vollen Terminkalender ausgerechnet am FSC-Ehrentag noch Zeit für ein Treffen zum Thema FSC hatte. Seizinger unterstrich: „Als Verein lebt der FSC Deutschland davon, dass sich Personen für das Anliegen einer verantwortungsvollen Forstwirtschaft engagieren und damit die Zukunft der Wälder aktiv mit gestalten. Abschließend äußerte Elmar Seizinger auch seine Hoffnung, dass Hessen-Forst als Betrieb dem FSC mittelfristig beitreten werde und so die hessischen Interessen eine gewichtige Stimme im FSC Deutschland bekommen.

Über den 1. FSC-zertifizierte Schulungswald
Der 1. FSC-zertifizierte Schulungswald wurde im Sommer 2013 im Gemeindewald Heidenrod eröffnet. An 25 Stationen können Besucher den Wald und seine Bewohner näher kennenlernen und so ihr Waldwissen erweitern. Nach über einem Jahr zeigt sich, der Schulungswald wird nicht nur von Schulkassen, Kindergärten und Jugendgruppen gut angenommen, auch die Bevölkerung der Umliegenden Gemeinden hat den 1. FSC-zertifizierten Schulungswald als schönes und lohnendes Ausflugsziel entdeckt. Realisiert wurde das Projekt vom damaligen Revierförster in Heidenrod, der Deutschen Waldjugend, dem FSC Deutschland und seinem Partner Xyladecor.

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5. Firstverlängerung zum Auslaufenlassen von Unternehmensrisikobewertungen im Controlled-Wood-System

Wenn FSC-Mix-Produkte hergestellt werden, werden zertifizierte Herkünfte mit kontrollierten Herkünften (Controlled Wood) gemischt. Damit Materialmengen als „Controlled Wood“ deklariert werden können, müssen Nachweise zur Herkunft vorliegen und zu den Herkünften eine Risikobewertung vorgenommen werden, ob inakzeptable Praktiken vorkommen können oder nicht. Beim Ergebnis, dass das Risiko nicht niedrig ist, ist der Holzstrom bis zurück zur Bewirtschaftungseinheit zurückzuverfolgen und zu prüfen.
Für die Risikobewertung gibt es zwei Formen: Eine Nationale Risikobewertung (National Risk Assessement), die nach festgelegten Verfahren mit öffentlicher Anhörung durch eine anerkanntes Gremium hergeleitet wird. Sowie die Risikobewertung durch Unternehmen (Company Risk Assessement) selbst. Zur Verbesserung der Konsistenz des FSC-Systems wurde beschlossen, dass unternehmenseigene Risikobewertungen bis 31.12.2014 auslaufen müssen.

Diese Frist wird nun auf 31.12.2015 verlängert. Die Begründung: Das Inkrafttreten des zutreffenden Controlled-Wood-Standards 40-005 ist für den Juli 2015 geplant. Weitere Übergangsregeln werden rechtzeitig zum Inkrafttreten bekannt gegeben.
Für eine Übergangzeit bis Ende 2017 können auch konsolidierte Unternehmensbewertungen nach den neuen strengeren Regeln eingesetzt werden. Ab 2017 gibt es dann nur noch Nationale Risikobewertungen.

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6. Warenzeichenschutzmaßnahme: Gartenmöbelendkundenhändler-Mailing - Gartenmöbelsaison 2015

Um den Schutz der FSC®-Warenzeichen zu verbessern, hat FSC Deutschland führende Gartenmöbelhändler angeschrieben, die in Ihrer Kommunikation direkt an die Endkunden herantreten. Nicht angeschrieben wurden Unternehmen, die bereits zertifiziert oder lizenziert sind.
Das Schreiben beinhaltete eine detaillierte Erläuterungen zum Umgang mit den FSC-Warenzeichen und schilderte die Vorteile einer Zertifizierung oder einer Werbelizenz.

Der Anlass für dieses Mailing ist die Beobachtung, dass im Bereich Gartenmöbel missbräuchliche FSC-Aussagen vorkommen. Oft wurde das Kürzel „FSC“ oder auch die werbliche Umschreibung der FSC-Aussage in Namen und Produktbeschreibungen angefunden, ohne mit gültiger Zertifikats- oder Lizenznummer eine Wahrhaftigkeit nachprüfen zu können. Auf der einen Seite freut es uns natürlich, wo immer FSC genannt und beworben wird, auf der anderen Seite sollte dies dann aber nur geschehen, wenn diese Behauptungen zutreffend und nachprüfbar sind. Insbesondere der Schutz der Verbraucher steht hier an vorderster Stelle. Aber auch die Vermeidung von unlauterem Wettbewerb und damit der Schutz der Zertifikats- und Lizenzinhaber ist ebenso wichtig.
Das Ziel des Mailings soll über die Aufklärung hinaus, den Missbrauch der Warenzeichen verhindern, sowie entsprechend dazu beitragen die FSC-Nachfrage in der Gartenmöbelbranche weiter voranzubringen und somit die Anzahl an zertifizierten und/oder lizenzierten Unternehmen und FSC-Produkten zu steigern.

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7. Frankfurter Stadtwald jetzt mit FSC-Zertifikat

Seit Sommer diesen Jahres ist die Stadt Frankfurt am Main Europas Stadt der Bäume und seit kurzer Zeit sind die rund 6.000 Hektar Wald im Besitz der Bankenmetropole auch FSC-zertifiziert. Am 17. Oktober 2014 war es so weit, Rosemarie Heilig die Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, zu deren Ressort auch der StadtForst gehört, hält die offizielle Zertifizierungsurkunde in der Hand. Mitten im Frankfurter Stadtwald am Rande einer künftigen Referenzfläche, die durch den städtischen Fortbetrieb zur Stilllegung vorgesehen ist, überreichte der Auditor Herr Kaltenmorgen von der Firma LGA InterCert das Zertifikat an die Dezernentin und den Forstbetrieb. Mit dabei im Wald waren zahlreiche Vertreter der regionalen und überregionalen Presse, eine Stadtverordnete, fast alle Revierleiter des Stadtforstes, der Leiter des Grünflächenamtes und ein Vertreter des FSC Deutschland. Trotz des herbstlichen Wetters war die Stimmung gut und Dezernentin Heilig konnte sichtlich erleichtert, das neue Zertifikat in den Händen zu halten, für das sich bereits ihre Vorgängerin im Amt eingesetzt hatte. Für den Frankfurter Stadtwald sei es eine „Ehre und Auszeichnung“ nun nach den Kriterien des FSC zertifiziert zu sein, so betonte Heilig bei der Zertifikatsübergabe und unterstrich auch ihre persönliche Beziehung zum Stadtwald. Hier habe sie sich schon vor zwanzig Jahren als junge Stadtverordnete gegen den Einsatz von Pestiziden und für mehr Naturnähe starkgemacht.

Mit dem Frankfurter Stadtwald sind mittlerweile rund 32.000 Hektar Wald in Hessen FSC-zertifiziert. Damit wird auch in Hessen der Trend zu mehr zertifiziertem FSC-Wald in Deutschland fortgesetzt.

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8. Pflanzaktion im Bopparder Stadtwald, 2000 Setzlinge für FSC-zertifizierten Wald

Die Staatsforsten des Landes Rheinland-Pfalz sind seit einiger Zeit FSC-zertifiziert. Der Bopparder Stadtwald ist in diesem Bundesland der Pionier für verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Er war der dritte Wald in der Bundesrepublik, der dieses Holzsiegel führte. Dr. Gerd Loskant, der Leiter des Forstamts Boppard ist selbst Vorstandsmitglied beim FSC Deutschland und so wurde dieser Stadtwald zu einem Vorzeigeobjekt am Rhein.

Aus dem gemeinsamen Interesse für Nachhaltigkeit, Schutz der Wälder und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Xyladecor und dem FSC unter dem Motto: Gemeinsam für Wald und Mensch. Unter dem Namen „Holzschutz ist Waldschutz“ entstand im Sommer des vergangenen Jahres in Heidenrod (Westtaunus) der 1. FSC-zertifizierte Schulungswald mit 30 Lernstationen. In sehr kurzer Zeit wurde dieser Wald zum Wissens-Infopoint unter freiem Himmel mit einem Wald-Klassenzimmer.
Gegen Naturgewalten wie Orkane oder lang anhaltende Trockenheit, verbunden mit z.B. Borkenkäferbefall, sind jedoch selbst FSC-zertifizierte Wälder machtlos, hier muss trotz alldem von Menschenhand aufgeforstet werden. Am 18.10. d. J. wurden jetzt im Bopparder Stadtwald 2000 Setzlinge, gespendet von Xyladecor, gepflanzt. Neben dem Baum des Jahres, der Traubeneiche, waren die Baumarten Buche, Walnuss, die im Forstamt Boppard besonders geförderte Elsbeere und Eibe vertreten. Für das Pflanzen im Wald konnte die Deutsche Waldjugend gewonnen werden. Schon beim Aufbau des Schulungswaldes in Heidenrod leistete sie einen großen Beitrag zur Realisierung dieser sichtbaren und fühlbaren Waldpädagogik.

Die Traubeneiche, den Baum des Jahres, setzten symbolisch der Bopparder Bürgermeister Dr. Walter Bersch und der Leiter des Forstamtes und Initiator Dr. Gerd Loskant.
Am Ende waren sich alle einig: Dieser Wald, u.a. mit herrlichem Ausblick auf den Rhein, in einer Unesco Weltkulturerbe- Region ist viel mehr als die Summe seiner Bäume. Er verfügt über eine starke symbolische und märchengleiche Ausstrahlung und Anziehungskraft für Jung und Alt, für Einheimische und Gäste. Ihn gilt es zu erhalten. Diese Pflanzaktion war der Beweis dafür, und die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder der Deutschen Waldjugend und der Schulkinder verdeutlicht, dass die Jugend auch im digitalen Zeitalter dem Wald verbunden ist.  

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9. Der living Planet Report 2014 des WWF

Im diesjährigen living planet Report des WWF wird der momentane Zustand unserer Erde im Hinblick auf Ressourcennutzung und Artenvielfalt erfasst. Zwar sind die Ergebnisse alarmierender als je zuvor, es werden allerdings auch Lösungsstrategien mitgeliefert.

Im sogenannten ökologischen Fußabdruck wird das Maß unserer Ressourcennutzung, gemessen an der Landmasse, die für die Bereitstellung von Ressourcen verantwortlich ist, dargestellt. Kurzum, wie viel Ackerland, Weidefläche, Baugrund, Fischgründe und produktive Wälder nutzen wir? Auch der CO2 Fußabdruck wird mit einbezogen, er gibt die Waldfläche an, die notwendig wäre um all das CO2 zu adsorbieren, was die Kapazitäten der Ozeane überschreitet. Das kurzgefasste Ergebnis: Die menschliche Nachfrage nach Ressourcen übersteigt das Angebot der Erde bei weitem. Weltweit bräuchten wir ungefähr 1,5 Erden um all unsere Ressourcenbedürfnisse auszugleichen. Betrachtet man nur Deutschland wären es sogar 2,6 Erden. Wir verbrauchen also mehr als doppelt so viele Ressourcen wie uns zur Verfügung stehen und leben so auch auf Kosten anderer, ärmerer Länder. Damit sich, global betrachtet, ein Land als nachhaltig bezeichnen darf muss es zwei Bedingungen erfüllen: zum einen darf der pro Kopf ökologische Fußabdruck die verfügbaren Ressourcen nicht überschreiten und zum anderen muss ein akzeptabler Lebensstandard für die Bewohner im Land herrschen. Nach dieser Definition ist kein Land der Erde nachhaltig.

Außerdem ist die Artenvielfalt in den vergangenen 40 Jahren um 52% zurückgegangen. 2013 wurde die höchste Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre jemals gemessen und eine erhöhte CO2 Konzentration führt wieder zu einer Verstärkung der Versauerung der Ozeane.

Was können wir tun? Besteht überhaupt noch Hoffnung? Der WWF sagt ja. Allerdings setzt dies ein sofortiges und radikales Umdenken voraus. Für jeden Einzelnen anwendbar bedeutet das: Essen sie so oft wie möglich vegetarisch, fliegen sie nur wenn es absolut notwendig ist, kaufen sie Haushaltsgeräte mit der besten Energieklasse, achten sie beim Einkauf auf Produkte mit Zertifikat und heizen sie richtig. Warum all dies und die genauen Erkenntnisse des Berichtes können sie hier nachlesen: http://www.wwf.de/living-planet-report/

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10. NEUE TERMINE: FSC-Workshops zu Chain-of-Custody

Holen Sie sich Ihren Informationsvorsprung zum Thema Zertifizierung, mit einem Seminar zur FSC Chain of Custody! Wir reisen durch Deutschland und Österreich und bringen Ihnen eine FSC-Zertifizierung für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nahe. In unseren Seminar bekommen Sie alle Informationen zum FSC und der Zertifizierung in der Produktkette aus erster Hand. Dabei greifen wir die unterschiedlichen Themen in der Produktkettenzertifizierung auf und informieren Sie darüber, wie Sie FSC für Ihr Unternehmen richtig nutzen können und dabei einen Beitrag zu verantwortungsvoller Forstwirtschaft leisten.

Neben Tipps und Hilfen zu Produktketten-Zertifizierung, zeigen wie Ihnen auch wie FSC bei der Einhaltung der EU-Holzhandelsverordnung helfen kann und wie Sie die FSC-Warenzeichen korrekt bei Ihren Produkten sowie in der Werbung einsetzen können.
Mehr Informationen und Termine finden Sie hier:

http://www.fsc-deutschland.de/workshops.45.htm

Die nächsten Termine:

13.11.2014 Würzburg
18.11.2014 Bielefeld
03.12.2014 Hannover
16.12.2014 Karlsruhe
27.01.2015 Berlin
03.02.2015 Frankfurt
25.02.2015 Rosenheim
27.03.2015 Köln

Gerne kommen wir für eine Hausschulung auch Direkt zu Ihnen ins Unternehmen. Sprechen Sie uns an!
Kontakt: Sergio Di Fatta, Tel.: +49 761 38653 52 oder info(at)fsc-deutschland.de

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11. Handbuch-Seminar

Mit unserer Hilfe schnell zum FSC-Handbuch für die Produktkettenzertifizierung!
„FSC-Handbuch schreiben leicht gemacht“ vom 13.-14. November 2014 in Würzburg

Wenden Sie die FSC-Regeln korrekt an und kommen Sie erfolgreich zu Ihrem Zertifikat.
Schreiben Sie Ihr Handbuch mit Unterstützung von Experten Schritt für Schritt!

In unserem zweitägigen Seminar entwerfen Sie unter Anleitung das Handbuch für Ihr Unternehmen und legen dar, wie die Regeln des FSC in Ihrem Unternehmen umgesetzt werden. Ihr Handbuch ist die Grundlage für ein erfolgreiches Audit. Während des Seminars werden Sie von einem erfahrenen Experten und einem Mitarbeiter des FSC Deutschland unterstützt. Das Angebot richtet sich sowohl an zertifizierte Unternehmen, die Ihr Handbuch verbessern oder den Geltungsbereich des Zertifikates verändern möchten als auch an Unternehmen, die sich auf ihr Erstaudit vorbereiten.

Weitere Informationen unter http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.88.htm

Wenn Sie an diesem Seminar Interesse haben dann melden Sie sich bei Mareike Kröner: mareike.kroener(at)fsc-deutschland.de.

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