Newsletter für Februar 2015

Termine, Neuigkeiten, aktuelles u.v.m

Newsletter Feb. 2015 (© Christian Pohl / PIXELIO.de)© Christian Pohl / PIXELIO.de

FSC Newsletter Dezember 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir freuen uns, Ihnen heute den aktuellen FSC-Newsletter für Februar 2015 übersenden zu können.

In den vergangenen Wochen ist die Konsultation zum ersten Entwurf des neuen FSC-Standards für die Produktkette (Chain of Custody, COC) in seine heiße Phase getreten. Noch bis zum 28. Februar 2015 haben Interessierte und Betroffene die Chance, sich in diesen internationalen Beteiligungsprozess einzubringen. Der FSC Deutschland stellt Interessenten auf seiner Webseite dazu alle notwendigen Informationen auch in der deutschen Übersetzung zur Verfügung (Link: http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.113.htm). Das durch FSC Deutschland veranstaltete Treffen Deutscher Stakeholder zum ersten COC-Standardentwurf wurde am 11. Februar 2015 von über 60 Unternehmen genutzt, um sich zu informieren und konstruktiv einzubringen. Den Bericht zu dieser Veranstaltung finden Sie u.a. in diesem Newsletter.

Nun wünschen wir Ihnen viel Freude beim lesen dieses Newsletters.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr FSC-Team


Inhalt:

  1. FSC-Zertifizierungsfonds unterstützt Gruppenzertifizierung im Kreis Offenbach
  2. Der neue FSC COC-Standard wird aktiv mitgestaltet
  3. FSC-Verpackung für Lebensmittel – eine Lösung mit Zukunft auf der Anuga FoodTec 2015
  4. Das Forest Stewardship Council trennt sich von der DLH-Gruppe
  5. Workshop-Programm 2015
  6. IKEA Konzern bestätigt Ziele für zertifiziertes Holz
  7. Das Mysterium der Pappbecher: Wieso gab es keine mit dem FSC-Zeichen?
  8. FSC-Handbuchseminare 2015
  9. Wieviel Holzfußböden werden in China gebraucht?

Terminübersicht:
24.03. bis 27.03.2015 Anuga Foodtec, Köln Messe
27.03.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Köln (Anuga Foodtec)
15. bis 16.04.2015 FairPreneur-Congress in Karlsruhe
21.04.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Hamburg
22.04.2015 Schulung: FSC-Handbuch schreiben leicht gemacht (Hamburg)
12.05.2015 FSC Schulung für die Produktkette in München
19.05.2015 FSC COC-Schulung in Münster
02.06.2015 Schulung zur FSC Produktkette in Dresden
09.06.2015 Schulung für die Produktkette (COC), Karlsruhe
16.06.2015 FSC COC-Schulung in Linz (AUT)
23.06.2015 FSC Chain of Custody Schulung in Freiburg
23.06.2015 Schulung: FSC Produktkatte (COC), Mageburg
25. bis 26.06.2015 FSC Deutschland-Vollversammlung in Stuttgart


1. FSC-Zertifizierungsfonds unterstützt Gruppenzertifizierung im Kreis Offenbach

Rödermark, Rodgau und Dreieich − diese drei Kommunen im Kreis Offenbach haben seit Februar 2015 FSC-zertifizierte Wälder. Mit ihren insgesamt 3073 Hektar Wald haben sich die Kommunen für eine Zertifizierung ihrer Wälder nach den Deutschen FSC-Standards entschieden und das von Hessen-Forst zuständige Forstamt Langen mit der Zertifizierung beauftragt. Als Zertifizierungsgruppe Forstamt Langen haben die Kommunen im Kreis Offenbach den Anfang gemacht, mehr naturnahe Waldwirtschaft in ihren Wäldern zu praktizieren. Das nächste Mitglied steht in den Startlöchern. Die Stadt Seligenstadt, die ebenfalls im Kreis Offenbach liegt, hat bereits im Herbst 2014 beschlossen, auch ihren Stadtwald FSC-zertifizieren zu lassen. Nach der Umstellung der Forstwirtschaft im rund 800 Hektar großen Seligenstädter Stadtwald wird dieser voraussichtlich das vierte Mitglied der Waldzertifizierungsgruppe Forstamt Langen sein.

Insgesamt sind 10.200 Hektar der Landfläche im Kreis Offenbach mit Wald bedeckt, eine beachtliche Fläche für eine urbane Region.

Unterstützung durch Zertifizierungsfonds
Alle drei Kommunen erhalten für ihre Zertifizierung finanzielle Unterstützung aus dem Zertifizierungsfonds des FSC Deutschland. Aus diesem werden 50% der Zertifizierungskosten für die ersten fünf Jahre, bis zu einer Fläche von 1.000 Hektar je Waldbesitzer, übernommen. Mit der Unterstützung verpflichten sich die Betriebe auch, auf 2% Ihrer Holzbodenflächen kein Holz zu nutzen. Damit fördert FSC Deutschland die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt im Privat- und Körperschaftswald. Viele kleine und mittlere Waldbesitzer haben die Unterstützung für die Zertifizierung ihres Waldes bereits in Anspruch genommen und so ihren finanziellen Aufwand deutlich reduziert. Der Zertifizierungsfonds beim FSC Deutschland fördert nach formloser Bewerbung durch den Waldbesitzer oder den Gruppenleiter die Waldzertifizierung für Waldflächen bis 1.000 Hektar. Eingerichtet wurde der Zertifizierungsfond mit freundlicher Unterstützung von Melitta.

Für Informationen und Beratung zur Förderung durch den FSC-Waldzertifizierungsfonds können sich Interessenten jederzeit an die Geschäftsstelle des FSC Deutschland wenden. Erste Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.fsc-deutschland.de/zertifizierungsfonds.96.htm

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2. Der neue FSC COC-Standard wird aktiv mitgestaltet

Für weltweit rund 48.000 Unternehmen mit FSC-Zertifikat wird der neue FSC-Standard für die Produktkette (COC) nach seiner Verabschiedung unmittelbare Wirkung im Betrieb entwickeln. Der Chain of Custody-Standard ist die international einheitliche Grundlage für die Mengenkontrolle, sobald FSC-Waldholz den Wald verlässt und FSC-Aussagen zu Produkten getroffen werden sollen. Im Rahmen der regelmäßigen Anpassung der FSC-Standards wird aktuell auch der COC-Standard überarbeitet und der erste Entwurf liegt seit Ende Dezember 2014 vor und kann von allen Interessierten und Betroffenen noch bis zum 28. Februar 2015 kommentiert werden. Mit dem jährlich steigenden Handelsvolumen von FSC-zertifizierten Waren und immer mehr zertifizierten Unternehmen steigt auch das Interesse am aktuellen Konsultationsprozess des FSC-COC-Standards (FSC-STD-40-004 V3-0).
Dies zeigte sich auch bei der öffentlichen deutschsprachigen Konsultationsveranstaltung des FSC Deutschland am 11. Februar 2015 in Kassel. 55 Unternehmensvertreterinnen und Vertreter waren extra angereist, um sich einen Tag lang über die wesentlichen Änderungen im ersten Standardentwurf zu informieren, offene Fragen zu klären und konkrete Änderungswünsche zu formulieren. Zusätzlich waren noch eine Hand voll Berater und Verbandsvertreter angereist.

Gleich zu Anfang hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Gewichtung der für sie besonders wichtigen Abschnitte vornehmen können. Anhand dieses Stimmungsbildes wurde der zeitliche Aufwand für die jeweiligen Abschnitte des Standardentwurfs angepasst.

Als Experte referierte Henry Krüger von Smurfit Kappa, Mitglied der „internationalen Technischen Arbeitsgruppe zur Revision des COC-Standards“, über die relevanten Standardelemente eines jeden Abschnitts. Anschließen wurden nochmals einige Punkte von FSC-Wirtschaftskammervorstand Hans Röhrs (HOLZRING) kommentiert, der damit auch erarbeitete Positionen des FSC-CoC-Ausschusses (in Gründung) vortrug.

Zentrale Punkte der Diskussionen ergaben sich zu folgenden Stellen:

3.2.4.: Sichtbare Komponenten bei zusammengesetzten Produkten, deren Holzart charakteristisch und namensgebend sind, müssen zertifiziert sein.
Es wurden Risiken für einige Produktgruppen gesehen, z.B. dass diese dann mit FSC evtl. nicht mehr am Markt verfügbar sind. Es wurde kritisiert, dass der, der Regelung zugrunde liegende Antragstext der internationalen FSC Generalversammlung (43/2011), nicht zu einer derart strengen Regelung führen muss.

3.2.4. sowie Neu-Regelungen beim Mengenbilanzierungssystem (9.3.): Bei Dekorpapieren wurde hier viel Sensibilität (wenn auch bei 3.2.4. ausgenommen) eingefordert. Begründung: Dekorpapiere sind dem Anteil nach am Produkt kaum relevant, wenn aber die Neu-Regelungen zur Mengenbilanzierung in der vorgeschlagenen Art gültig werden sollten, dann wird von Anwesenden für entsprechende zusammengesetzte Holzwerkstoffmaterialien eine deutlich verminderte verfügbare FSC-Menge erwartet.

3.4.1 (Transaction Verification): Hier wurde – mit großer Unterstützung – festgestellt, dass die relevanten Grundlagen (Studie zu Risiko und Ausmaß fehlerhafter Transaktionen, mögliche Alternativen etc.) sowie Vorschläge für Anforderungen an zur OCP alternative Methoden fehlen. Damit konnte der Regelungsvorschlag bisher nicht eingeschätzt und kommentiert werden. Der FSC wird aufgefordert, die Regelung aus der Konsultierung herauszunehmen, bis die nötigen Informationen vorliegen.

9.3.1 ff (Regelungen zu Mengenkonten): Hier wurden im Standardentwurf insgesamt für zusammengesetzte Produkte (Dekor-Holzwerkstoffe, Parkett, Möbel) Risiken gesehen, wenn – wie vorgeschlagen – alle Produktkomponenten äquivalente FSC-Kennzeichnungsrechte beim Wareneingang vorweisen müssen.

Im Laufe der Veranstaltung wurden 26 Kommentare zum vorliegenden ersten Standardentwurf von Teilnehmern aufgenommen. Diese werden nun durch FSC Deutschland ins Englische übersetzt und an FSC International als Kommentare im Rahmen der Konsultationsphase des ersten Entwurfs zum neuen COC-Standard übermittelt.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bot die Veranstaltung in Kassel eine gute Chance, sich in die Konsultation des FSC-COC-Standards einzubringen. Einige nahmen das Gehörte auch mit, um dann im Anschluss nochmal an einigen Stellen genau zu prüfen und um ggf. noch einen eigenen Kommentar an FSC International abzugeben.

Zum Schluss der Veranstaltung äußerten fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wunsch, solch eine Konsultationsveranstaltung im Mai 2015 zu wiederholen, dann soll nämlich der zweite Standardentwurf zur öffentlichen Konsultation vorliegen.

Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten zur aktuellen Konsultation des COC-Standardentwurfs finden Sie unter: http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.113.htm

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3. FSC-Verpackung für Lebensmittel – eine Lösung mit Zukunft auf der Anuga FoodTec 2015

FSC Deutschland präsentiert sich auf der Anuga FoodTec 2015.

Weil Produkte zunehmend verpackt angeboten werden, aber auch zunehmend auf nachwachsende Rohstoffe und deren Herkunft geachtet wird, braucht es Lösungen für Lieferanten und Markeninhaber. FSC ist eine davon! Bei Verpackungen aus Frischfaser weist FSC die verantwortungsvolle Herkunft der Fasern nach, bei Recyclingmaterial kann das FSC-Recycled-Zeichen verwendet werden.

Auch im Bereich der Lebensmittelverpackungen spielen nachhaltige faserbasierte Verpackungen eine immer wichtigere Rolle. Deswegen präsentiert sich der FSC Deutschland 2015 erstmals auf der AnugaFoodTec und ist auch offizieller Partner der Messe.
Wir bieten Beteiligungsmöglichkeiten für Verpackungshersteller, aber auch für Nachfrager wie den Lebensmittelhandel oder Markeninhaber. Bitte sprechen Sie uns an.

Vom 24.03. bis 27.03.2015 werden wir vom FSC Deutschland mit einem Stand vor Ort sein, den wir in Zusammenarbeit mit FSC Niederlande und unter der Schirmherrschaft des Deutschen FSC-Verpackungsausschusses organisieren. Wir bieten Ihnen attraktive Angebote, um die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens zu unterstützen.

Hier finden Sie unser aktuelles Sponsoringkonzept für Verpackungshersteller als Download.
Wenn Sie Ihre FSC-Nachfrage darstellen wollen: „Wir wollen mehr FSC!“, dann melden Sie sich zu unserer kostenlosen Sponsorenwand auf der Anuga FoodTec 2015 an.

Bei Interesse melden Sie sich bitte möglichst schnell, da es nur noch wenige Wochen bis zu messe sind

Ihre Ansprechpartnerin:
Mara Wagner, E-Mail: mara.wagner@fsc-deutschland.de, Tel.: +49 761 38653 65

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4. Das Forest Stewardship Council trennt sich von der DLH-Gruppe

FSC beschließt Dissoziation der DLH-Gruppe aufgrund von Auseinandersetzungen mit Stakeholdern in Liberia. Mit seiner Entscheidung unterstreicht der FSC, dass die Organisation Verbesserungsimpulse für den Wald auch über die Grenzen des eigenen Zertifikats hinaus erreichen will und sich sowie alle Zertifikatsinhaber damit vor möglichen Reputationsrisiken schützen möchte.

Bonn, Deutschland (12. Februar 2015) – Der Internationale Vorstand des Forest Stewardship Council (FSC) hat beschlossen, alle Beziehungen mit der Dalhoff, Larsen und Horneman (DLH) Gruppe zu beenden. Diese einseitige Trennung beinhaltet sowohl die sofortige Beendigung der FSC-Mitgliedschaft von DLH als auch die Aufhebung aller FSC-Zertifikate von DLH. Der Zertifikatsentzug wird drei Monate nach Bekanntgabe der Entscheidung durch den FSC International wirksam.
Seine Entscheidung traf der internationale FSC- Vorstand auf Grundlage einer umfangreichen Untersuchung, durch ein unparteiisches Beschwerdegremium. Dies kam zu dem Schluss, dass DLH an für den FSC inakzeptablen und rechtlich illegalen Aktivitäten in Liberia beteiligt war. Insbesondere die bestätigte Beteiligung am Handel mit illegal geschlagenem Holz war für den FSC ausschlaggebend.

„Der Kauf von illegal geschlagenem Holz hat gravierende Auswirkungen auf die Rechte und den Lebensunterhalt der Land besitzenden Gemeinden und die Menschen vor Ort. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der DLH-Gruppe gefährdet die Glaubwürdigkeit des FSC-Systems“ sagte Kim Carstensen, internationaler FSC-Geschäftsführer.

Die Disassoziierung ist die Konsequenz aus einer formalen Beschwerde, die von Global Witness im Februar 2014 (wie im August 2014 im Newsletter berichtet) bei FSC eingereicht wurde. In der Beschwerde wurde DLH vorgeworfen, illegales Holz geerntet, unter Nutzung des "Liberian Private Use Permits“ eingekauft und dieses nach Bangladesch, China und Frankreich exportiert zu haben. Diese Lizenz und damit auch die Holzeinschläge auf Grundlage dieser Lizenz verstoßen gegen gültiges liberianisches Recht. So auch im Fall der Holzeinschläge von DLH.

Das Beschwerdegremium wurde zur unabhängigen Prüfung der Vorwürfe im Juli 2014 eingesetzt. Nach einer umfangreichen Untersuchung kam das Beschwerdegremium zu dem Schluss, dass es eindeutige und überzeugende Beweise vorliegen habe, die belegen, dass DLH und seine Tochtergesellschaften im Jahr 2012 wiederholt illegales Holz in Liberia gekauft haben.

Der FSC hat nun eine Reihe von Bedingungen für die mögliche Wiederaufnahme definiert, die zunächst durch die DLH-Gruppe erfüllt werden müssen, um anschließend die Dissoziation der Unternehmensgruppe aufzuheben. Zertifikate und Mitgliedschaft müssten nach einer Aufhebung der Disassoziation zunächst neu beantragt werden. Folgende Bedingungen wären zu erfüllen:

  • Ein Aktionsplan, basierend auf der freien, vorhergehenden und Zustimmung der betroffenen Gemeinden in Liberia, wurde entwickelt. Dieser ist fest implementiert und wird von einer namhaften NGO überwacht. Die Gemeinden in Liberia, die von der Beschaffung über die „Private Use Permits“ durch DLH betroffen waren, werden im Zuge dessen für deren Verluste und entgangene Einnahmen entschädigt. Es findet im Zuge dessen eine Kompensation für potenziell umgewandelten Naturwald oder zerstörte Wälder mit hohem Schutzwert statt. Der Aktionsplan muss vom FSC-Vorstand vor dessen Implementierung  genehmigt werden.
  • Die gründliche Überprüfung durch Dritte bestätigt, dass die Sorgfaltspflichtregelungen von DLH mit relevanten Best Practice-Standards auf dem Papier wie auch in der praktischen Umsetzung über eine Bandbreite von verschiedenen Betriebsstellen mit hohem Risiko konform gehen. Diese stellen sicher, dass Vorkommnisse wie die in Liberia bei DLH nicht erneut auftreten.
  • Kosten, die dem FSC für die Einrichtung und die Arbeit des Beschwerdegremiums anfielen, wurden erstattet.
Weitere Informationen, einschließlich einer öffentlichen Zusammenfassung des Berichtes des Beschwerdegremiums, finden Sie auf Englisch unter: http://ic.fsc.org/gw-v-dlh. Zum Anfang


5. Workshop-Programm 2015

Holen Sie sich Ihren Informationsvorsprung zum Thema Zertifizierung, mit einem Seminar zur FSC Chain of Custody! Wir reisen durch Deutschland und Österreich und bringen Ihnen eine FSC-Zertifizierung für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nahe. In unserem Seminar bekommen Sie alle Informationen zum FSC und der Zertifizierung in der Produktkette aus erster Hand. Dabei greifen wir die unterschiedlichen Themen der Produktketten-Zertifizierung auf und informieren Sie darüber, wie Sie FSC für Ihr Unternehmen richtig nutzen können und dabei einen Beitrag zu verantwortungsvoller Forstwirtschaft leisten.

Neben Tipps und Hilfen zu Produktketten-Zertifizierung zeigen wir Ihnen auch wie FSC bei der Einhaltung der EU-Holzhandelsverordnung helfen kann und wie Sie die FSC-Warenzeichen korrekt bei Ihren Produkten sowie in der Werbung einsetzen können.

Die nächsten Workshop Termine für eine Einführung in die Produktketten-Zertifizierung:

27.03.2015 Köln
21.04.2015 Hamburg
12.05.2015 München
19.05.2015 Münster
02.06.2015 Dresden
09.06.2015 Karlsruhe
16.06.2015 Linz (Österreich)
23.06.2015 Magdeburg
23.06.2015 Freiburg


Mehr Informationen und Termine finden Sie hier:
http://www.fsc-deutschland.de/workshops.45.htm

Gerne kommen wir für eine Hausschulung auch direkt zu Ihnen ins Unternehmen. Sprechen Sie uns an!

Kontakt, Anmedung, Information:
Sergio Di Fatta, Tel.: +49 761 38653 52 oder info(at)fsc-deutschland.de

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6. IKEA Konzern bestätigt Ziele für zertifiziertes Holz

Bereits im September 2014 haben wir in unserem FSC Deutschland Newsletter über die Ziele des Möbelkonzerns IKEA mit Blick auf eine nachhaltige FSC-zertifizierte Holzbeschaffung berichtet. Im Interview unterstrich damals Andreas Hildemann, Global Forestry Manager des Konzerns, dass IKEA anstrebt, seine Holzbeschaffung mittelfristig zu 100% auf FSC-zertifiziertes- oder Recyclingmaterial umzustellen.

Nach der Veröffentlichung des IKEA-Nachhaltigkeitsberichts Anfang Februar 2015 wird der Nachhaltigkeitsmanager bei IKEA Deutschland, Martin Schupp, gegenüber der Frankfurter Rundschau und der Website klimaretter.info noch etwas konkreter. Bis zum Jahr 2020 möchte IKEA ausschließlich FSC-zertifiziertes oder recyceltes Holz für seine Möbel nutzen. 2014 stammten nach Angaben des Konzerns 41% des Holzes aus nachhaltiger FSC-zertifizierter Forstwirtschaft. Nach eigenen Angaben ist der schwedische Möbelgigant damit der größte Einkäufer von FSC-zertifiziertem Holz.

Mit dem IKEA Katalog 2014 hatte der Konzern bereits ein positives Zeichen dafür gesetzt, dass er es mit seinen FSC-Zielen bzgl. FSC ernst meint. Weltweit erschien der Katalog FSC-zertifiziert und war damit das bisher auflagenstärkste Printprodukt mit FSC-Zertifikat. Der FSC Deutschland begrüßt dieses Engagement und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Holzmarkt.

Trotzdem, durch die fehlende Kennzeichnung von Produkten mit FSC-Zertifikat, bleibt es für Verbraucher ein Ratespiel, ob sie gerade zufällig ein Billy-Regal aus nachhaltigem FSC-zertifiziertem Holz kaufen oder ein Malm-Bett, hergestellt mit Holz aus unklaren nicht zertifizierten Quellen. Verbraucher sollten nun, wie bei vielen anderen Einzelhändlern und Produkten, mit Hilfe des FSC-Siegels auf Produkten auch bei IKEA mehr Klarheit und Sicherheit über die Holzherkunft bekommen. Denn nur bei gekennzeichneten Produkten ist sichergestellt, dass das Produkt eine unmittelbare positive Wirkung für den Wald hat.

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7. Das Mysterium der Pappbecher: Wieso gab es keine mit dem FSC-Zeichen?

Der Pappbecher fehlt auf keinem Kindergeburtstag. Coffee-to-Go geht nicht ohne ihn. Ein Eis gefällig: im Pappbecher! Ein Alltagsprodukt, in der Regel aus Frischfaser! Und doch gab es bis vor kurzem keine Pappbecher mit dem FSC-Zeichen darauf. Dies hat sich geändert: Die Deutsche Bahn macht es möglich. Bestellen Sie sich bei der nächsten Bahnreise einen Kaffee und Sie werden es sehen!

Es gab bereits im letzten Jahr bei verschiedenen Endkundenhändlern FSC-Pappbecher zu kaufen. Diese sind auf der Verpackung gekennzeichnet. Bis etwa zum Jahr 2013 gab es in Deutschland – unserer Kenntnis nach – keine Pappbecher mit dem FSC-Warenzeichen, auch nicht auf der Verpackung. Ein Mysterium! Wurde das Produkt einfach übersehen? Gibt es nur wenige Hersteller, die tatsächlich Interesse an einer FSC-Kennzeichnung hatten? Waren die Coffee-to-Go-Anbieter zu sehr mit anderem beschäftigt? Wir wissen es nicht.

Wir danken der Deutschen Bahn und den Endkundenhändlern, das Mysterium beendet zu haben und wünschen viele Nachahmer – für mehr Nachfrage nach Holz aus gut bewirtschafteten Wäldern. In Italien kann im Urlaub bereits Eis aus FSC-Bechern gegessen werden – wir hoffen in Deutschland wird dies auch bald der Fall sein und wünschen ein sonniges Frühjahr dafür. Ach und noch was … den Pappbecher kann man recyceln, also bitte in eine Altpapiertonne werfen!

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8. Schreiben Sie Ihr Handbuch mit Unterstützung Schritt für Schritt − Handbuchseminare 2015

An folgenden Termine ist sowohl eine Einführung in die Produktketten-Zertifizierung sowie eine Vertiefung der erworbenen Kenntnisse am Folgetag innerhalb eines praktischen Handbuchseminars möglich. Teil des Handbuchseminars ist auch die Schulung zur FSC-Zertifizierung in der Produktkette. Diese findet jeweils zum Einstieg am ersten Schulungstag im Zeitraum von 9:30 Uhr bis 16 Uhr statt.

21.-22. April 2015 in Hamburg
12.-13. Mai 2015 in München
9.-10. Juni 2015 in Karlsruhe

In unserem zweitägigen Seminar entwerfen Sie unter Anleitung das Handbuch für Ihr Unternehmen und legen dar, wie die Regeln des FSC in Ihrem Unternehmen umgesetzt werden. Ihr Handbuch ist die Grundlage für ein erfolgreiches Audit. Während des Seminars werden Sie von einem erfahrenen Experten und einem Mitarbeiter des FSC Deutschland unterstützt.

Das Angebot richtet sich sowohl an zertifizierte Unternehmen, die Ihr Handbuch verbessern möchten oder den Geltungsbereich des Zertifikates verändern möchten, als auch an Unternehmen, die sich auf ihr Erstaudit vorbereiten. Sichern Sie sich jetzt die Möglichkeit, einfach und kostengünstig zu einem optimierten Handbuch zu kommen!

Wir bieten: Gruppensituationen, Arbeitsphasen und Eins-zu-Eins Beratung für Ihre konkreten Fragestellungen. Das Konzept und konkrete Details finden Sie auf folgender Webseite: http://www.fsc-deutschland.de/fsc-handbuchschulung.194.htm

Bei Interesse melden Sie sich bei:
Sergio Di Fatta, Tel.: +49 761 38653 52, E-Mail: info(at)fsc-deutschland.de
oder Mareike Kröner, E-Mail: mareike.kroener(at)fsc-deutschland.de

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9. Wieviel Holzfußböden werden in China gebraucht?

Das wissen wir nicht. Jedoch ist eines sicher: China ist der größte Markt für Fußböden und für die Mehrheit der international agierenden Holzfußbödenlieferanten und deren Zulieferer ist der Markt in China entscheidend. Wer dabei auf seine Zukunft setzt, sollte sich darüber informieren, ob Holzfußböden in China ein Nachhaltigkeitszeichen brauchen. Auf der Domotex Asia Flooring exhibition in Shanghei ist der FSC vertreten.

Am 25. März findet in Zusammenarbeit mit dem GFTN (WWF) die Veranstaltung “Sustainable flooring products market trend” statt.

Das Forum soll die Marktchancen darstellen und auf der anderen Seite Lösungen für das identifizierte Problem der Beschaffung von ausreichenden FSC-Rohmaterialien finden. 

Unter der Internetseite https://cn.fsc.org/newsroom.43.68.htm finden Sie weitere Informationen und ein Anmeldeformular.

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