Juli Newsletter FSC Deutschland

Termine, aktuelles, News und wissenswertes vom FSC Deutschland

Juli Newsletter FSC Deutschland (© shutterstock)© shutterstock

FSC Newsletter April 2014


Liebe Leserinnen und Leser,

nach der erfolgreichen FSC Deutschland Vollversammlung am 24. und 25. Juli 2014 in Mainz geht der FSC als Organisation für eine glaubhaft verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Deutschland gestärkt in die zweite Jahreshälfte. Lebhafte Diskussionen und eine breite Beteiligung von Vertretern aus unterschiedlichen Organisationen der drei Kammern haben gezeigt, dass der FSC ein lebendiger Verein ist, dessen Themen im Zentrum der deutschen Forstwirtschaft stehen. Dies hat auch die öffentliche Diskussion zur aktuellen Revision des Deutschen FSC-Waldstandards gezeigt. Sowohl bei der Standard-Revision als auch bei der internationalen Entwicklung des FSC bleibt es spannend und somit gibt es auch in diesem Monat wieder viel zu berichten.

Die ersten Bundesländer haben sich nun schon in die Sommerferien verabschiedet. Mit diesem Newsletter wollen wir Sie nun auch in der sommerlichen Urlaubsphase darüber informieren, was in den letzten Wochen beim FSC los war und was in den nächsten Monaten ansteht.

Wir wünschen Ihnen weiter einen schönen Sommer und nun viel Spaß beim Lesen des Juli-Newsletters.

Ihr FSC Deutschland-Team


Inhalt:

  1. Bericht zur-FSC Vollversammlung
  2. FSC auf der führenden Gartenmesse spoga+gafa 2014
  3. Erste öffentliche Konsultation - Resümee
  4. FSC-Workshops zu Chain-of-Custody
  5. Handbuch-Seminar
  6. FSC Friday 2014
  7. Neues zur geplanten Online Claims Platform (OCP)
  8. WWF Fachforum zu Auswirkungen von FSC
  9. Unterstützung beim Einsatz von FSC
  10. Sommerpause in der FSC-Geschäftsstelle
  11. SAVE THE DATE: Konferenz „Opportunities & Benefits von nachhaltigem Tropenholz“

Terminübersicht:
07.08.2014 FSC Produktkettenschulung (CoC) in Frankfurt /Main
31.08.-02.09.2014 Messe: Spoga Gafa - Die Gartenmesse in Köln
01.09.2014 Konferenz: Opportunities & Benefits von nachhaltigem Tropenholz", Messe Köln
11.09.2014 Schulung zur FSC Produktkette in Berlin
07.-14.09.2014 7th FSC General Assembly, Sevillia (Spanien)
02.10.2014 FSC Chain of Custody Schulung in Köln
07.-08.10.2014 FSC-Handbuchseminar für COC-Betriebe
09.10.2014 Schulung zur FSC Produktkette (CoC) in München
17.10.2014 FSC Schulung zur Produktkette (Chain of Custody) in Linz (AUT)
20.10.2014 Treffen FSC Wirtschaftskammer
23.10.2014 Schulung zur FSC Produktkette (Chain of Custody) in Freiburg
21.-25.10.2014 Messe: Orgatec - Modern Office & Object, Köln


1. Bericht zur-FSC Vollversammlung

Glaubwürdige Waldzertifizierung braucht auch in Deutschland FSC

Mainz. Verantwortungsvolle, naturnahe Forstwirtschaft kann auch in Deutschland nur mit FSC-Zertifizierung glaubwürdig belegt werden. Dies unterstrichen die Mitglieder des FSC Deutschland bei Ihrer 21. Vollversammlung am 24./25. Juni 2014 in Mainz. Unter dem Motto „aus Prinzip Wald“ diskutierten zwei Tage die Vertreter nachhaltiger Forstwirtschaft aus Umwelt- und Sozialverbänden sowie aus Waldbesitz und Wirtschaftsunternehmen. Dabei wurde viel über die Ausrichtung des künftigen FSC-Waldstandard gesprochen. Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken beteiligte sich als Gastgeberin und Vertreterin des zweitgrößten deutschen Forstbetriebs mit FSC-Zertifikat ebenfalls an den Diskussionen in Mainz.

„Nachhaltigkeit im besten Sinne“

In ihrer Rede vor FSC-Mitgliedern und Gästen unterstrich die Ministerin: „Das FSC-Zertifikat stellt sicher, dass der Wald in einer Art bewirtschaftet wird, die den Fortbestand der biologischen Vielfalt sicherstellt und die sich dabei auch rentiert. Dies ist Nachhaltigkeit im besten Sinne.“ Über zwei Drittel des Landeswaldes Rheinland-Pfalz tragen mittlerweile das begehrte FSC-Zertifikat. „Die enorme Entwicklung von FSC in den letzten zwei Jahrzehnten ist bemerkenswert. Heute können wir sagen, dass allein die Gründung des FSC in vielen Bereichen der Forstwirtschaft zum Umdenken geführt hat. Viele heute selbstverständliche Verfahrensweisen im Wald verdanken wir dem Impuls des FSC“ hebt die Ministerin, die Gründungsmitglied des FSC Deutschland war, noch einmal hervor. Mit konkreten Beispielen aus der Praxis der Zertifizierung des Landeswaldes beschreibt Ministerin Höfken die positiven Auswirkungen für die Beschäftigten und die Umwelt im Land. Neben der Nachhaltigkeit im Wald wünschte Sie sich jedoch auch eine stärkere Marktentwicklung sowie einen damit verbunden größeren ökonomischen Erfolg von FSC zertifizierten Produkten und unterstrich dabei ihr Bestreben, bei der öffentlichen Beschaffung noch konsequenter auf FSC-zertifizierte Materialien zu achten.

Der FSC Waldstandard im Fokus

Am zweiten Tag der Vollversammlung diskutierten dann Forstexperten einzelne kontroverse Punkte aus dem Deutschen FSC Standard. Damit wurde der Rahmen für den weiteren Revisionsprozess nochmal inhaltlich abgesteckt. In der fast vierstündigen Fachdebatte wurde zum einen deutlich, dass die Positionen der verschiedenen Interessen bei Themen wie Energieholznutzung, Lern- und Referenzflächen oder Fragen der Begrenzung von Umbaumaßnahmen im Wald noch weit auseinander liegen. Zum anderen  wurde jedoch auch klar, dass die Debatten von einer konstruktiven Kommunikationskultur geprägt sind, die einen Konsens auch in stark umstrittenen Bereichen realistisch erscheinen lassen. Einigkeit herrschte unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Forstbetrieben, Unternehmen sowie Sozial- und Umweltverbänden darüber, dass die Revision des Deutschen FSC Standards zu einer merklichen Entbürokratisierung bei der Zertifizierung führen soll und dass sich die Qualität der Prüfung verbessern muss.
Für das besonders strittige Thema der Kappungsgrenze bei der Nichtderbholznutzung vereinbarten die Teilnehmer, dass hierzu der FSC Deutschland nochmal zu einem offenen Forum einlädt. Hier sollen dann intensiv offene Fragen erörtert, neue Erkenntnisse ausgetauscht und Positionen diskutiert werden. „Der Richtlinienausschuss wird sich bis dahin nicht mit dem Thema Derbholzgrenze, Energieholznutzung befassen, es sind zu viele Fragen offen, um fundierte Diskussionen führen zu können“, betonte der Moderator des FSC-Revisionsprozesses Elmar Seizinger.

Alternativen zu OCP gefordert

Die in den letzten Monaten intensiv diskutierte Einführung einer Online Claims Platform (OCP) zur Kontrolle und Absicherung von Warenströmen mit FSC-Siegel in der Produktkette war auf der Versammlung Anlass für einen Mitgliederentscheid. Auf Antrag von Vertretern der Wirtschaftskammer beschlossen die Mitlieder mehrheitlich, dass der FSC Deutschland die derzeit geplante zwingende Einführung der OCP in der jetzigen technischen und inhaltlichen Entwicklung nicht unterstützt. Der auf der Versammlung modifizierte Antrag fand auch die Unterstützung von Vertretern der anderen Interessensgruppen im FSC. Vielmehr soll nun gegenüber FSC International die Position vertreten werden, dass auch andere Lösungen und Verfahren zur Prozesssicherung und Transparenz in der Produktkette gefunden werden können. Die Lösung, einer anonymisierte elektronische Erfassung von Warenströmen mit FSC-Aussagen, wird aktuell - auch in Deutschland - von einzelnen Unternehmen getestet.

FSC ist Benchmark

Bei anstehenden Vorstandswahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber Nina Grieshammer und Lutz Fähser für die Umweltkammer sowie für die Sozialkammer Elmar Stertenbrink und Volker Diefenbach eindeutig bestätigt. Neben Ministerin Ulrike Höfken konnte der FSC als Gastredner seiner Versammlung auch Albrecht Hornbach (Vorstandsvorsitzender Hornbach) begrüßen. Dieser unterstrich, dass sich die Vorreiterrolle des Unternehmens bei der konsequenten Umstellung des Angebots auf Produkte aus FSC-Holz bereits ausgezahlt hat. Sowohl bei der Kundenzufriedenheit als auch aus ökonomischer Sicht habe sich die Selbstverpflichtung für das Pfälzer Familienunternehmen gelohnt, so Hornbach. Als weitere Gastredner sprachen Dr. Stefan Schäfer (Gemeinde und Städtebund Rheinland-Pfalz) und Dr. Ute Seeling (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik) in Mainz vor der FSC Vollversammlung.
Der Vorsitzende von FSC Deutschland Dirk Riestenpatt zog zum Abschluss ein positives Resümee: „Der FSC ist in Deutschland Benchmark für verantwortungsvolle Forstwirtschaft und wird dies auch in Zukunft bleiben. Die intensiven Diskussionen um Teile des FSC-Standards zeigen, dass, wenn der FSC in die Mitte der Deutschen Forstwirtschaft will, wir uns nicht in die Mitte, sondern die Mitte sich zu uns verschieben muss.“

Zu guter Letzt möchten wir uns bei unseren Unterstützern bedanken: Hornbach Baumarkt AG, OBI GmbH & Co. und Tetra Pak GmbH & Co KG. Des Weiteren möchten wir uns bei der Antalis GmbH, IG BAU, Forest Finance für die Unterstützung bedanken. Auch für die Sachspenden von Plaine - Rasierpulver, HEUNEC, PAPSTAR GmbH, Safe Pocket und Sorex möchten wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken. Ohne die Unterstützung unserer Förderer wäre die Vollversammlung nicht in diesem Format realisierbar gewesen.

Zum Anfang


2. FSC auf der führenden Gartenmesse spoga+gafa 2014

Der FSC-Messestand auf der spoga+gafa 2014 − Ihre Werbe- und Networkingplattform. Werden Sie FSC-Partner!

Große Internationalität und hohe Besucherqualität: Die spoga+gafa Köln – Internationale Fachmesse für Sport, Camping und Lifestyle im Garten und Internationale Gartenfachmesse bestätigte in den letzten Jahren ihre Rolle als Treffpunkt für das weltweite Business im Garten- und Freizeitmarkt. Die Zahl der FSC-zertifizierten Anbieter stieg in den letzten Jahren auf über 110 aus 27 Ländern.

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre FSC-zertifizierten Produkte vom 31.8. bis 2.9.2014 auf dem Stand des FSC Deutschland – der Anlaufstelle Nummer 1 auf der spoga+gafa für FSC-interessierte Unternehmen und Nachhaltigkeit im Gartenbereich. Wir übernehmen die komplette Organisation und Durchführung, so entsteht für Sie nur wenig Aufwand und Sie können sich ganz auf das Erweitern Ihres Netzwerkes auf der Messe konzentrieren.

Weitere Informationen unter: http://www.fsc-deutschland.de/spogagafa-2014.135.htm

Wenn Sie Interesse an einem Messeauftritt oder einer Anzeige in unserem Branchenführer haben dann melden Sie sich bei Mareike Kröner mareike.kroener[at]fsc-deutschland.de.

Zum Anfang


3. Erste öffentliche Konsultation - Resümee

Vom 15.4. bis zum 14.6.2014 stand der erste Standardentwurf für den neuen Deutschen FSC-Standard zur öffentlichen Konsultation bereit. Neben diversen Verbänden, Unternehmen aus der Holzindustrie und interessierten Stakeholdern wie Studenten oder Landwirten haben vor allem viele Forstbetriebe den Entwurf konstruktiv kommentiert.
Insgesamt haben wir 51 Rückläufe erhalten, davon 25 von Forstbetrieben aller Eigentumsarten. Diese Gruppe stellt somit den größten Anteil der Rückläufe dar, gefolgt vom holzverarbeitenden Gewerbe (Handel, Verbände und Unternehmen; 10 Rückläufe), von Umweltverbänden (6 Rückläufe) sowie von einer gemischten Gruppe aus Erholungssuchenden, Wissenschaftlern, Landwirten und Einzelpersonen (auch Mitglieder; 10 Rückläufe). Sämtliche Kommentare finden Sie nun in anonymisierter Form zum Download auf unserer Homepage unter http://www.fsc-deutschland.de/revision-deutscher-standard.123.htm.

Die rege Teilnahme der ganz unterschiedlichen Stakeholder zeigt: FSC lebt durch Partizipation, jeder kann teilnehmen und jeder wird gehört!

Das zuständige FSC-Gremium für die Standardrevision, der Richtlinienausschuss, hat die Rückläufe gesichtet und sich mit einigen kommentierten Indikatoren auf dem letzten Ausschusstreffen bereits intensiv beschäftigt. Das Ergebnis wird dann im nächsten Standardentwurf zu sehen sein, der dann wiederum von der Öffentlichkeit kommentiert werden kann. An dieser Stelle möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass sämtliche Kommentare gesichtet und ernst genommen und bei der Überarbeitung des Standards vom Richtlinienausschuss diskutiert werden.

Allen Personen und Organisationen, die uns bei der Standardrevision unterstützen und unterstützt haben, möchten wir an dieser Stelle recht herzlich für die Mitarbeit danken!

Zum Anfang


4. FSC-Workshops zu Chain-of-Custody

Holen Sie sich Ihren Informationsvorsprung zum Thema Zertifizierung, mit einem Seminar zur FSC Chain of Custody! Wir reisen durch Deutschland und Österreich und bringen Ihnen eine FSC-Zertifizierung für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nahe. In unseren Seminar bekommen Sie alle Informationen zum FSC und der Zertifizierung in der Produktkette aus erster Hand. Dabei greifen wir die unterschiedlichen Themen in der Produktkettenzertifizierung auf und informieren Sie darüber, wie Sie FSC für Ihr Unternehmen richtig nutzen können und dabei einen Beitrag zu verantwortungsvoller Forstwirtschaft leisten.

Neben Tipps und Hilfen zu Produktketten-Zertifizierung, zeigen wie Ihnen auch wie FSC bei der Einhaltung der EU-Holzhandelsverordnung helfen kann und wie Sie die FSC-Warenzeichen korrekt bei Ihren Produkten sowie in der Werbung einsetzen können.
Mehr Informationen und Termine finden Sie hier:

http://www.fsc-deutschland.de/workshops.45.htm

Die nächsten Termine:
07.08.2014 in Frankfurt am Main
11.09.2014 in Berlin
02.10.2014 in Köln
09.10.2014 in München
17.10.2014 in Linz (Österreich)
23.10.2014 in Freiburg /Breisgau

Gerne kommen wir für eine Hausschulung auch Direkt zu Ihnen ins Unternehmen. Sprechen Sie uns an!
Kontakt: Sergio Di Fatta, Tel.: +49 761 38653 52 oder info[at]fsc-deutschland.de

 Zum Anfang


5. Handbuch-Seminar

Mit unserer Hilfe schnell zum FSC-Handbuch für die Produktkettenzertifizierung!
„FSC-Handbuch schreiben leicht gemacht“ vom 7.-8. Oktober 2014

Wenden Sie die FSC-Regeln korrekt an und kommen Sie erfolgreich zu Ihrem Zertifikat.
Schreiben Sie Ihr Handbuch mit Unterstützung von Experten Schritt für Schritt!
In unserem zweitägigen Seminar entwerfen Sie unter Anleitung das Handbuch für Ihr Unternehmen und legen dar, wie die Regeln des FSC in Ihrem Unternehmen umgesetzt werden. Ihr Handbuch ist die Grundlage für ein erfolgreiches Audit. Während des Seminars werden Sie von einem erfahrenen Experten und einem Mitarbeiter des FSC Deutschland unterstützt. Das Angebot richtet sich sowohl an zertifizierte Unternehmen, die Ihr Handbuch verbessern oder den Geltungsbereich des Zertifikates verändern möchten als auch an Unternehmen, die sich auf ihr Erstaudit vorbereiten.
Weitere Informationen unter http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.88.htm

Wenn Sie an diesem Seminar Interesse haben dann melden Sie sich bei Mareike Kröner: mareike.kroener[at]fsc-deutschland.de.

Zum Anfang


6. FSC Friday 2014

In diesem Jahr findet der FSC Friday am 26. September 2014 statt. Weltweit werden der FSC, seine Mitglieder sowie zertifizierte Unternehmen wieder mit unterschiedlichen Aktionen auf das Thema verantwortungsvolle Forstwirtschaft und Produkte mit FSC-Zertifikat aufmerksam machen.

Der FSC Deutschland plant zu diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema FSC in Deutschland unter anderem, um das Verständnis von FSC zu verbessern.

Mitglieder, Partner und zertifizierte Unternehmen sind herzlich eingeladen sich am FSC Friday mit eigenen Aktionen zu beteiligen. Zur Unterstützung der Marketingmaßnahmen rund um den FSC Friday 2014 wurden durch FSC International Logos, Banner, Plakate und Flyer gestaltet. Sie können die deutsche Version der Materialien gerne in unserer Geschäftsstelle anfordern.

Sollten Sie Aktionen im Rahmen des FSC Friday planen, würden wir uns über einen Hinweis freuen und würden diese dann auch auf den entsprechenden Veranstaltungslisten mit aufführen.

Zum Anfang


7. Neues zur geplanten Online Claims Platform (OCP)

Vertreter von FSC und aus der Papierindustrie finden auf einem gemeinsamen Treffen in Kopenhagen Übereinstimmung für die künftige Prüfung von FSC-Aussagen.

Darüber hinaus wurden Absprachen getroffen, wie das weitere Vorgehen zur Umsetzung der OCP gestaltet werden soll. Eine Zusammenfassung des Abschlussprotokolls zu dem Treffen vom 18. Juni 2014 finden Sie auf unserer Webseite unter „Technische News“ oder direkt über den Link: http://www.fsc-deutschland.de/technical-news.144.87.htm

Ganz ähnlich wie die Einigung zwischen Industrie und FSC International lautete auch der Beschluss der Vollversammlung 2014 des FSC Deutschland zur OCP. Mit großer Mehrheit hatten die Mitglieder des FSC Deutschland sich dafür ausgesprochen, dass alternative Methoden/Verfahren zur Verbesserung der Prozesssicherung und für mehr Transparenz in der Produktkette gefunden werden. Eine zwingende Einführung der OCP in der derzeit geplanten Form wurde von den Mitgliedern im selben Beschluss abgelehnt. Näheres zur 21. Vollversammlung des FSC Deutschland finden Sie in diesem Newsletter im Bericht zur Veranstaltung.

Stetig aktualisierte Informationen zur geplanten Plattform für eine Verbesserung der Sicherheit in der Produktkette, der Online-Claims-Platform (OCP), finden Sie auf unserer Homepage unter dem Punkt „Technische News“.

Zum Anfang


8. WWF Fachforum zu Auswirkungen von FSC

FSC Geschäftsführer Dr. Uwe Sayer hat als einer der Hauptredner auf der WWF-Vortragsveranstaltung in Berlin am 3.7.2014 zur CIFOR-Studie über die Wirkungen des FSC im Kongo-Becken teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von einigen Journalisten und zahlreichen Verbands- und Politikvertretern besucht.

Wie in unserem Newsletter von April dieses Jahres berichtet wurden im Rahmen der Studie in drei Ländern des Kongobeckens −in Kamerun, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo− neun nicht-zertifizierte und neun zertifizierte Forstbetriebe (FMUs) untersucht. Die Studie von CIFOR belegt auf eindrückliche Weise, was der FSC in Afrika sozial leistet. In den zertifizierten Gebieten war eine deutliche Verbesserung des sozialen Standards messbar. Spannend ist, dass nicht jeder Indikator eine positive Veränderung zeigt. Beispielsweise äußern sich Stakeholder, sog. local communities und Nachbarn von zertifizierten Betrieben kritisch darüber, dass der FSC sie zwingt, für die Einhaltung von Gesetzen zu sorgen. Einerseits bedeutet dies dass bspw. Teile der lokalen Bevölkerung nicht mehr wie bisher illegalen Aktivitäten nachkommen können (Wilderei, Shifting cultivation, unerlaubte Nebennutzungen, etc.), was dann im Zweifelsfall gar nicht positiv empfunden wird. Auf der anderen Seite sorgt die FSC-Zertifizierung jedoch nachvollziehbar bei einer ganzen Reihe von Indikatoren für teilweise erhebliche Verbesserungen.

Die afrikanischen Vertreter bewerteten den FSC als entscheidendes und wichtiges Werkzeug zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den zertifizierten Regionen. Es ist auch klar, dass zahlreiche Akteure (vor allem in Afrika) die Aktivitäten einiger europäischer Umweltverbände (mit der Forderung eines Stopps der FSC-Zertifizierung in Afrika) als gefährdend und teilweise existenzbedrohend empfinden. Dies sind nicht nur Konzessionäre, sondern auch Vertreter lokaler Gruppen und Gemeinden. WWF und CIFOR planen als nächsten Schritt eine Analyse der Umweltwirkungen der FSC-Zertifizierung im Kongo.

Die Studie finden Sie im Internet unter folgendem Link: http://www.cifor.org/library/4487/social-impacts-of-the-forest-stewardship-council-certification-an-assessment-in-the-congo-basin/

Zum Anfang


9. Unterstützung beim Einsatz von FSC

EUTR-Sorgfaltspflichten und FSC-Material: Information und Unterstützung

Mit FSC-zertifiziertem Holz wird am Markt der Nachweis geführt, dass Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt und kein Holz aus inakzeptablen Quellen, darunter illegale Herkunft, verarbeitet wird. Der FSC liefert also umgekehrt ein Beleg für die legale Herkunft von Holz. Das FSC-System hat einige Anstrengungen unternommen, dass dieser Beleg auch auf die Definition von Legalität nach der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) ausgerichtet ist.

Nach der EUTR haben Marktteilnehmer, die Holzprodukte erstmals auf dem EU-Binnenmarkt verkaufen, die folgenden grundsätzlichen Schritte in einem betrieblichen Sorgfaltspflichtverfahren abzubilden:

  • Informationsbeschaffung zur Lieferung, darunter Herkunft und Holzart, sowie Belege zur Legalität
  • Risikobewertung der Herkunft und Holzart mit zwei grundsätzlichen Ergebnissen: „vernachlässigbares Risiko“ und „nicht-vernachlässigbares Risiko“
  • Im Falle von „nicht-vernachlässigbarem Risiko“ hat das Unternehmen angemessene Maßnahmen zur Minderung des Risikos zu ergreifen

Das Gesetz gibt den Unternehmen die Freiheit, aber auch die Verpflichtung das betriebliche Sorgfaltspflichtverfahren inhaltlich auszugestalten. Dabei wird nach Durchführungsverordnung (EU) 607/2012 (Art. 4) Waldzertifizierungssystemen eine besondere Rolle zugesprochen. Der Nachweis, dass Holz zertifiziert ist, kann somit eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings ersetzt dieser nicht die grundsätzlichen Schritte Risikobewertung und -minderung nach EUTR.

Der FSC hat dazu eine Orientierungshilfe im Internet veröffentlicht. Hier ist der Link zu diesen Hilfen: https://ic.fsc.org/eu-timber-regulation.46.htm

Interessierte Unternehmen, die ihre Situation erörtern wollen und weitere Informationen benötigen, können FSC Deutschland auch per Telefon und E-Mail kontaktieren. Ihr Ansprechpartner ist Ulrich Malessa: 0761 38653 63 oder ulrich.malessa[at]fsc-deutschland.de

Zum Anfang


10. Sommerpause in der FSC-Geschäftsstelle

Wie in jedem Sommer werden wir im August die Tore und Telefonleitungen unserer Geschäftsstelle für einige Tage schließen. Vom 11. bis 22. August 2014 macht die FSC Deutschland-Geschäftsstelle ihre Sommerpause. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Freiburg sind in dieser Zeit nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen auch Ihnen schöne Sommerferien.

Für Inhaber von N-Lizenzen in Deutschland (TSP-Programm) bleibt der Trademark-Freigabeservice durchgehend über die Emailadresse service[at]fsc-logo.de verfügbar. Sollte für Sie als N-Lizenz-Partner die Notwendigkeit zur telefonischen Beratung in dieser Zeit bestehen, setzten Sie sich bitte rechtzeitig mit unserem Trademark-Team in Verbindung.

Zum Anfang


11. SAVE THE DATE: Konferenz „Opportunities & Benefits von nachhaltigem Tropenholz“ am 01.09.2014 auf der spoga

Eine Veranstaltung der European Sustainable Tropical Timber Coalition (EU STTC), organisiert von FSC Deutschland

Tropenholz zeichnet sich durch Haltbarkeit, Festigkeit und andere technische Qualitäten sowie ein vielfältiges optisches Erscheinungsbild aus. Trotz dieser hervorragenden Produkteigenschaften ist die Verwendung von Tropenholz für Gartenmöbel, Terrassendecks und andere Anwendungszwecke in Europa in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen.

Mögliche Gründe dafür sind das schlechte Image von Tropenholz, das Wachstum konkurrierender (Bau-) Materialien und die Wirtschaftskrise.

Die Europäische Nachhaltige Tropenholz Koalition (European STTC) zielt darauf ab, die Nachfrage nach Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Tropenwäldern wieder zu steigern, der FSC (Forest Stewardship Council) ist Teil dieser Koalition.
Am 01.09.2014 organisiert der FSC Deutschland im Rahmen der European STTC eine Veranstaltung, über die Vorteile und Chancen des Einsatzes von nachhaltigem Tropenholz.

Inhaltlich sollen neben der Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einfuhr von Tropenholz sowie möglicher Instrumente zur Risikominimierung konkrete Marketingvorteile und -möglichkeiten für Unternehmen aufgezeigt werden. Ergänzend werden positive Fallbeispiele vorgestellt, was nachhaltige Waldbewirtschaftung in den Tropen bewirken kann.
Als Redner konnten wir u.a. gewinnen:

  • Andreas Brede, Advisor Forest-relevant sustainability initiatives Programme Social and Environmental Standards, GIZ

Zielgruppen sind die Category Manager Holz von Unternehmen, aber auch CSR- und Marketingexperten.
Beginn der Veranstaltung ist für ca.13:30 Uhr geplant, Ende für ca. 15 Uhr. Im Vorfeld wird es einen Mittagsimbiss mit get together ab 13 Uhr geben. Den genauen Zeitplan sowie weitere Redner können Sie in kürze auf unserer Webseite www.fsc-deutschland.de oder in unserem August-Newsletter nachlesen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Erika Müller, erika.mueller@fsc-deutschland.de

Zum Anfang


© Forest Stewardship Council® · FSC® F000213