April 2014

Aktueller FSC Deutschland Newsletter: Termin, Veranstaltungen und Informationen

FSC Newsletter April 2014 (© shutterstock)© shutterstock

FSC Newsletter April 2014


Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen heute noch kurz vor Monatsende den April-Newsletter des FSC Deutschland präsentieren zu können.

Sie finden in dieser Ausgabe wieder viele Veranstaltungshinweise auf spannende Veranstaltungen des FSC Deutschland und auch viele interessante Artikel aus dem Umfeld des FSC weltweit.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen und einen schönen Start in den Mai,

Ihr FSC Deutschland-Team


Inhalt:

  1. Aus Prinzip Wald. 21. FSC-Vollversammlung 2014 in Mainz
  2. „Packaging for Forests“ – FSC-Konferenz am 13.05.2014 auf der Interpack!
  3. Mitmachen: Konsultation zum Deutschen FSC-Standard nun öffentlich
  4. OCP soll den Verwaltungsaufwand einer FSC-Produktketten-Zertifizierung deutlich reduzieren
  5. Positiver Wandel sozialer Verhältnisse durch FSC-Zertifizierung
  6. NABU Siegel-Check
  7. Stellungnahme: HEF stellt verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Frage
  8. OCP Webinare
  9. FSC-zertifizierte Stoffe füllen bald den Kleiderschrank
  10. FSC-Workshops
  11. Gewinnspiel Amazonia – Auflösung!

Terminübersicht:
13.05.2014 Packaging for forests - FSC-Verpackungskonferenz, Düsseldorf
15.05.2014 Schulung für Unternehmen in der Produktkette, Düsseldorf
30.05.2014 Schulung für Unternehmen in der Produktkette, Wien (AUT) 
02.06.2014 COC-Schulung in Berlin
24.-25.06.2014 FSC Deutschland Vollversammlung 2014, Mainz
31.08.-02.09.2014 Messe: Spoga Gafa - Die Gartenmesse in Köln
07.-14.09.2014 7th FSC General Assembly, Sevillia (Spanien)
21.-25.10.2014 Messe: Orgatec - Modern Office & Object, Köln


1. Aus Prinzip Wald. 21. FSC-Vollversammlung 2014 in Mainz

Der FSC-Waldstandard mit seinen 10 Prinzipien ist das Herzstück des FSC-Systems, auch in Deutschland. Die Bewirtschaftung der Wälder − vor Ort und weltweit −- ist die Basis für die Produktion, den Handel und die Nutzung tausender Produkte. Ohne die verantwortungsvolle Arbeit der Förster im Wald wäre dies nicht möglich.
In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf das Herzstück des FSC, den FSC-Standard. Denn der Deutsche FSC-Waldstandard geht in die Revision. Bestehende Inhalte sollen aktualisiert und erweitert werden, um auch künftig den Ansprüchen von Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen gerecht zu werden. Der gemeinsame Weg zu einem neuen Standard ist dabei entscheidend: Ein Weg, den wir mit allen relevanten Nutzergruppen des Waldes gehen wollen, um uns auf allgemein tragbare Regelungen und Werte zu einigen. Wie steht es um eine gerechte Entlohnung der Arbeit? Welche Berücksichtigung finden Totholz und Naturschutzflächen im Wald vor dem Hintergrund eines wachsenden Bedarfs an Rohstoffen?
Wir möchten mit Ihnen darüber diskutieren, welcher Änderungen es bedarf, was die einzelnen Expertengruppen bewegt und Ihnen somit einen themenübergreifenden Einblick in das FSC-System ermöglichen, damit der FSC in Deutschland weiterhin für starke Werte steht.

Programm 24.06.2014

13.00 Uhr: Ordentliche Mitgliederversammlung

Geschlossene Veranstaltung für Mitglieder
Berichte, Wahlen, Diskussionen zu aktuellen Themen rund um den FSC

Ort: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 1, 55116 Mainz

19.00 Uhr: Empfang und Abendessen
(Einlass ab 18.30 Uhr)

Für Mitglieder und Gäste – mit Beiträgen von Vertretern aus Politik und Wirtschaft

Grußworte von:

  • Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, Rheinland-Pfalz
  • Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG
  • Dr. Stefan Schaefer, Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz
  • Dr. Ute Seeling, Geschäftsführende Direktorin des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V.

Ort: Restaurant „Zum Deutschhaus“, am Landtag, Deutschhausplatz 12, 55116 Mainz



Programm 25.06.2014

09.00 Uhr: Vortrag zu FSC und Rio92 (NN): Die Rolle des Deutschen FSC-Standards für internationale Nachhaltigkeit.

Offene Veranstaltung für Mitglieder und Gäste

Anschließend Exkursionen*/Runde Tische

*Die Waldexkursionen beginnen evtl. zu einer früheren Uhrzeit. Angemeldete Teilnehmer werden rechtzeitig informiert.

13.00 Uhr: Gemeinsamer Abschluss

Ort: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 1, Mainz

13.30 Uhr: Mittagsimbiss

Auf Wunsch bieten wir einen kleinen Imbiss zum Abschluss der Vollversammlung.
Melden Sie sich mit beigefügtem Flyer oder direkt im Internet unter http://www.fsc-deutschland.de/vollversammlung.47.htm an. Bitte geben Sie bei der Anmeldung unbedingt an, an welchem Runden Tisch Sie teilnehmen möchten.
Auch dieses Jahr möchten wir Ihnen natürlich als FSC-zertifiziertes Unternehmen diese Plattform anbieten, um sich und Ihre FSC-Zertifizierung zu präsentieren. Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem Partnerkonzept http://www.fsc-deutschland.de/partner-angebot.182.htm.


Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter 0761-3865350 oder erika.mueller@fsc-deutschland.de zur Verfügung.

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2. Letzte Chance zur Anmeldung

„Packaging for Forests“ – FSC-Konferenz am 13.05.2014 auf der Interpack!

Für den ökologischen Rucksack eines Produktes ist nicht nur das Produkt an sich, sondern zunehmend auch die Verpackung, von Bedeutung. Der Verpackungssektor ist aktuell ein Innovations- und Wachstumssektor. Materialeinsparung und Verwendung von Recyclingmaterial sowie zertifizierten Bestandteilen sind dabei wichtige Elemente. Mittlerweile sind 20% aller FSC-zertifizierten Unternehmen in der Verpackungsbranche tätig. Und dieser Aufwärtstrend hält an!

„Packaging for Forests“– Konferenz am 13.05.2014

Gemeinsam mit FSC International bieten wir Vorträge, Trainings, Seminare und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen, Möglichkeiten zum Netzwerken mit nationalen und internationalen Akteuren.

Themen / Topics:

  • Responsible brands and packaging
  • Brand values
  • Case studies and best practice
  • Sustainable fiber based packaging for food
  • Recycled and certified material to ensure sustainable supply
  • Introduction to FSC trademarks
  • COC Standard revision and update

Interactive workshop: How to raise  FSC`s role in the packaging sector?

Tagungssprachen: Deutsch / Englisch

 Preis:

  • EUR 180,-* bei Zahlung nach dem 18.04.14

 *Alle Preise zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Melden Sie sich noch heute an.
Laden Sie hier das Anmeldeformular von der FSC-Webseite herunter.

Wenn Sie an einem Sponsoring der Veranstaltung interessiert sind, informieren Sie sich in unserem Konzept zur Verpackungskonferenz, nutzen Sie die Chance und melden Sie sich direkt an. 

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit:
Mareike Kröner, mareike.kroener@fsc-deutschland.de, +49 761 3865351
Erika Müller, erika.mueller@fsc-deutschland.de; +49 761 3865355

Weitere Informationen zur Veranstaltung und regelmäßige Aktualisierungen des Veranstaltungsprogramms finden Sie unter http://www.fsc-deutschland.de/konferenzen.168.htm.

Wir danken den Sponsoren der Konferenz „Packaging for Forests“ für Ihre freundliche Unterstützung:
SCA Packaging
, DS Smith Packaging Deutschland Stiftung & Co. KG und unserem Medienpartner Verpackungs-Rundschau und dem Forum Nachhaltig Wirtschaften.

SCA PackagingSCA Packaging

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3. Mitmachen: Konsultation zum Deutschen FSC-Standard nun öffentlich

Eine wichtige erste Hürde der Revision unseres Deutschen FSC-Standards ist genommen. Der erste Entwurf des Deutschen FSC-Standards 3.0 für eine öffentliche Anhörung ist nun online (http://www.fsc-deutschland.de/revision-deutscher-standard.123.htm). Wir bitten alle Mitglieder und Interessenten, sich mit Kommentaren und Vorschlägen an dieser wichtigen Fachdiskussion zu beteiligen und so zu einer Verbesserung und Weiterentwicklung unseres zentralen Regelwerkes beizutragen. In einem nächsten Schritt werden wir das Thema mit Hilfe einer Pressemitteilung medial verbreiten. Anfang Mai folgen Publikationen in den forstlichen Medien AFZ und Pro-Wald. Diese Konsultationsrunde endet am 14.6.2014.

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4. Update zur Online Claims Plattform (OCP): OCP soll den Verwaltungsaufwand einer FSC-Produktketten-Zertifizierung deutlich reduzieren

Die FSC Online Claims Plattform ist nun in die öffentliche Testphase gestartet. Derzeit nehmen über 150 Organisationen daran teil. Der FSC bedankt sich bei allen Unternehmen, die sich bislang an dem Test beteiligen, für ihr Feedback und ihre Anregungen. Die Beiträge und Erfahrungen werden aufmerksam betrachtet und sind u.a. Grundlage für jede weitere Entscheidung zum Thema OCP. FSC lädt all die Unternehmen, die OCP bisher noch nicht getestet haben, dazu ein, dies ebenfalls zu tun.
Der FSC nimmt die Bedenken und Vorbehalte gegen die Umsetzung der OCP, die von verschiedenen Industrien geäußert werden, sehr ernst. Der FSC unterstreicht derzeit, dass er nicht die Absicht verfolgt, Zertifikatsinhabern ein bestimmtes System aufzuzwingen, besonders dann nicht, wenn eine beträchtliche Anzahl Zertifikatsinhaber nicht davon überzeugt ist, dass dieses System ihrem Unternehmen Vorteile verspricht.
Gleichzeitig ist deutlich, dass das aktuelle FSC-System für die Produktketten-Zertifizierung anfällig ist für die Weitergabe falscher FSC-Produktaussagen in der Verarbeitungskette. Die Integrität des FSC insgesamt ist hier gefährdet, sollte sich der FSC nicht entsprechend seinem Wachstum weiterentwickeln. Gelingt es dem FSC und seinen Partnern nicht, die Schwächen des FSC-Systems intern zu minimieren, besteht die Gefahr, dass die Integrität des FSC beschädigt wird. Damit wären dann möglicherweise auch negative Auswirkungen für Zertifikatsinhaber zu befürchten.

Verwaltungsaufwand reduzieren

Die OCP wurde entworfen und entwickelt, um das Problem ungenauer und falscher Produktaussagen im FSC-System zu adressieren. Während der Entwicklung der OCP wurde offensichtlich, dass für eine Vielzahl zertifizierter Unternehmen die FSC- Produktketten-Zertifizierung bereits mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Die Einführung der OCP wurde so zunächst als weitere Bürokratisierung bewertet.
FSC beabsichtigt in keinem Fall eine Erhöhung des administrativen Aufwands für zertifizierte Unternehmen durch die OCP. Ziel ist es vielmehr, den Verwaltungsaufwand zu verringern. Derzeit werden Optionen und Möglichkeiten gesucht, wie durch OCP genau diese Entlastung erreicht werden kann, während gleichzeitig die Integrität des FSC-COC-Systems abgesichert wird.
Der FSC evaluiert, inwieweit die OCP wesentliche Teile der COC-Anforderungen automatisch abdecken kann, wenn Unternehmen die OCP vollumfänglich nutzen. Hierdurch könnten Verwaltungs- und Zertifizierungsaufwand erheblich reduziert werden. Gleichzeitig würde so das FSC-System besser gegen falsche FSC-Aussagen abgesichert und die Verbrauchersicherheit erhöht. Der FSC freut sich über Vorschläge und Ideen hierzu. In den kommenden Monaten wird FSC International einen strukturierten Prozess zur Beteiligung und Einbringen von Anregungen zum Thema OCP vorstellen.

Prüfung von Optionen für OCP auf freiwilliger Basis

Mit diesem Update möchte der FSC deutlich machen, dass Bedenken von Stakeholdern über die OCP sehr sorgfältige geprüft werden. Dies beinhaltet Fragen zur ursprünglich geplanten verpflichtenden Form der Plattform. Aus diesem Grund werden derzeit alle möglichen Optionen für die Einführung der OCP sondiert. Dies beinhaltet sowohl Möglichkeiten einer vollständig oder teilweise freiwilligen Nutzung von OCP als auch Fragen zur Eingabe und Kontrolle von Produktaussagen. Außerdem werden Möglichkeiten einer risikobasierten Einführung der OCP geprüft. Es ist nicht im Interesse des FSC, ein verpflichtendes System einzuführen, das den Wünschen seiner Stakeholder entgegensteht, solange ungenaue und unrichtige Produktaussagen mit anderen Mitteln unterbunden werden können.
Als einen alternativen Lösungsansatz für das Problem unrichtiger Produktaussagen untersucht der FSC derzeit intensiv die Möglichkeiten von Transaktionsprüfungen (engl: transactional auditing). Transaktionen zwischen FSC-zertifizierten Unternehmen sollen hierbei durch einen direkten Vergleich der Output- und Inputaufzeichnungen sowie der Transaktionen von beiden Handelspartnern überprüft werden. Das würde beispielsweise bedeuten, dass Zertifikatsinhaber mit zusätzlichen Überprüfungen zu jedem ihrer zertifizierten Kunden konfrontiert wären, für den Fall, dass FSC-Produktaussagen weitergegeben werden. Dadurch wäre in diesen Fällen keine verpflichtende Nutzung des OCP-Systems notwendig.

Stakeholder erreichen

Der FSC hat aktuell seinen Konsultationsprozess erweitert, um weitere unterschiedliche Stakeholdergruppen zu erreichen. So soll ein realistisches Meinungsbild zwischen Bedenken und gleichzeitig möglichen Lösungen sowie weiteren Anforderungen erzeugt werden. Dieser Prozess wurde durch den Vorstand von FSC International angeregt und ins Leben gerufen.
Das erste einer ganzen Reihe von Arbeitstreffen fand am 8. April mit einer Gruppe Industrievertretern aus Europa und Nordamerika statt. Die Gruppe kam dabei überein, dass derzeit Transaktionen zwischen zertifizierten Unternehmen im Rahmen der FSC Chain of Custody nur begrenzt nachvollziehbar oder überprüfbar sind. Diesen Mangel gilt es nun zeitnah zu korrigieren. Weiter war man darüber einig, dass die OCP eine mögliche Lösung für dieses Problem sein könnte. Dennoch gilt es zunächst wichtige, bisher ungelöste Fragen zu klären, bevor OCP auch von Unternehmen eine breite Akzeptanz erwarten kann. Die Arbeitsgruppe wird daran weiter mitarbeiten, um Lösungen für die noch offenen Problemfelder zu finden.
Ein Statement zum Arbeitstreffen wird auf der internationalen FSC-Website in Kürze verfügbar sein (http://ocp-info.fsc.org oder https://ic.fsc.org).
Während der kommenden Monate wird der FSC die Beteiligungsmöglichkeiten zu OCP kontinuierlich ausweiten und dabei wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Interessen einbeziehen, um sicherzustellen, dass ein umfassendes Meinungsbild entsteht.
Der FSC freut sich auf einen konstruktiven Dialog mit seinen Stakeholdern, um gemeinsam  an Lösungen und Verbesserungen zu arbeiten.

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5. Positiver Wandel sozialer Verhältnisse durch FSC-Zertifizierung

Die Prinzipien, die dem Handeln des FSC als Grundsätze für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft dienen, sollen unter anderem die Rechte indigener Völker, eine Beziehung zur lokalen Bevölkerung und Arbeitnehmerrechte in FSC-zertifizierten Gebieten sichern. Dass die Theorie tatsächlich in der Praxis Anwendung findet, belegt nun eine Studie des CIFOR (Center for International Forestry Research).

Die umfangreiche Untersuchung beschäftigt sich mit den sozialen Unterschieden in zertifizierten Regionen und Regionen ohne FSC-Zertifikat und wurde in drei Ländern des Kongobeckens durchgeführt. In Kamerun, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo wurden neun nicht-zertifizierte und neun zertifizierte Forstbetriebe (FMUs) untersucht. 5,3 Millionen Hektar der Fläche des tropischen Regenwaldes im Kongobecken, die das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde darstellt, sind derzeit durch FSC zertifiziert (Stand 2013). Daher eignet sich diese Region besonders gut für die Untersuchung.

In den zertifizierten Gebieten war eine Verbesserung des sozialen Standards messbar. Die Arbeiter der Holzfällerunternehmen, deren Familien sowie die Gemeinden profitieren von den Vorteilen, wenn ihr Arbeitgeber den Richtlinien des FSC folgt, die durch strenge Kontrollen gewährleistet werden. Dazu gehören verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen, eine gute soziale Infrastruktur wie beispielsweise Schulen sowie Effektivität und Rechtmäßigkeit von Institutionen, die Verfügbarkeit von Wasser und Elektrizität, Abfallbeseitigung oder medizinische Versorgung organisieren und verwalten. Der Studie zufolge habe sich die Zufriedenheit der Angestellten der Holzfällerunternehmen erhöht. Des Weiteren haben die FSC-Zertifizierung und die damit zu erfüllenden Auflagen in einem höheren Maße zu einer Besserung der Situation beigetragen als gängige Gesetze.

Nun besteht die Notwendigkeit, diesen durch das FSC-Zertifikat begünstigten sozialen Standard künftig weiter zu gewährleisten und diese erheblichen Vorteile für die Menschen auf weitere Gebiete des Tropenwaldes auszuweiten. Eine konsequente Nachfrage nach FSC-zertifizierten Tropenhölzern trägt somit wesentlich dazu bei, die Situation der Menschen in den tropischen Regionen zu verbessern.

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6. NABU Siegel-Check

Die Vielzahl von Ökosiegeln, die auf Produkten verschiedenster Kategorien prangen, sollen Verbrauchern bei der Entscheidung für nachhaltigeren Konsum helfen. Jeder kann beim wöchentlichen Einkauf etwas zum verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt beitragen. Allerdings muss sich der Konsument zunehmend durch einen wahren Siegeldschungel kämpfen und längst nicht jedes Siegel das nachhaltig aussieht steht auch wirklich für Nachhaltigkeit.

Welches Siegel steht eigentlich genau wofür?

Die Lösung zu diesem Problem kann nun schnell und kostenlos aufs Smartphone geladen werden: Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) hat eine praktische und unkomplizierte App entwickelt, die sofort Informationen zum gesuchten Siegel liefert. Alles, was man dafür tun muss, ist im Supermarkt ein Foto des Siegels zu machen. Die App erkennt die Kennzeichnung, stellt eine Verbindung zu den Informationen aus der Datenbank her und schon kann man nachlesen, was das Produkt für Umwelt und Klima bedeutet.

Funktioniert das denn auch?

Im Selbsttest erweist sich die App als durchaus nützlich. Neben einer allgemeinen Erklärung des jeweiligen Siegels und was dahintersteckt, gibt sie auch eine Wertung als Orientierungshilfe in Form des bekannten Ampelsystems ab. Man bekommt demnach Hinweise, wenn sich ein Siegel ökologischer gibt als es in Wahrheit ist. Die Fotos sollten für ein optimales Ergebnis möglichst scharf sein.

Als kleines Manko könnte man die benötigte Verbindung zum Internet sehen. Wer neben dem Gemüseregal im Supermarkt nicht über diese verfügt, wird leider kein Ergebnis bei der Siegelsuche erhalten.

Selbstverständlich ist auch FSC in der Datenbank vertreten. Die App bezieht das Siegel lediglich auf Verpackungen und es erhält eine gelbgefärbte gute Wertung, die mit einem Verbraucherhinweis verbunden ist. Denn selbst wenn die Verpackung aus vorbildlicher Herstellung stammt, kommt es immer auch auf den Inhalt an.

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7. Stellungnahme: Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg stellt verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Frage

Die FSC-Zertifizierung sichert Umwelt- und Sozialstandards bei der Waldbewirtschaftung.  Der Deutsche FSC-Waldstandard ist Ergebnis eines gesellschaftlichen Konsenses für Forstwirtschaft in Deutschland. Mit der voraussichtlichen Zertifizierung des Landeswaldes Baden-Württemberg im Mai 2014 stellt die Landesregierung sicher, dass artenreiche, naturnahe und stabile Wälder auch für künftige Generationen erhalten werden. Mit der geplanten Verfassungsklage vor dem  Staatsgerichtshof Baden-Württemberg stellt der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg (HEF) Partikularinteressen über die Interessen der Bevölkerung und die Belange künftiger Generationen.

Freiburg/Stuttgart. Im Rahmen einer Landespressekonferenz am Donnerstag, 24. April 2014 versucht der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg (HEF) die Entscheidung der Landesregierung für eine FSC-Zertifizierung in letzter Minute zu verhindern. Selbst wenn sich für einzelne Betreiber von Kleinkraftwerken durch die FSC-Zertifizierung im Landeswald Rahmenbedingungen ändern sollten, so darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der HEF lediglich Einzelinteressen einer überschaubaren Branche vertritt. Diese müssen im Verhältnis zum Wunsch der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs nach einer verantwortungsvollen naturnahen Waldbewirtschaftung mit verlässigen Umwelt- und Sozialstandards im Landeswald gesehen werden. Der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg stellt nun diesen Konsens für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Frage.

Der FSC Deutschland wünscht sich eine sachliche Debatte im Rahmen der Beteiligungsmöglichkeiten zum FSC-Standard, die allen Interessierten offen stehen. Die durch den HEF geschürte Polemik wird auch durch abwegige Behauptungen deutlich, die einen Bezug zwischen Preisentwicklungen beim Brennholz und den Regelungen des FSC-Standards konstruieren. Klar ist: Die Energiewende in Deutschland ist nicht vom Energieträger Holz abhängig und die FSC-Zertifizierung von Wäldern trägt hier weder zum Gelingen noch zum Scheitern bei.
Der FSC steht für verbindliche Mindeststandards in der Waldbewirtschaftung auf Grundlage international gültiger Prinzipien und Kriterien. Diese Standards werden unter weltweiter Beteiligung aller großen Umweltverbände, gesellschaftlicher Gruppe und relevanter Sozialorganisationen entwickelt. Der FSC garantiert durch eine jährliche Vor-Ort-Überprüfung zertifizierter Forstbetriebe und der freien Veröffentlichung von Prüfergebnissen ein Höchstmaß an Transparenz für Betrieb, Bürger und Politik. 

Der Deutsche FSC-Standard wurde in den letzten 15 Jahren stetig, mit Blick auf gesellschaftliche Anforderungen und neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, weiterentwickelt. Er wird inzwischen auf über 660.000 ha Wald in Deutschland erfolgreich umgesetzt, darunter befindet sich neben Privat- und Kommunalwäldern unter anderem auch die Landeswälder in NRW, Schleswig-Holstein, Saarland, Hamburg und Berlin. Bis Ende 2015 wird auch der gesamte Landeswald in Rheinland-Pfalz nach FSC zertifiziert sein. In Hessen ist die schrittweise FSC-Zertifizierung von Hessen-Forst beschlossene Sache und wird bereits seit dieser Woche in den ersten Forstämtern umgesetzt. Der Deutsche FSC-Waldstandard wurde letztmals im Jahr 2008 auf Grundlage einer bundesweiten öffentlichen Anhörung und der breiten Beteiligung der großen Umweltverbände (z.B. Greenpeace, WWF Deutschland, BUND, NABU, Robin Wood),  großer Gewerkschaften (z.B. IG BAU, IG Metall), Landesforstbetrieben, Privatwaldbesitzern und vielen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden revidiert. Das Ergebnis ist der  heute gültige Standard, der einen bundesweiten gesellschaftlichen Kompromiss für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung in Deutschland abbildet. Auch in Baden-Württemberg wurden die Bürgerinnen und Bürger, sowie Interessenvertreter am Zertifizierungsprozess beteiligt. Als Ergebnis des gesellschaftlichen Dialogs und der intensiven Diskussion mit Forst- und Naturschutzexperten verbietet der FSC Standard derzeit die sog. Vollbaumnutzung, zum Schutz der Artenvielfalt und des Nährstoffhaushaltes am Waldboden.

Aus keinem der großen bisher in Deutschland FSC-zertifizierten Waldflächen sind Probleme bekannt, wie sie vom HEF heraufbeschworen werden. Vielmehr sind positive Entwicklungen für die Beschäftigten im Wald, die Verbesserung der Artenvielfalt und die Beteiligung von Bürgerinteressen an der Forstwirtschaft in FSC-Betrieben belegbar.

Der Deutsche FSC-Standard befindet sich derzeit in einer erneuten Revision. Aktuell kann jedermann zum vorgelegten Entwurf inhaltliche Eingaben machen. Diese werden in einem klar definierten und transparenten Prozess reflektiert. Am Ende wird dann der FSC-Mitgliedschaft ein revidierter Standard zur Abstimmung vorgelegt.
Im Zentrum des FSC Standards steht jedoch immer der Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessen und Anforderungen an den Wald. Diesen wird der FSC Deutschland, genauso wie die nach dem FSC Standard zertifizierten Betriebe, weiterhin aktiv mit Bürgern, Unternehmen, Gewerkschaften und Verbänden führen. Ziel ist es dabei aus vielen Einzelinteressen einen gesellschaftlichen Konsens zu formulieren, der die Anforderungen der Gesellschaft an den Wald spiegelt und der für stabile, naturnahe Wälder steht, für Wälder, die Generationen überdauern.

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8. OCP Webinare

FSC bietet auch weiterhin spannende, englischsprachige Online Webinare zur Verwendung der Online Claims Platform (OCP). Die Webinare dauern etwa eine Stunde und stehen allen interessierten Akteuren, insbesondere natürlich den zertifizierten Unternehmen, zur Verfügung.

Datum

Uhrzeit und Registrierung

Uhrzeit und Registrierung

07. Mai 2014

9:00 bis 10:00 Uhr Registrierung

17:00 bis 18:00 Uhr Registrierung

25. Juni 2014

9:00 bis 10:00 Uhr Registrierung

17:00 bis 18:00 Uhr Registrierung

30. Juli 2014

9:00 bis 10:00 Uhr Registrierung

17:00 bis 18:00 Uhr Registrierung

27. August 2014

9:00 bis 10:00 Uhr Registrierung

17:00 bis 18:00 Uhr Registrierung

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9. FSC-zertifizierte Stoffe füllen bald den Kleiderschrank

H&M, der schwedische Textil-Riese aus Stockholm, gibt neue Pläne zum verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen bekannt. 

Fashion zum kleinen Preis, dafür steht die Modekette Hennes&Mauritz. Dass dieses Konzept nicht zwingend auf Kosten der Umwelt gehen muss und Öko-Mode durchaus den neusten Trends entsprechen kann, will das Label nun unter Beweis stellen. Bereits im Jahr 2010 erklärte H&M, dass alle Papierprodukte, die aus Fasern aus einem Land mit Anteil an Regenwaldfläche gefertigt werden, FSC-zertifiziert sein müssen. Damit trägt H&M dazu bei, dass die Nutzung von FSC-zertifiziertem Papier weltweit erhöht wird.

Nun folgt eine weitere Ankündigung in Richtung mehr Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation Canopy plant H&M die Verarbeitung von Holzfasern aus nachhaltiger Waldwirtschaft zu erhöhen und sicherzustellen, dass sie nicht aus gefährdeten Urwaldregionen stammen. Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation entwickelt H&M das Vorhaben, aus Fasern aus gefährdeten Regenwäldern produzierte Stoffe zu vermeiden und stattdessen den Gebrauch von Fasern aus FSC-zertifizierten Quellen zu erweitern. Jedes Jahr soll dieser Anteil erhöht werden.

Im Gegensatz zu Baumwolle benötigt man für Stoffe, die aus Baumfasern hergestellt werden (wie etwa Lyocell) erheblich weniger Pestizide und sie sind zudem FSC-zertifiziert erhältlich und somit aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Auch die Verarbeitungsweise ist umweltschonender. Die von H&M verwendeten Lyocell-Typen werden beispielsweise aus FSC-zertifizierten Bambus- bzw. Eukalyptusfasern hergestellt.

H&M plant bis 2017 keine Stoffe mehr aus gefährdeten Urwäldern zu beziehen und hofft, dass sich auch andere Unternehmen an dieser Vorgehensweise ein Beispiel nehmen, um nachhaltig Positives für die Umwelt zu bewirken und somit den Einfluss großer Konzerne zu nutzen.

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10. FSC-Workshops

Unsere neue Workshop-Saison startet! Wir reisen erneut durch Deutschland und Österreich und bringen Ihnen eine FSC-Zertifizierung für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nahe. Dabei greifen wir die unterschiedlichen Themen in der Produktkettenzertifizierung auf und informieren Sie darüber, wie Sie FSC für Ihr Unternehmen richtig nutzen können und dabei einen Beitrag zu verantwortungsvoller Forstwirtschaft leisten.

Neben Tipps und Hilfen zu Produktketten-Zertifizierung, zeigen wie Ihnen auch wie FSC bei der Einhaltung der EU-Holzhandelsverordnung helfen kann und wie Sie die FSC-Warenzeichen korrekt bei Ihren Produkten sowie in der Werbung einsetzen können.
Mehr Informationen und Termine finden Sie hier:

http://www.fsc-deutschland.de/workshops.45.htm

Die nächsten Termin:
03.04.2014 in Bremen
30.05.2014 in Wien (AUT)
02.06.2014 in Berlin
13.06.2014 in Köln
27.06.2014 in Freiburg/Breisgau
04.06.2014 in Nürnberg

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11. Gewinnspiel Amazonia – Auflösung!

Wir freuen uns sehr, dass wir die glücklichen Gewinner des Gewinnspiels der März-Newsletterausgabe bekanntgeben können! Drei der Teilnehmer mit den richtigen Antworten zu unserer Gewinnspielfrage erhalten jeweils ein Filmset, bestehend aus einem Bildband „AMAZONIA – Tiere und Pflanzen im größten Landschaftsgebiet der Welt“ (Knesebeck Verlag) und zwei Kino-Freikarten für AMAZONIA – eine Reise durch den brasilianischen Amazonas-Dschungel.

Gewonnen haben:
Sabine Peiseler, Margrit Grunert und Jens Schindhelm.


Für alle Neugierigen hier die Antwort auf die Frage des Gewinnspiels:

Wie groß ist der Brasilianische Regenwald, der größte Regenwald der Erde?

Das Regenwaldgebiet des Amazonas erstreckt sich über neun Staaten Südamerikas und ist der größte Regenwaldblock der Erde. In Brasilien bedeckt er eine Fläche um die 5,5 Millionen Quadratkilometer.


Den Gewinnern gratulieren wir herzlich und wünschen viel Freude mit dem Amazonia-Paket!
Wir bedanken uns bei den anderen Teilnehmern, die diesmal nicht gewonnen haben und drücken Ihnen für das nächste Gewinnspiel die Daumen.

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