November 2013

FSC Deutschland Newslatter

Newsletter des FSC Deutschlands (© Thorben Wegert /PIXELIO)© Thorben Wegert /PIXELIO

FSC Newsletter Oktober 2013
Liebe Leserinnen und Leser,
 

wir freuen uns Ihnen heute den FSC Deutschland Newsletter für den Monat November übersenden zu können. Mit vielen Aktionen und hoch Motiviert ist der FSC Deutschland in die kalte Jahreszeit gestartet. Alle Kammern sowie der Richtlinienausschuss haben sich in den letzten fünf Wochen zu regulären Sitzungen getroffen und bevor das Jahr sich dem Ende neigt, wird auch der Vorstand des FSC Deutschland nochmal in Klausur gehen, um die Leitlinien für 2014 festzulegen.

Aus der Freiburger FSC-Geschäftsstelle wünschen wir einen schönen Start in die Adventszeit und schon jetzt viel Erfolg bei der Weihnachtsbaumsuche – hoffentlich mit FSC-Zertifikat!

Wenn Sie außerhalb des Newsletters auf dem Laufenden bleiben wollen, schauen Sie einfach regelmäßig auf unserer Webseite  unter Aktuelles  oder bei den Pressemitteilungen nach den neusten Nachrichten!

Ihr FSC-Team

PS: Im Zusammenhang mit der mäßig erfolgreichen Weltklimakonferenz in Warschau, hat der Journalist Jochen Clemens in der Zeitung DIE WELT die Chanche und Notwendigkeit von FSC für das Weltklima hergevorgehoben. >LINK zum Artikel<



Inhalt:

  1. FSC – ein Siegel für Wälder mit Zukunft (Veranstaltung)
  2. Beim Weihnachtseinkauf an den Wald denken!
  3. Werden Sie FSC-Partner auf der Top-Messe der Papierbranche
  4. Jetzt Schulungen für 2014 planen und buchen
  5. Bericht: FSC-Stakeholdertreffen zur OCP in Kassel
  6. FSC Exkursion nach Chile
  7. Bericht: FSC Wirtschaftskammer in Kassel
  8. Bericht: 3. Tagung FSC Waldausschuss
  9. Schnittholz aus Deutschland mit dem FSC® Zeichen: Ein Chance für Mehrwert?
  10. Der FSC unterstreicht die Bedeutung von forstlichen Kleinbetrieben auf der diesjährigen IUFRO-Tagung
  11. Neues Aussehen, gleiche Funktion – FSC startet das neue Warenzeichen-Portal

Terminübersicht:
5.12.2013 Berlin: FSC - ein Siegel für Wälder mit Zukunft
22.-23.01.2014 FSC Waldausschuss, Saarland
25.01. – 28.01.2014 Green Paper Show - Paperworld, Messe Frankfurt
29.01.2014 Produktkettenschulung, Frankfurt/Main
13.02.2014 FSC-Schulung COC, München
20.022014 Produktkettenschulung in Freiburg
06.03.2014 Produktkettenschulung in Kassel


1. FSC - ein Siegel für Wälder mit Zukunft

Termin: 5. Dezember 2013
Was können Politik, Wirtschaft und Verbraucher für eine nachhaltige Forstwirtschaft tun?


Nachhaltigkeitszertifikate werden für die Kaufentscheidung immer wichtiger. Deshalb besteht die Herausforderung darin, Verbrauchern bei der Vielzahl von Umweltsiegeln Orientierungshilfe zu geben. Wie kann die Politik Güte- und Nachhaltig¬keitssiegel besser nutzen? Wie können Verbraucher besser informiert werden? Warum wurden die Wälder in Rheinland-Pfalz „FSC-Land“? Welche Branchen setzen mit dem FSC-Siegel ein Zeichen für den Klimaschutz? Und: Was muss die Politik tun, um mehr Zertifizierung zu fördern und so nachhaltige Wälder für die Zukunft zu sichern?

Zu diesen und anderen Fragen beziehen Ulrike Höfken, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Marie-Luise Dött MdB, Johannes Zahnen vom WWF und Dr. Bettina Rechenberg, Umweltbundesamt, im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs Stellung. Moderiert wird die Veranstaltung von Volker Angres (ZDF).

Das Siegel des Forest Stewardship Councils® (FSC) gilt international als der anspruchsvollste Standard für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Wald-bewirtschaftung. Im Rahmen der Zertifizierung soll der Wald als Ökosystem gesichert und zugleich eine zukunftsfähige Nutzung von Holz garantiert werden. Der FSC führt dabei alle Akteure zusammen, die ein Interesse daran haben, Wälder langfristig zu erhalten. Damit sind im FSC sowohl die Interessen von Unternehmen aus der Holz- und Forstwirtschaft und dem weiterverarbeitenden Gewerbe als auch die Bedürfnisse von Menschen, die mit und vom Wald leben, und die Anliegen der relevanten Sozial- und Umweltorganisationen organisiert.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am 5. Dezember 2013 und spannende Diskussionen zum Thema der verantwortungsvollen Forstwirtschaft.

Hinweise zur Veranstaltung:
5. Dezember 2013 | 11.30 bis 16.00 Uhr
Dachrestaurant Käfer im Deutschen Bundestag | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin
(Zugang zum Deutschen Bundestag über: Besucherempfangszentrum Scheidemannstraße.)

Anmeldung:
Ihre Anmeldung zu der Veranstaltung können Sie jetzt schon per Mail an Erika.Mueller(at)fsc-deutschland.de senden.
Wir bitten Sie, Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihr Geburtsdatum anzugeben, um die Einlasskontrolle zu erleichtern.


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2.  Beim Weihnachtseinkauf an den Wald denken!
Beim Online-Einkauf FSC Deutschland unterstützen

Spenden beim einkaufen – ohne finanziellen Mehraufwand

Wer in der Weihnachtszeit auch gerne unterstützen möchte,  aber keinen finanziellen Mehraufwand haben möchte,  der hat jetzt die Chance beim Weihnachtseinkauf den FSC aktiv zu helfen: Die Homepage www.boost-project.com listet nahezu alle gängigen Onlineshops (z.B. amazon, bahn.de, HRS, OTTO, dawanda oder expedia). Wählen Sie auf dem Weg zum Einkauf einfach den Zwischenschritt über die Seite von Boost Project,  spenden Sie automatisch für den FSC.

Wie funktioniert das? www.boost-project.de fungiert als sog. „Affiliate“. Das sind Anbieter, die für andere Firmen Werbebanner auf Webseiten platzieren. Wählt ein Kunde den Weg zur Firma über diesen platzierten Banner, so erhält der Affiliate eine Provision. Wer seinen Onlinekauf „boostet“, der verhilft Boost Project also zu einer solchen Provision – und die wird zu 90% an die gemeinnützige Organisation Ihrer Wahl weitergeleitet, anstatt wie üblich an Werbe- oder Marketingagenturen. Sie spenden also, ohne einen Cent zu bezahlen! Die Seriosität der Seite wurde übrigens von der „Wirtschaftswoche“, der „Zeit“ und anderen Medien geprüft.

Wenn Sie beim nächsten Onlineeinkauf dem FSC Deutschland bei seiner wertvollen Arbeit für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft unterstützen wollen, dann können Sie dies unter diesem Link tun: https://www.boost-project.com/de/charities/1772. Über den Button „Jetzt einkaufen“ gelangen Sie zur Auswahl der teilnehmenden Onlineshops. Wenn Sie jetzt auf einen der Shops/Portale klicken, gelangen Sie direkt auf die Seite des Anbieters und können ganz normal einkaufen und dabei etwas Gutes für den Wald tun.

Beim Weihnachtseinkauf an den Wald denken und boosten – der FSC dankt ihnen für Ihre Unterstützung!


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3. Werden Sie FSC-Partner auf der Top-Messe für die Papierbranche

Vom 25. bis 28. Januar 2014 bieten wir Firmen und Zertifizierungsunternehmen die Möglichkeit, zusammen mit dem FSC Deutschland auf der Paperworld (Messe Frankfurt) aufzutreten. Sie beteiligen sich damit unmittelbar am Messestand des FSC Deutschland und können diesen aktiv für Ihre Messepräsenz nutzen. Anmeldungen sind noch bis zum 15.12.2013 bei der Geschäftsstelle des FSC Deutschland möglich.


Beteiligen Sie sich mit Ihrem Unternehmen und werden Sie Teil unseres Messestandes zum Thema „green paper“. Wir drucken für Sie Roll-up Banner, die zusammen mit Informationsmaterial auf dem FSC-Stand ausgestellt werden. Außerdem können Sie für Ihr Unternehmen eine Anzeige in den FSC-Green Pages sowie eine attraktive FSC-Gemeinschaftsanzeige im PBS Report zur Paperworld 2014 buchen. Auch in unserem Newsletter und auf der Homepage des FSC Deutschland werden Sie als Partner des FSC auf der Paperworld genannt.


Nutzen Sie also die Chance sich gemeinsam mit dem FSC auf der Paperwold darzustellen und werden Sie Messepartner! Genauere Informationen zu Preisen und Konditionen sind in einem Konzept zusammengestellt und als PDF-Datei auf unserer Webseite erhältlich. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle ist:
Frau Mareike Kröner: +49 761 38653-51 – service[at]fsc-deutschland.de

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4. Jetzt Schulungen für 2014 planen und buchen

Wie sind Ihre Aus- und Fortbildungspläne für 2014?
Der FSC Deutschland hat bereits die Schulungstermine für das erste Halbjahre 2014 bekanntgegeben.

Für unsere FSC Workshops zur Produktketten-Zertifizierung reisen unsere Experten auch im kommenden Jahr wieder quer durchs Land. Geplant sind Schulungen unter anderem in Frankfurt/Main, Freiburg, Kassel, Wien, Bremen und Düsseldorf. Wenn Sie sich zertifizieren lassen wollen, kurz vor dem Audit stehen oder noch mehr über FSC-Themen wissen wollen dann besuchen Sie unsere nächsten Schulungen am 29.1.2014 in Frankfurt/Main, am 13.2.2014 in München oder am 20.2.2014 in Freiburg. Weitere Informationen zum Workshop-Inhalt und Anmeldeformulare und alle weiteren Termine finden Sie auf unserer Schulungsseite.

Wenn Sie sich für Hausschulungen in Ihrem Unternehmen interessieren, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen, um einen individuellen Termin zu vereinbaren.

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5. Bericht: FSC Stakeholdertreffen in Kassel

Die Beteiligung von betroffenen Partnern an wichtigen Änderungen im FSC ist wichtiger Bestandteil des FSC-Regelwerks. Insbesondere, weil die geplante Online Plattform (Online Claims Platform –OCP) für FSC-Aussagen eine gewichtige Umstellung für alle FSC-zertifizierten Unternehmen darstellt, findet aktuell weltweit eine umfangreiche Stakeholderkonsultation des FSC statt. Informationen zur OCP sowie Hinweise darüber, wie sich Betroffene in den Prozess mit Ihren Meinungen und Anregungen für den Aufbau der Plattform einbringen können, stehen auf der Internetseite des FSC Deutschland und des FSC International zur Verfügung.


Darüber hinaus hatte der FSC Deutschland am 26. November 2013 zu einem sog. Stakeholdertreffen für interessierte Unternehmen nach Kassel eingeladen. Ziel des Treffens war es, umfangreich über den bisherigen Planungsstand bzgl. der OCP Plattform zu informieren. Des Weiteren sollten Meinungen, Sorgen und Anregungen zum Thema gesammelt werden, um diese in den bis Ende Dezember 2013 laufenden Konsultationsprozess des FSC International einzubringen.
Über 50 Teilnehmer aus dem In- und Ausland folgten der Einladung des FSC Deutschland, um sich über OCP zu informieren und ein Statement zum bisherigen Stand des Vorhabens abzugeben. Die anwesenden Vertreter der Zentral-Europäischen Holzwerkstoffindustrie, von Verpackungs- und Papierherstellern, aus dem Endkundenhandel sowie von Verbänden nutzten rege die Chance, ihre Sorgen, Kritikpunkte und Erwartungen gegenüber dem FSC zu äußern. Über 26 qualifizierte Statements nach zwei Stunden Diskussion machen deutlich, dass es für den FSC International und seine Partner noch viel zu tun gibt, um die Notwendigkeit der Online Claims Platform sowie deren Vorteile den FSC-zertifizierten Unternehmen deutlich zu machen. Insbesondere die bisherige Kommunikation und fehlende Detailinformationen zu OCP wurden massiv kritisiert. Viele Unternehmen sorgen sich bei der Digitalisierung der Daten insbesondere um die Datensicherheit für Ihre Lieferanteninformationen. Auch der bisher nicht abschätzbare Arbeitsaufwand bereitet vielen Unternehmen Sorge. Die Chance, global größere Sicherheit und Nachvollziehbarkeit bezüglich FSC-Aussagen zu bekommen und die bisherigen Papierdokumente durch digitale Systeme abzulösen, zählten hingegen zu den Chancen, die OCP als Datenbank bietet. Einige Unternehmen wünschten sich auch weitere Funktionen, die ggf. auch optional zur Verfügung stehen sollen, um so bisherige betriebsinterne Systeme ersetzen zu können.


Der FSC Deutschland hat die 26 Kommentare der Veranstaltungsteilnehmer in einem Dokument gesammelt und wird dies in den nächsten Wochen auf Englisch übersetzen, um diese Punkte in den Konsultationsprozess bei FSC International aktiv einzubringen. Durch diese Anregungen soll der weitere Prozess zur OCP im Sinne der beteiligten Unternehmen beeinflusst werden, um am Ende ein praktikables und für die meisten Akteure tragbares Ergebnis zu erzielen. Letztendlich soll mit der Einführung von OCP, die durchaus erst in einigen Jahren erfolgen kann, ein System an den Start gehen, das die Glaubwürdigkeit des FSC-Systems grundsätzlich fördert und damit den FSC-zertifizierten Unternehmen Sicherheit bei der Verarbeitung von FSC Waren gibt.


FSC Deutschland sieht den Bedarf die Diskussion zur OCP fortzusetzen und will im Verlauf 2014, sobald weitere Details vorliegen erneut zum Dialog mit den Unternehmen einladen.

Ansprechpartner für Fragen zur OCP in der Geschäftsstelle sind:
Ulrich Malessa (ulrich.malessa[at]fsc-deutschland.de) und Mareike Kröner (mareike.kroener[at]fsc-deutschland.de)

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6. Waldexkursion nach Chile

Die Forstwirtschaft in Chile ist geprägt von intensiv bewirtschafteten Plantagen auf der einen und intakten Urwäldern auf der anderen Seite.
Einen Einblick in dieses Spannungsfeld und die Rolle des FSC gibt jetzt eine zweiwöchige Fachexkursion vom 3. bis 14 März 2013 nach Mittelchile.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Burkhard Müller-Using, Prof. Dr. Erwin Hussendörfer und Lena Götz sollen sich die Teilnehmer einen umfangreichen Eindruck von den forstlichen Gegebendheiten in Chile machen können.

Nähere Informationen und Anmeldung gibt es hier zum Download.

 
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7. Bericht: FSC Wirtschaftskammer tagt in Kassel


Am 26. November 2013 traf sich die FSC Wirtschaftskammer zu ihrem zweiten Jahrestreffen 2013. Unter Leitung der beiden FSC Vorstandsmitglieder Hans Röhrs und Dr. Gerd Loskant sowie der Geschäftsführung wurde insbesondere die strategische Ausrichtung des FSC Deutschland im Marktaktionsplan 2014 diskutiert. Die FSC Mitglieder in der Wirtschaftskammer unterstrichen hierbei ihr Interesse daran FSC als Marke für verantwortungsvolle Waldwirtschaft weiter am deutschen Markt zu etablieren. Deutlich wurde dabei, dass dieser Prozess vielen Akteuren noch zu langsam voranschreitet und dass der Wunsch nach mehr FSC auf dem deutschen Markt nach wie vor sehr groß ist.


Die Etablierung neuer Ausschüsse innerhalb des FSC fand ein positives Echo und führte am Rande der Veranstaltung auch zu ersten konkreten Gesprächen, die zur Gründung neuer Fachausschüsse führen sollen. Mit den Fachausschüssen sollen Spezialthemen im kleinen Expertenkreis besprochen werden, um so Maßnahmen für die Weiterentwicklung des FSC gezielter und mit mehr Kraft organisieren zu können.


Sehr interessiert verfolgten die Mitglieder der FSC Wirtschaftskammer auch dem Vortrag zur Marktstudie „Analyse der Marktsituation für FSC® in der Sägeindustrie“ von Dr. Franz-Josef Lückge & Dr. Christian Held (UNIQUE forestry and land use GmbH, Freiburg) die von der Gutes Holz Service GmbH (FSC® Deutschland) in Auftrag gegeben wurde. Exklusiv wurden die Ergebnisse der Studie den Teilnehmern durch die Verfasser präsentiert. Die sich anschließende Diskussion befasste sich damit, welche Schlüsse der FSC aus den Ergebnissen ziehen sollte und welche Auswirkungen diese für strategische Entscheidungen im Bereich der FSC-Marktentwicklung hat.

Zum Schluss der Veranstaltung gab FSC Geschäftsführer Dr. Uwe Sayer noch einen Überblick über bevorstehende Projekte, laufende Konsultationen und Standardänderungen aus dem FSC International.


Für Fragen zur FSC Wirtschaftskammer sowie zu einer FSC Mitgliedschaft, wenden Sie sich bitte an die FSC-Geschäftsstelle.


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8. Bericht: 3. Treffen FSC Waldausschuss

Bereits zum dritten Mal hat sich der FSC-Waldausschuss vom 22.-23. Oktober 2013 auf eine Einladung der Landesforsten Rheinland-Pfalz hin im Soonwald getroffen. Da in der FSC-Wirtschaftskammer auch die Holzhändler, Druckdienstleister, Einzelhändler und viele andere Akteure organisiert sind, hatte sich im letzten Jahr der Waldausschuss gegründet. Auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken beteiligte sich als Gastgeberin an den Gesprächen der FSC-Forstexperten.

Ziel dieses Ausschusses ist es, die zentralen Interessen der Waldbesitzer sowie deren Themen ausführlich im Kreis von Fachleuten zu diskutieren. Im FSC-Waldausschuss können zertifizierte Waldbesitzer darüber hinaus den Austausch pflegen und sich so innerhalb des FSC positionieren. Beim letzten Treffen stand vor allem die anstehende Revision des Deutschen FSC-Standards im Mittelpunkt. Ausführlich wurde darüber diskutiert, welche Punkte des FSC-Standards aus Sicht der Waldbesitzer weiter entwickelt werden sollten. Grundlage sind hier neuere wissenschaftliche Erkenntnisse aber auch die Erfahrungen der Forstexperten, die mit den bestehenden Regelungen in der Praxis gemacht wurden. Eine Reihe von Schwerpunktthemen wurden diskutiert und ein Meinungsbild erzeugt. Zusammenfassend wurde der bestehende FSC-Standard als eine gute Basis im Grundsatz nicht in Frage gestellt. „Es ist deutlich geworden, dass sich höchstwahrscheinlich auch künftig der FSC-Waldstandard von konventioneller Forstwirtschaft unterscheiden wird“, so die Prognose von Elmar Seizinger, Moderator des Revisionsprozesses und Koordinator des FSC-Waldausschusses.

Am 23.10. kam Forstministerin Ulrike Höfken zu einem Arbeitsfrühstück hinzu. In sehr offener Atmosphäre wurden mit der Ministerin auch strategische Fragen diskutiert. Sie betonte dabei die aus ihrer Sicht große Bedeutung der Vermarktung von FSC-Produkten. Auch für die Fragen der Waldbesitzer nahm sich die Ministerin Zeit und erläuterte Ihre Positionen und Einschätzungen.
Das nächste Treffen des FSC-Waldausschusses findet vom 22.-23.1.2014 im Saarland (der genaue Tagungsort wird noch bekannt gegeben) statt.

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9. Schnittholz aus Deutschland mit dem FSC® Zeichen: Ein Chance für Mehrwert?

Der FSC® Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt – zur Förderung verantwortbarer Waldwirtschaft, sein Nachhaltigkeitszeichen in den relevanten Holzbranchen zu steigenden Marktanteilen zu verhelfen. Dies gelingt bereits bei den Außenraummöbelierern, in der Druckindustrie, den Tissueherstellern sowie aktuell mit hohem Entwicklungspotential in der Verpackungsindustrie.
Wie sieht jedoch es mit den Schnittholzherstellern in Deutschland aus? Wer bestimmt die Nachfragebei den Produkten der Säger? Derzeit gibt es in Deutschland nur etwas mehr als 60 FSC-zertifizierte Sägewerke, die überwiegende Zahl davon verarbeitet Laubholz.

Sägewerke sind jedoch die Abnehmer des Brot-und-Butter-Sortiments der Forstbetriebe: des sägefähigen Stammholzes. Dieses Holz macht in der Regel den weit überwiegenden Anteil der Einnahmen aus. Deutschland ist ein im europäischen Vergleich starker Standort für die Schnittholzproduktion mit rund 20 Millionen cbm Nadel- sowie 1,5 Millionen cbm Laubschnittholz. Ein Drittel dieser Mengen sind davon sogar für den Export bestimmt.

Die Sägeindustrie ist zudem ein zentraler Ausgangspunkt für verschiedene bedeutende Wertschöpfungsketten. Darunter fällt auch der Bau- und Holzbausektor, aber auch die massivholzverarbeitende Möbelindustrie und der Holzhandel als Distributor zu vielen Teilsektoren. Ein relevanter Prozentsatz der Produktion geht auch in die Paletten- und Kistenherstellung. Die Sägenebenprodukte (Rinde und Späne) sind wiederum Ausgangsmaterial für eigene Wertschöpfungsketten. Die Sägeindustrie ist damit einer der Verteilerkästen im Kabelgeflecht der Wald-Holz-Wertschöpfung.

Ein marktrelevantes FSC-Zeichen benötigt eine Verankerung in der Sägeindustrie und bei deren Nachfragerbranchen. FSC Deutschland hat deswegen Experten beauftragt, in einer Studie Hinweise und Orientierungsrichtlinien zu erarbeiten, damit dies erreicht werden kann. Eine Zusammenfassung der Studie können Sie HIER nachlesen.

Die Experten beschreiben die aktuelle Situation wie folgt: Im Laubschnittholz haben sich stabile und erfolgreich bediente Nischen entwickelt, die in Teilen auch zu Massenmärkten aufschließen können. Genannt werden hier Parkett oder Massivholz für den hochwertigen Innenausbau. Im Nadelholz ist die Situation anders: hier findet derzeit erst die Stabilisierung von Nischen statt. Auch ermöglicht FSC in manchen Exportmärkten den Marktzutritt. Die Realisierung ökonomischer Vorteile bei der Vermarktung wird von den Entscheidern als kritisch beurteilt.

Die Studie hebt eine wesentliche Herausforderung für den FSC Deutschland hervor: Die Schnittholznachfrage in den, der Sägeindustrie nachgelagerten, Branchen muss stimuliert werden. Gute Chancen sieht die Studie für FSC im Bereich der Laubschnittholzmärkte. Die Marktentwicklungsarbeit des FSC Deutschland wird diese Ergebnisse nutzen und Wertschöpfungsketten priorisieren, die die FSC-Produktnachfrage zu den Sägewerken voranbringt. Die Unterstützung der Branche in Bezug auf FSC sowie mehr Inspiration für attraktive Marktchancen mit FSC, werden zentrale Elemente der kommenden Arbeit des FSC Deutschland sein.

Unternehmen aus der Sägeindustrie sowie nachgelagerten Wertschöpfungsketten wenden sich für weitere Informationen an:

ulrich.malessa@fsc-deutschland.de oder mareike.kroener@fsc-deutschland.de

Hier kommen Sie zur Autoren-Zusammenfassung der Studie.



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10. Der FSC unterstreicht die Bedeutung von forstlichen Kleinbetrieben auf der diesjährigen IUFRO-Tagung  


Vom 8.-12. September 2013 fand die International Joint Conference der International Union of Forest Research Organizations (IUFRO) in Fukoka, Japan, statt. Die Tagung stand unter dem Motto “Future Directions of Small-scale and Community-based Forestry”. FSC nutzte die Gelegenheit, um in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Zertifizierung forstlicher Kleinbetriebe zu unterstreichen. In Poster-Sessions und Diskussionen unterstrich FSC die Bedeutung und das Engagement in diesem Bereich. Das ‚Modular Apporach Program‘ (MAP), mit dem FSC Kleinprivatwaldbesitzern gezielt und systematisch Unterstützung zusagen will, wurde in einem Beitrag vorgestellt und umfassend diskutiert. Zusätzlich nutzte der FSC die Gelegenheit, um im Rahmen der Tagung Informationsmaterial an Interessierte zu verteilen.


Kleinparzellierter Waldbesitz ist nicht nur für die Holzproduktion von großer Bedeutung, sondern auch im Hinblick auf Umwelt- und Landschaftsschutz. Denn gerade diese Bewirtschaftung fördert Arten- und Strukturvielfalt und stärkt darüber hinaus ländliche Regionen. Nichtsdestotrotz schlagen sich Phänomene wie Überalterung und Landflucht auch in der Bewirtschaftung kleiner und kleinster Privatwälder nieder und werden somit zu einer Herausforderung, der sich die IUFRO auf der diesjährigen Konferenz annahm. Weitere Infos zur inhaltlichen Ausrichtung der Tagung gibt es hier.
Die IUFRO ist ein weltweiter Zusammenschluss forstlicher Versuchsanstalten. Ihr gehören mehr als 15.000 Wissenschaftler von 700 Institutionen in 110 Ländern an. Aufgabe der IUFRO ist die Koordination und Förderung der Kooperation forstlicher Forschungsanstalten. Einmal jährlich findet in wechselnden Ländern eine Jahrestagung statt.


Für deutsche Kleinwaldbesitzer hält der FSC den FSC-Kleinwaldstandard als praktikable Lösung für Kleinbetriebe bereit und bietet darüber hinaus mit Hilfe des FSC-Zertifizierungsfonds finanzielle Unterstützung bei der Zertifizierung. Informationen finden Sie dazu unter: www.fsc-wald.de.


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11. Neues Aussehen, gleiche Funktion – FSC startet das neue Warenzeichen-Portal

Der FSC freut sich, Ihnen das neue Warenzeichen-Portal vorstellen zu dürfen. Hier können sich FSC-Zertifikatshalter Ihre Produktsiegel und Werbefelder generieren sowie sich über die zugrundeliegenden Standards und weiteren Informationen rund um die Verwendung der FSC-Warenzeichen Kenntnis verschaffen.


Rund 28.000 Nutzer des FSC-Warenzeichen Portals wurden auf das neue System „umgezogen“, was zur Freude aller Beteiligten ohne größere Probleme vonstattenging. Funktional gibt es nichts grundlegend Neues für die Nutzer zu beachten, allerdings wurde das Aussehen auf die Optik des neuen FSC-Internetauftritts transferiert und in diesem Zuge wurde auch der Bedienungskomfort stark verbessert – Willkommen im Web 2.0!
Sollten Sie dennoch Probleme feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren Zertifizierer, der wird sich für Sie um eine optimale Lösung bemühen

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