Newsletter vom 2. Dezember 2015

Termine, Aktionen, Berichte, Informationen

FSC Newsletter (© Christian Pohl / pixelio)© Christian Pohl / pixelio

FSC Sondernewsletter Juli 2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


wir freuen uns Ihnen heute den vorletzten FSC-Newsletter für das Jahr 2015 übersenden zu können. Auch diesmal wollen wir Sie wieder über aktuelle Themen aus FSC-Wäldern und aus dem Markt der FSC verarbeitenden Betriebe informieren. Darüber hinaus stehen bereits erste Termine für FSC-Schulungen, die der FSC Deutschland Unternehmen in der Produktkette anbietet, für das Jahr 2016 fest.


Wir wünschen Ihnen neue Erkenntnisse beim Lesen und einen guten Start in die Adventszeit.


Ihr FSC-Team


  1. Die Regeln für die Verwendung der FSC-Warenzeichen (FSC-STD 50-001) in der Überarbeitun
  2. Hilfe bei der Risikobewertung im Rahmen der EUTR: Geht es auch über einen Internetdienst?
  3. O-Tannenbaum, O-Tannenbaum…wie giftig sind Deine Blätter?
  4. Zusammen mit FSC® Deutschland auf der Creativeworld 2016
  5. Update: FSC-Unternehmensschild erfreut sich großer Beliebtheit – nur noch wenige Schritte bis zur Vollendung
  6. Ambiente (Konsumgütermesse 12.2. bis 16.2.2016) mit FSC: Welches Unternehmen macht mit?
  7. Unser Angebot für Sie: Schulungen zum Thema FSC
  8. 1. FSC-zertifizierter Schulungswald in Heidenrod jetzt noch anziehender

Terminübersicht:

12.01. bis 13.01.2016 Stuttgart CoC-Schulung + Handbuchseminar
14.01. bis 15.01.2016 Nünberg CoC-Schulung + Handbuchseminar
25.01. bis 26.01.2016 Köln CoC-Schulung + Handbuchseminar
30.01. bis 02.02.2016 Frankfurt/Main Creativeworld
01.02. bis 02.02.2016 Frankfurt CoC-Schulung + Handbuchseminar
04.02. bis 05.02.2016 Hannover CoC-Schulung + Handbuchseminar


1. Die Regeln für die Verwendung der FSC-Warenzeichen (FSC-STD 50-001) in der Überarbeitung 

Derzeit befindet sich eine Entwurfsfassung des FSC-STD 50-001, der die Regeln für zertifizierte Unternehmen festlegt, die gelten, wenn die FSC-Warenzeichen eingesetzt werden, in der Anhörung. Die Anhörung startete am 16. November und endet im kommenden Jahr am 31. Januar. Im Rahmen der Anhörung können interessierte Kreise ihre Kommentare, Bewertungen und Änderungsvorschläge einreichen.

Der FSC hat auch ein Diskussionspapier veröffentlicht, welches zwei grundsätzlich unterschiedliche Kennzeichnungsmodelle vorstellt: Das Drei-Label-Modell, welches dem heute geltenden Regeln entspricht, und ein Ein-Label-Modell, welches die Differenzierung nach unterschiedlichem Materialinhalt abschaffen würde. Der FSC lädt alle interessierten Kreise ein, die beiden Modelle zu bewerten und Kommentare dazu abzugeben.

Der FSC Deutschland stellt die Dokumente zur Anhörung in einer zweisprachigen Version unter http://www.fsc-deutschland.de/berarbeitung-trademark-standards.237.htm zur Verfügung. Bei Fragen zur Anhörung sowie dem Entwurfsstandard oder wenn Sie Unterstützung bei der Formulierung von Kommentaren, etwa bei einer Übersetzung vom Deutschen ins Englische, benötigen, wenden Sie sich jederzeit an Herrn Ulrich Malessa unter ulrich.malessa@fsc-deutschland.de.

Der FSC International bietet Webinare auf Englisch im Rahmen der Anhörung an. Für die Anmeldung zu den Webinaren gehen Sie bitte auf die Website des FSC International.
Der FSC Deutschland organisiert eine deutschsprachige Web-Konferenz zur Anhörung.


Termin: 17. Dezember 2015 , 10:00 – 12:00 Uhr

Wenn Sie teilnehmen wollen, melden Sie sich zum GoTo-Meeting an. Falls es Fragen zur Web-Konferenz gibt, schicken Sie eine E-Mail an Ulrich Malessa -  zur Verfügung. Bei Fragen zur Anhörung sowie dem Entwurfsstandard oder wenn Sie Unterstützung bei der Formulierung von Kommentaren, etwa bei einer Übersetzung vom Deutschen ins Englische, benötigen, wenden Sie sich jederzeit an Herrn Ulrich Malessa unter ulrich.malessa@fsc-deutschland.de.


2. Hilfe bei der Risikobewertung im Rahmen der EUTR: Geht es auch über einen Internetdienst?

Die FSC-Zertifizierungsstelle GFA hat einen Internetdienst in Betrieb genommen, der es Marktteilnehmern (Unternehmen, die Holz in die EU importieren) ermöglicht, über ein paar Merkmale und Informationen zu einer Holzlieferung eine Risikobewertung für das Vorkommen von illegalem Holz zu erstellen. Die hinter dem Ergebnis liegenden einzelnen Kriterien und Bewertungen wurden von Experten hergeleitet.

Bei Interesse besuchen Sie folgende Website: http://www.timber-risk.com/index.php .


3. O-Tannenbaum, O-Tannenbaum…wie giftig sind Deine Blätter?

Immer wieder erreichen uns derzeit Anfragen, ob und wo Weihnachtsbäume mit FSC-Zertifikat erhältlich sind und worauf beim Kauf von Weihnachtsbäumen geachtet werden muss. Ein FSC-Standard für Weihnachtsbaumkulturen in Forstbetrieben befindet sich noch in der Entwicklung. Zudem stammen die meisten Weihnachtsbäume in Deutschland aus Kulturen auf landwirtschaftlichen Flächen oder aus dem Ausland. Daher können wir als FSC Deutschland bei solchen Fragen bisher nur wenig helfen.

Seit vielen Jahren gibt es von Robin Wood viele nützliche Hinweise für den Kauf von Weihnachtsbäumen und darüber hinaus auch eine Liste von Weihnachtsbaumbetrieben, die auf hohem ökologischem Niveau Christbäume anbauen und verkaufen. Der Empfehlung von Robin Hood können wir uns an dieser Stelle nur anschließen und möchten Ihnen daher die hilfreichen Informationen aus der Robin Wood Pressemitteilung nicht vorenthalten.

Allgemeine Hinweise zum Thema Öko-Weihnachtsbaum finden Sie unter:
http://www.robinwood.de/Weihnachtsbaeume.390.0.html

Hier die Pressemeldung von Robin Wood in voller Länge:

Öko-Weihnachtsbäume: ROBIN WOOD informiert und gibt Einkaufs-Tipps

Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. In mehr als jedem zweiten Haushalt wird in den kommenden Wochen hierzulande ein Christbaum aufgestellt. ROBIN WOOD weist darauf hin, dass die meisten der rund 29 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden und Gewässer. Dabei geht es auch anders. Im Internet unter www.robinwood.de informiert die Umweltorganisation auch in diesem Jahr wieder aktuell über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauf-Tipps.

"Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird", empfiehlt Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN WOOD. Christbaum-KäuferInnen sollten daher auf Siegel der anerkannt ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe wie Naturland, Bioland oder Demeter sowie auf das Bio-Siegel der Europäischen Union achten. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne Pestizid- und Mineraldüngereinsatz herangewachsen. Die gleichen Bedingungen erfüllen auch die Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben (FSC: Forest Stewardship Council).

Bis in die fünfziger Jahre stammten alle Weihnachtsbäume von "drauß' vom Walde". Heute kommen mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume aus Plantagen, in denen meist kräftig gespritzt und gedüngt wird: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs, Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln.

Um die Suche nach zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen zu erleichtern, gibt ROBIN WOOD seit fünfzehn Jahren alljährlich eine nach Bundesländern sortierte Liste mit inzwischen rund 150 Verkaufsstellen heraus. Ergänzt wird die Liste durch allgemeine Tipps zum Baum-Einkauf und eine Kurzinformation zu den Siegeln.

Mit 44 Verkaufsstellen ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Verkaufsplätzen, auf denen ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume angeboten werden, gefolgt von Bayern (30) und Baden-Württemberg (20).

In vielen Regionen bleibt es aber weiterhin schwierig, einen zertifizierten Öko-Christbaum zu finden. Dann ist die Wahl eines Baumes aus der Region eine Alternative, am besten einer zum Selberschlagen beim nächstgelegenen Waldbetrieb. Dadurch lässt sich vermeiden, ungewollt einen weit gereisten und damit ökologisch fragwürdigen Baum aus Dänemark, Ungarn oder Österreich nach Hause zu tragen.

Von Weihnachtsbäumen im Pflanztopf ist eher abzuraten. Meist sind die Wurzeln der Bäume stark verletzt, weil sie kurz vor der Auslieferung mit dem Spaten für den Topf passend gemacht wurden. Außerdem werden die Bäume durch das Aufstellen in der warmen Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen. Etliche erfrieren dann später draußen oder wachsen nicht mehr richtig an.

Quelle: Robin Wood e.V.: http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M5d4cb05e13a.0.html


4. Zusammen mit FSC® Deutschland auf der Creativeworld 2016


Stellen Sie Ihr Firmenbanner auf dem FSC-Stand aus (Halle 4.1, Stand F19)
und schalten Sie eine Anzeige in unseren FSC-Green Pages zur Creativeworld


Die Nachfrage nach verantwortungsvoll hergestellten Produkten wächst stetig – nutzen Sie jetzt Ihre Chance, sich optimal auf diesem wachsenden Markt zu positionieren!
Vom 30.01. - 02.02.2016 öffnet die Creativeworld 2016 wieder ihre Türen. Dieses Jahr betritt der FSC® Deutschland neues Terrain: Wir werden unseren Stand bei den Bereichen Dekoratives Basteln, Grafik- und Künstlerbedarf, Handarbeiten, textiles Gestalten und Hobby und Basteln aufbauen.


In Halle 4.1 bieten wir FSC-zertifizierten Herstellern und Händlern von Grafik- bzw. Künstlerbedarf, Bastel- und dekorativen Produkten die Möglichkeit für einen individuellen Ausstellungsplatz. Stellen Sie Ihre FSC-zertifizierten Produkte bei uns am Stand aus, platzieren Sie Ihr Banner oder schalten Sie eine Anzeige in den FSC-Green Pages.


Nutzen Sie den FSC Deutschland als Werbe- und Kommunikationsplattform, um mit verschiedenen Akteuren in Kontakt zu treten und neue Geschäftskontakte zu knüpfen.
Das detaillierte Konzept zu unserem Stand auf der Creativeworld 2016 finden Sie hier.
Sie sind interessiert? Dann kontaktieren Sie uns bitte für weitere Infos!
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Kontakperson: Sergio Di Fatta, sergio.difatta@fsc-deutschland.de.


5. Update: FSC-Unternehmensschild erfreut sich großer Beliebtheit – nur noch wenige Schritte bis zur Vollendung


In Deutschland und Österreich ist die im Oktober 2015 gestartete Bestellinitiative von FSC Deutschland bisher ein voller Erfolg. In den vergangenen Wochen sind bei uns in der FSC-Geschäftsstelle bereits über 100 Bestellungen für das Unternehmensschild eingegangen. Dabei hat sich ein durchschnittlicher Preis von rund 40 Euro ergeben.
Vielen Dank an alle Teilnehmer der ersten Vorbestellrunde!


Für die finale Umsetzung als auch den Aufbau eines Print-on-Demand-Systems, sodass Sie zu jeder Zeit weitere Schilder bei uns bestellen können, benötigen wir noch zusätzliche Bestellungen. Vielleicht möchten Sie noch ein weiteres Schild oder Sie kennen eine zertifizierte Firma, der das Unternehmensschild noch unbekannt ist, von der Sie aber glauben, dass unser Schild unbedingt deren Hauseingang oder Ausstellungsraum zieren sollte? Sprechen Sie Ihre Kollegen an. Zeigen Sie Ihnen das FSC-Unternehmensschild!


Sie möchten die Umsetzung weiterhin unterstützen? Wir nehmen jederzeit gerne Bestellungen für das Unternehmensschild an. Einfach das Bestellformular mit Ihrer gewünschten Menge und Stückpreis ausfüllen und an service@fsc-deutschland.de zurückschicken.
Zusammen können wir es möglich machen – zeigen Sie Ihren Stolz zertifiziert zu seinmit einem FSC-Unternehmensschild!


6. Ambiente (Konsumgütermesse 12.2. bis 16.2.2016) mit FSC: Welches Unternehmen macht mit?

Die Messe Ambiente gilt als größtes Branchentreffen für Alles, was unser Leben rund um die Themen Essen, Verschenken und Wohnen schöner macht. Viele der dort ausgestellten Produkte werden aus Holz und Papier hergestellt. Wir wurden bereits von Unternehmen darauf angesprochen, dass der FSC Deutschland mit einem eigenen Stand dort die perfekte Plattform fände, um über die Herkunft der Rohmaterialien aus nachhaltiger Waldwirtschaft zu werben. Die Messe findet in Frankfurt statt.

Wir suchen interessierte Unternehmen, die einen Messeauftritt des FSC begleiten würden. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Herrn Sergio Di Fatta unter sergio.difatta@fsc-deutschland.de


7. Unser Angebot für Sie: Schulungen zum Thema FSC

FSC Deutschland bietet für Unternehmen, Berater und Interessierte ein attraktives Schulungs- und Weiterbildungsprogramm. Zu zahlreichen Themen stehen Ihnen unsere Experten mit ihrem Knowhow  zur Verfügung. In den jeweiligen Schulungen erfahren Sie alles Wichtige, was Sie zum Umgang mit FSC wissen müssen und wie FSC zu Ihrem Unternehmenserfolg beitragen kann.

Einführung in die Chain-of-Custody (CoC) und Handbuchseminare (HBS)

Die FSC-Produktkettenzertifizierung (Chain of Custody, FSC-COC-Standard 40-004)

EU-Holzhandelverordnung: Mit FSC einfach umsetzen und Sorgfaltspflichten erfüllen

Nutzung der FSC-Warenzeichen: Zeichen setzen und Kunden gewinnen (FSC-STD-50-001)

Anwendung der neuen internationalen Werbekampagne : Wälder Für Immer Für Alle

Termine Einführung in die CoC und Handbuchseminare (HBS) 2016

12.01.2016
13.01.2016

Stuttgart

COC und
Handbuchseminar

14.01.2016
15.01.2016

Nürnberg

COC und
Handbuchseminar

25.01.2016
26.01.2016

Köln

COC und
Handbuchseminar

01.02.2016
02.02.2016

Frankfurt

COC und
Handbuchseminar

04.02.2016
05.02.2016

Hannover

COC und
Handbuchseminar

16.02.2016
17.02.2016

Hamburg

COC und
Handbuchseminar

18.02.2016
19.02.2016

Berlin

COC und
Handbuchseminar

03.03.2016
04.03.2016

Bielefeld

COC und
Handbuchseminar

15.03.2016
16.03.2016

Freiburg

COC und
Handbuchseminar

Gerne reisen wir für eine individuelle Hausschulung auch zu Ihnen. Hier gehen wir gezielt auf den
Informationsbedarf Ihres Betriebes zur FSC-Zertifizierung ein. Zu unseren Schulungen können Sie sich hier anmelden.

Schreiben Sie Ihr persönliches Handbuch unter Expertenanleitung Schritt für Schritt
Im zweitägigen FSC-Handbuchseminar (in Kombination mit einem CoC-Schulungstermin) entwerfen Sie unter Anleitung das Handbuch für Ihr Unternehmen. Sie beschreiben Ihre Verfahren, wie die Regeln des FSC in Ihrem Unternehmen umgesetzt werden. Ihr Handbuch ist die Grundlage für ein reibungsloses, schnelles und erfolgreiches CoC-Audit. Das Konzept zum Handbuchseminar finden Sie untenstehend.

Bilanz nach drei erfolgreichen Seminaren 2015. Das sagen unsere Teilnehmer:

Wir waren mit dem Seminar sehr zufrieden und sind auch sehr froh, daran teilgenommen zu haben. Resümierend kann ich zum Ausdruck bringen: Das Handbuchseminar hat unserem Unternehmen Multicolor pharmazeutische Packmittel GmbH den Zugang zum Handbuch stark vereinfacht! Das Seminar war praxisnah, vielfältig und hat Spaß gemacht.“ (Ulrich Amarell, MultiColor, pharmazeutische Packmittel GmbH)

"Bei dem Handbuchseminar in Hamburg haben wir wertvolle Tipps und Hinweise für die Erstellung und Aktualisierung unseres Handbuchs erhalten. Der Ablauf war sehr praxisnah und man ist gut auf die verschiedensten Fragen eingegangen. Somit konnten wir viel neues Wissen mitnehmen aber auch Altes auffrischen. Durch dieses Seminar können wir unsere Gesellschafter in ihren Bestrebungen tatkräftig unterstützen." (Jörg Knupper, hagebau, Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG)


8. 1. FSC-zertifizierter Schulungswald in Heidenrod jetzt noch anziehender

Neue Tierskulpturen aus Holz „ansässig“ geworden

Uhu, Dachs und Keiler sind jetzt im Heidenroder Schulungswald sesshaft geworden.

Das Besondere daran: Sie wurden von Forstwirtschaftsmeister und Holzkünstler Sigurd Bratzel aus Münchweiler mit einer Kettensäge aus jeweils einem ganzen Altholz-Stamm geformt. Im Sommer stellten Förster Tino Manthey und die Revierförsterei Kemel-Springen gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde die Tierskulpturen aus Holz im Schulungswald auf und verankerten sie sicher im Boden. „Sie stehen gerade ein paar Tage und sind sofort ein Publikumsmagnet geworden“, freut sich Revierleiter Manthey. Initiiert und gesponsert wurden die neuen Tierskulpturen, eine Holzbank und ein Pult im Waldklassenzimmer wie schon der Schulungswald von der Holzschutzmarke Xyladecor. Zusammen mit dem FSC Deutschland, dem Heidenroder Forstbetrieb und der Deutschen Waldjugend hat Xyladecor den Schulungswald 2013 entwickelt und umgesetzt. Neben den Holzskulpturen  laden 30 weitere Stationen Kinder und Erwachsene zum aktiven Erkunden und Ausprobieren in den Heidenroder Schulungswald ein, darunter ein Barfußpfad, eine Duftorgel, ein Holz-Xylophon und vieles mehr.

Kräftemessen beim Tierweitsprung

Mit viel Sachkenntnis erzählt Förster Tino Manthey Grundschülern aus einer dritten Klasse Wissenswertes über Uhu, Dachs und Keiler, aber auch zu Bäumen und Waldschutz. Seit 2005 ist der Forst in Heidenrod FSC-zertifiziert und verpflichtet sich dem Schutz der biologischen Vielfalt. Alte Bäume, Baumgruppen, Totholz sowie die an die natürliche Zerfallsphase des Waldes gebundenen Lebensräume von Tieren und Pflanzen sind dabei integraler Bestandteil der verantwortungsvollen Waldwirtschaft. Kahlschlag und Chemieeinsatz sind untersagt.

Dann geht es weiter von Station zu Station. Während ein Teil der Kinder dem Klang des Xylophons lauscht, stehen andere staunend um Förster Manthey herum, der gerade ein Vogelnest vom Waldboden aufgehoben hat. Plötzlich kommt wieder Bewegung in die Gruppe. Nacheinander nehmen die Jungen und Mädchen Anlauf und springen in eine Sandgrube. Beim Tierweitsprung messen sie sich mit Floh, Eichhörnchen, Fuchs, Wildschwein und Reh.„ Der Spaß der Kinder zeigt uns auch, dass wir mit unserem Engagement genau richtig liegen – spielerisch für den Waldschutz zu sensibilisieren.“ Im Waldklassenzimmer schließlich endet für die Grundschüler aus Heidenrod heute die Führung – ohne Unterricht, denn gelernt haben sie die letzten zwei Stunden ganz nebenbei.



© Forest Stewardship Council® · FSC® F000213